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Volker Klinges

Volker Klinges, Geschäftsführer der IHK Eupen-Malmedy-St.Vith.

Als Wirtschaftsstandort lässt sich die Deutschsprachige Gemeinschaft viel besser unter der Bezeichnung „Ostbelgien“ vermarkten als unter „DG“. Dieser Meinung ist auch Volker Klinges, der Geschäftsführer der IHK Eupen-Malmedy-St.Vith und des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes.

Der Begriff „DG“ sei international nicht vermarktbar, sagte Klinges in einem Interview mit dem Grenz-Echo. Dagegen habe die Marke „Ostbelgien“ zwei entscheidende Vorteile. Einmal dadurch, dass die Bezeichnung „Ostbelgien“ eine geografische Lokalisierung der Region ermögliche (der Osten Belgiens), und andererseits, weil man sich nicht auf die neun deutschsprachigen Gemeinden begrenze.

„Die Benennung 'Ostbelgien' ist offen und bietet die Möglichkeit, viele zusätzliche Partner und Gemeinden außerhalb der DG einzubinden, strategisch also der richtige Ansatz. Wichtig wird es jedoch sein, die lokalen Partner und vor allem die hiesige Wirtschaft von diesem Vermarktungsweg zu überzeugen, damit diese Entscheidung mit Leben gefüllt wird.“

Siehe auch Artikel „Ostbelgische Unternehmen wenig optimistisch für 2013“

 

5 Antworten auf “Volker Klinges”

    • Bei dem Kürzel „DG“ fällt mir noch folgende WAHRE Begebenheit ein, welche sich vor Jahren in einer Kleinstadt in der benachbarten Bundesrepublik zugetragen hatte : Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Autofahrer noch daran, dass es Aufkleber mit der Aufschrift „DG“ gab, die man vorzugsweise am PKW anbringen konnte. Auf diese Weise sollte man seine Verbundenheit mit der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens bekunden.
      So weit, so gut. Bekannte von mir, waren , wie gesagt, in Deutschland mit besagtem DG-Aufkleber an ihrem PKW unterwegs, als plötzlich ein Polizei-Sondereinsatz-Kommando ihr Fahrzeug mit vorgehaltener Waffe stoppte und die Insassen aus ihrem fahrbaren Untersatz herauszerrten und Handschellen anlegten
      Sie wurden für bulgarische Verbrecher gehalten, nach denen gefahndet wurde. BG anstatt DG also. Was da ein einziger (verkehrter) Buchstabe soll alles bewirken kann. Mit einem Aufkleber „Ostbelgien“ wäre das wahrscheinlich nicht passiert.

  1. Ich finde, wir brauchen uns nicht zu schämen in Ostbelgien zu wohnen, ob nun DG oder Ostbelgien, ist eigentlich egal. Was hier vielmehr fehlt, ist Vergangenheitsbewältigung, in Deutschland wird das Wort schon mal gebraucht, aber auch nur halbherzig. In Ostbelgien ist das kein Thema, wir ziehen damit aus der Sache, dass wir Belgier sind. Wie viel Deutschland noch in vielen ist, braucht man nur sich samtags nachmittags anschauen, es gibt mehr Menschen, die Bundesliga schauen als die erste Liga in Belgien. Nur wenn die deutsche Nationalmannschaft spielt, hoffen alle auf eine Niederlage. Und wieviele deutsches Fernsehen schauen, konnte man ja sehen, als Belgacom ankündigte, Ard und Zdf nicht mehr zu senden. Das Ganze hat schon einen Touch von Schizophrenie

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