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Zweiter Tag der Tour-de-France-Festspiele in Brüssel: Teunissen bleibt in Gelb – Belgier Van Aert in Weiß

07.07.2019, Belgien, Brüssel: Menschen stehen in Sichtweite des Brüsseler Atomiums und schauen den Fahrern zu. Foto: David Stockman/BELGA/dpa

Die Jumbo-Visma-Mannschaft hat nach dem Auftaktsieg des Niederländers Mike Teunissen am Samstag auch das Team-Zeitfahren am Sonntag gewonnen.

Angeführt von Lokomotive Tony Martin und dem Belgier Wout Van Aert versetzte der Jumbo-Visma-Rennstall nach einer Gala-Vorstellung bei Tempo 60 den Stars um die beiden Favoriten Geraint Thomas und Egan Bernal einen ersten Dämpfer.

Teunissen & Co. siegten über 27,6 Kilometer mit einem deutlichen Vorsprung von 20 Sekunden auf den britischen Top-Rennstall Ineos. Dritter im ersten Kampf gegen die Uhr mit 21 Sekunden Rückstand das Team von Deceuninck-Quick Step.

07.07.2019, Belgien, Brüssel: Mike Teunissen aus den Niederlanden vom Team Jumbo-Visma zieht sich das Gelbe Trikot des Führenden in der Gesamtwertung an, nachdem sein Team gewonnen hat. Foto: Christophe Ena/AP/dpa

Durch den Erfolg seines Teams festigte der niederländische Auftaktsieger Teunissen seinen ersten Platz in der Gesamtwertung. Der 26-Jährige war ursprünglich als Anfahrer für Jumbo-Sprintstar Dylan Groenewegen gedacht, holte sich nach dessen üblem Sturz am Samstag aber überraschend selbst den Sieg im Fotofinish vor dem slowakischen Ex-Weltmeister Peter Sagan. Damit ist Teunissen der erste Holländer in Gelb seit Erik Breukink vor 30 Jahren.

Im Teamzeitfahren waren es Martin und der dreimalige Cross-Weltmeister Wout van Aert, die für das Hochgeschwindigkeitstempo sorgten. Daran kam Ineos nicht heran, unzufrieden waren Vorjahressieger Thomas und Co. aber nicht. „Es hat sich gut angefühlt. Wir hatten eine gute Geschwindigkeit. Einige Kurven hätten wir schneller fahren können, aber das war ein minimaler Zeitverlust“, sagte Thomas.

07.07.2019, Belgien, Brüssel: Wout Van Aert aus Belgien vom Team Jumbo Visma im Weißen Trikot des besten Jungfahrers auf dem Podium. Foto: David Stockman/BELGA/dpa

Andere Mitfavoriten ließen weitaus mehr Zeit auf den Straßen von Brüssel liegen. So verlor die französische Tour-Hoffnung Romain Bardet schon eine knappe Minute auf Thomas, der zweimalige Tour-Zweite Nairo Quintana (Kolumbien) büßte 45 Sekunden ein, und für den Dänen Jakob Fuglsang, der am Samstag gestürzt war, waren es 21 Sekunden.

Am Montag wird die Tour Belgien verlassen, wenn die dritte Etappe über 215 Kilometer von Binche nach Épernay führt. Bei vier kleineren Bergwertungen auf den letzten 42 Kilometern dürften die Sprinter aber kaum zum Zug kommen. Vielmehr hoffen die Franzosen auf ihren Bergkönig Julian Alaphilippe. Auch in der Bergwertung, die Greg Van Avermaet anführt, könnte es Veränderungen geben.

Der Belgier Wout Van Aert, belgischer Meister im Zeitfahren, trägt nach dem Mannschaftszeitfahren das weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Der 24-Jährige könnte sogar am Montag das Gelbe Trikot des Führenden im Gesamtklassement erobern. (dpa/cre)

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