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Trump schaltet sich in Rechtsstreit um Pornostar Stormy Daniels ein

11.02.2007, Los Angeles: Pornodarstellerin Stephanie Clifford, bekannt als Stormy Daniels, kommt zu den 49. Grammy-Verleihungen. Foto: Matt Sayles/Sayles/dpa

Donald Trump hat sich nun erstmals selber in den Rechtsstreit um Pornostar Stephanie Clifford bzw. Stormy Daniels eingeschaltet. Ein neuer Anwalt des Präsidenten reichte am Freitag in Trumps Namen bei einem kalifornischen Gericht einen Antrag ein, der darauf abzielt, den Fall in einem Schlichtungsverfahren hinter verschlossenen Türen abzuhandeln.

Trump werde seine Rechte „so verfolgen, wie es das Gesetz erlaubt“, zitierte „USA Today“ den Anwalt, Charles Harder.

Clifford, die unter dem Namen Stormy Daniels auftritt, behauptet, 2006 eine Affäre mit Trump gehabt zu haben. Trumps persönlicher Anwalt Michael Cohen hatte ihr im Oktober 2016, also kurz vor der Präsidentenwahl, ein Schweigegeld von 130.000 Dollar bezahlt – aus eigener Tasche und ohne Wissen des Präsidenten, wie er sagt.

10.02.2008, Los Angeles: US-Pornodarstellerin Stormy Daniels kommt zur Verleihung der 50. Grammy Awards. Foto: Chris Pizzello/A-PIZZELLO/AP/dpa

Clifford argumentiert jetzt, dass die Vereinbarung nicht gültig sei, da Trump selber sie damals nicht unterzeichnet habe. Sie ist daher vor ein staatliches Gericht in Los Angeles gezogen.

Wie Harder reichte auch Cohen nun am Freitag in Los Angeles einen Antrag ein, das Verfahren einer Bundesinstanz zu übertragen. US-Gesetze erlauben in bestimmten Fällen nichtöffentliche Schlichtungsverfahren, und Bundesgerichte neigen eher zu solchen Lösungen als staatliche Instanzen.

In Cohens Antrag heißt es Medienberichten zufolge auch, dass Clifford die Schweigevereinbarung bereits mindestens 20 Mal verletzt habe. Diese 20 Verstöße könnten ihn dazu berechtigen, 20 Millionen Dollar Entschädigung von Clifford einzufordern – eine Million für jeden Vertragsbruch, zitierten Medien aus dem Gerichtspapier.

Cliffords Anwalt Michael Avenatti sprach von neuerlichen Versuchen, seine Mandantin einzuschüchtern und „die Wahrheit vom amerikanischen Volk fernzuhalten“.

Trump hat sich bisher aus dem juristischen Gerangel herausgehalten – nach Vermutungen wohl auch, um Cohens Darstellung zu stützen, dass er selber von der Schweigevereinbarung nichts gewusst habe.

Trump weist Cliffords Angaben über eine Affäre zurück. Ob sie wirklich rechtlich bindend zum Schweigen verpflichtet ist, spielt auch deshalb eine große Rolle, weil der Sender CBS am 25. März ein ausführliches Interview mit ihr ausstrahlen will. Viele Rechtsexperten glauben indes, dass die Trump-Anwälte kaum Möglichkeiten haben, das noch zu verhindern. (dpa)

7 Antworten auf “Trump schaltet sich in Rechtsstreit um Pornostar Stormy Daniels ein”

  1. Alfons Van Compernolle

    Ja und schon hat Herr Trump, die immer bestrittene „Fremdbeglueckung“ eingestanden, warum sonst dieser zum Scheitern verurteilte Versuch, dieser oeffentlichen Sexbeglueckerin das Mundwerk zu stropfen? Mir tut nur Trumps Ehefrau und sein Sohn leid, welche unter diesem Theater und unter diesen Typen von Charakterlosigkeit auch oeffentlich zu Leiden haben.

  2. Das ist doch mal ein schöner Beitrag.
    Hübsche Person mit gutem Geschmack für Kleidung. Beim Rest des Textes habe ich abgeschaltet. Aber vielleicht ist das auch die Schuld der Flüchtlinge, wer weiß;) N VA bitte übernehmen.

  3. Ja klar, die zieht vor Gericht und kassiert paar Milionen. So ist der Plan.
    Ob sie jetzt Spass mit ihm hatte oder nicht, ganz egal.
    Ist doch normal das jeder Amerikaner einmal in seinem Leben vor Gericht zieht.

  4. Geld regiert die Justiz

    Der eigentliche Skandal ist doch, dass die Reichsten sich die besten Anwälte leisten können und sich dann aus jedem Skandal herauswinden können. Das erinnert mich irgendwie – im Jahre von Luther – an den Ablasshandel der katholischen Kirche. Da wurde auch gemodert, gelyncht, gehurt was das Zeug hielt, vorausgesetzt…. man hatte genügend Geld auf Seite, um den Platz im Paradies nicht zu gefährden.

    Trump ist als Politiker und jetzt auch als Mensch eine Lachnummer und gehört einfach in die Klapse… diese besten Anwälte sollten sich zum Wohle des Volkes mal um ein Amtsenthebungsprojekt bemühen oder wie viel Schaden kann „Goldlocke“ noch anrichten? Das braucht sicherlich 2 Amtsperioden, um die Fehler von diesem Hirnlosen wieder auszuwetzen.

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