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Tourismuswerbung für Ostbelgien gibt es überall, nur nicht direkt vor der Haustür

Der touristische Infostand in der Raststätte Lichtenbusch an der Autobahn E40/A44. Foto: OD

An der Autobahn-Raststätte in Lichtenbusch ist immer was los. Wenn dort nicht Lkw-Fahrer aus aller Herren Länder eine Rast machen, dann sind es Touristen aus Belgien, Deutschland oder Holland, die sich dort aufhalten. Deshalb ist der touristische Infostand in dem Rasthaus an der E40/A44 wirklich sinnvoll – wenn er denn auch wirklich optimal genutzt würde.

Obwohl die Raststätte nicht nur das Tor nach Belgien ist, sondern auch das Tor nach Ostbelgien, werden an dem Stand – von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen – nur Sehenswürdigkeiten und touristische Angebote in der Wallonie und in Brüssel in Form eines Flyers oder einer Broschüre vorgestellt. Dabei liegen die Gemeinden Raeren, Lontzen und Eupen nur einen Steinwurf entfernt. Bis Kelmis ist es auch nicht weit.

DG-Tourismusministerin Isabelle Weykmans. Foto: OD

An dem Stand in der Raststätte Lichtenbusch wird so ziemlich alles beworben, was es in der Wallonie zu besichtigen gibt: die Grotten von Han, die Cristallerie Saint-Lambert, Maredsous, das Kriegsmuseum in Bastogne, die Zitadelle von Dinant, Durbuy, Walibi, das Archéforum von Lüttich und vieles mehr.

An Sehenswürdigkeiten in Ostbelgien wird nur für das Karting-Center in Eupen Werbung gemacht. Selbst das Phantasialand in Brühl ist vertreten. Touristische Angebote in Ostbelgien – Fehlanzeige!

Die DG präsentiert sich regelmäßig auf verschiedenen Tourismusmessen, zum Beispiel auf der ITB in Berlin, der führenden Fachmesse der internationalen Tourismus-Wirtschaft. Aber direkt vor der eigenen Haustür, wo tagtäglich Besucher aus Deutschland, den Niederlanden, der Wallonie und Flandern, ja sogar aus England und Frankreich Halt machen, ist Werbung für die Tourismusregion Ostbelgien nicht vorhanden. (cre)

9 Antworten auf “Tourismuswerbung für Ostbelgien gibt es überall, nur nicht direkt vor der Haustür”

  1. TAO Referenten gesucht!

    Wir haben einen Ministerpräsidenten und drei Minister, Chauffeure und übermässige Zahl an Referenten, aber keiner von alle denen ist für Lichtenbusch zuständig!? Dringend sollten wir einen Aufruf starten, um Suche nach jeweils einem Pub-Referenten, je einer für Lichtenbusch, Köpfchen, Bildchen, Leykaul, Wahlerscheid, Losheimergraben, Losheim und Steinebrück! Daran kann die Sache doch nicht scheitern!?

  2. Zaungast

    Ja, so ist das nun leider mal. Man schwadroniert gerne über die Besonderheit der DG – Pardon „Ostbelgien“ – als Brücke zwischen Ost und West, als einzigartiges Kleinod und was weiß ich nicht noch alles, aber einen simplen Infostand mit Werbematerial zu bestücken, dazu ist man nicht fähig.

    Aber das ist ja auch tagtägliches Kleinklein. In der Welt herumzureisen und mit Seiner Durchlaucht in Liechtenstein zu parlieren, ist ja auch fürs Ego viel erbaulicher.

    Wenn man dann noch die unsäglichen Werbetafeln längs der Autobahn sieht („Eupen Tisserands und Ähnliches – Französisch vor Deutsch bitte sehr), dann hat man vollends verstanden.

  3. Hi,
    das erinnert mich an diesen Sommer, als wir in einer Gruppe von ca 7-8 Leuten beschlossen hatten, eine Vennwanderung auf der Baraque Michel zu machen. Allen frohen Mutes zogen wir los, und dachten, wir könnten, wie viele andere auch, uns einfach eine Strecke aussuchen auf Baraque Michel und diese dann mittels schönen Schildchen ablaufen. Falsch gedacht. Auf Baraque Michel angekommen, standen wir mit ca 30 anderen Leuten auf dem Parklplatz und keiner wusste so Recht wo es losgeht, wo man hin muss, und vor allem, welchen Schildern, wenn überhaupt irgendwo vorhanden und diese nicht ganz verfault waren, man folgen sollte. Unterwegs trafen wir zahlreiche andere Leute, ausgestattet mit Handys, die nicht funktionnierten weil kein GPS Signal, Karten, usw. Keiner, aber wirklich keiner wusste wo er lang sollte. Ich möchte hiermit darauf hin, das die Beschilderung, in einem Gebiet, wo jährlich 1000de Touristen hinkommen, es einfach nicht geschafft wird, eine klare, einfache Beschilderung zu machen. Man sollte sich hier ein grosses Beispiel an Österreich oder Südtirol nehmen, da findet man sich immer zurecht,, ohne Karte und ohne Navi. Nur weil die Beschilderung da von Leuten erstellt wrude, die ihr Hirn einschalten.
    Vllt brauchen wir ja noch einen Schilderminister?

    • Da geb ich Ihnen für einmal Recht.
      Es ist unmöglich, eine Vennwanderung auf Basis einer Beschilderung zu machen, die existierts in Botrange nicht. Die Gemeinden Weismes und Malmedy sehen da keinen Bedarf.
      In den Eupener Venngebieten ist das besser.

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