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Heute das zweite Halbfinale der Nations League: Lukaku, De Bruyne und Hazard wollen Revanche gegen Frankreich

Die Titelseite der großen französischen Sportzeitung „L‘Équipe“ am Donnerstag. Foto: Twitter

AKTUALISIERT – Mehr geht kaum: Im zweiten Halbfinale der Nations League duellieren sich am Donnerstag um 20.45 Uhr (live auf RTL-TVI) in Turin Belgien und Frankreich und damit einige der größten Stars des Weltfußballs. Beide Nationen sehnen nach den Enttäuschungen der jüngeren Vergangenheit einen Titel herbei. Und die Roten Teufel haben mit den „Bleus“ noch eine Rechnung offen.

Der amtierende Weltmeister gegen den Ersten der Weltrangliste, Kylian Mbappé gegen Romelu Lukaku, Paul Pogba gegen Kevin De Bruyne – das ist genau der Glanz, den sich die UEFA einst von der Einführung der Nations League versprochen hat.

Wenn Frankreich und Belgien am Donnerstagabend im zweiten Halbfinale des noch immer umstrittenen Wettbewerbs aufeinandertreffen, wird den Fans im Stadion von Juventus in Turin zumindest maximale fußballerische Attraktivität geboten.

10.07.2018, Russland, St. Petersburg: Samuel Umtiti aus Frankreich (3.v.r.) trifft zum 1:0 per Kopfball. Die Halbfinal-Niederlage liegt den Roten Teufeln noch immer schwer im Magen. Foto: Martin Meissner/AP/dpa

Man könne die Nations League zwar nicht mit einer EM oder WM vergleichen, findet Belgiens Mittelfeldspieler Axel Witsel. „Aber es geht um einen Titel, um den vier große Nationen kämpfen. Wenn wir ihn gewinnen sollten, wäre das ein krönender Erfolg für diese Mannschaft.“

Im ersten Halbfinale besiegte am Mittwoch Spanien in Mailand Gastgeber Italien 2:1 (siehe Bericht an anderer Stelle) und bestreitet damit am Sonntagabend – ebenfalls in Mailand – das Endspiel der Nations League gegen den Sieger des Spiels Belgien-Frankreich. Der Verlierer trifft am Sonntagnachmittag um 15 Uhr in Turin im Spiel um Platz 3 auf Italien.

Genau das war die ursprüngliche Idee der Nations League – dass langweilige Freundschaftsspiele durch hochklassige Duelle mit echtem Wettbewerbscharakter ersetzt werden.

Es gibt am Sonntag ja sogar einen Pokal zu gewinnen. Und was das Teilnehmerfeld des diesjährigen Finalturniers angeht, hätte es für die UEFA tatsächlich kaum besser laufen können. Außerdem bietet der Wettbewerb insbesondere Franzosen und Belgiern die Möglichkeit der Rehabilitation.

Nach dem peinlichen Achtelfinal-Aus bei der Europameisterschaft im vergangenen Sommer sehnt sich Frankreich nach etwas Balsam für die gekränkte Fußball-Seele. „Wir wollen diesen Titel holen“, verspricht Trainer Didier Deschamps, der die Nations League sogar auf eine Ebene mit EM und WM hebt: „Früher gab es zwei, Europameister- und Weltmeisterschaft, jetzt gibt es auch die Nations League. Die zu gewinnen, ist unser Ziel.“

05.09.2018, München: Trainer Didier Deschamps (l) von Frankreich und Kylian Mbappé. Foto: Sven Hoppe/dpa

Sollten sich die Franzosen tatsächlich zum Nachfolger von 2019-Sieger Portugal küren, dürfte das auch ein wenig Druck von Deschamps selbst nehmen, der mach dem frühen Ausscheiden bei der EM und den wenig berauschenden Spielen im September in der WM-Qualifikation nicht frei von Kritik ist.

Und Belgien? Der ewige Geheimfavorit wünscht sich nichts mehr als den langersehnten Titel für seine immer älter werdende goldene Generation. Nach dem Halbfinal-Aus gegen Frankreich bei der WM 2018, das den Roten Teufeln immer noch schwer im Magen liegt, war bei der EM zuletzt sogar schon im Viertelfinale (1:2 gegen Italien) Schluss. Umso größer ist der Pokal-Traum. „Wir alle wollen diesen Titel gewinnen“, sagt Verteidiger Toby Alderweireld.

Es wäre der erste internationale Titel für Belgien seit dem Olympiasieg 1920. Und wann, wenn nicht jetzt, wo Spieler wie De Bruyne (30 Jahre), Lukaku (28) oder Eden Hazard (30) im besten fußballerischen Alter sind? Es bleibt zwar noch die WM 2022 in Katar, wenn man aber schon ein Jahr vorher die Chance hat, einen Titel zu gewinnen, dann will man sich diese nicht entgehen lassen. (dpa/cre)

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