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Sturmtief „Ciara“: Unter der Nummer 1722 für nicht-lebensrettende Einsätze gab es über 50.000 Anrufe

Der Eupener Friedhof war am Sonntag nicht zugänglich. Sturm „Ciara“ richtete einige Schäden an, deren Ausmaß aber nicht vergleichbar war mit dem, was im Sommer 2019 geschah, als große Bäume entwurzelt und zahlreiche Grabstätten zerstört wurden. Fotos: Gerd Comouth

AKTUALISIERT – Der Sturm „Ciara“ hat in Belgien bis zum Montagvormittag etliche Schäden angerichtet – allerdings weniger als erwartet. Verletzt wurde nach ersten Medienberichten niemand.

Vielerorts im Land stürzten Bäume und Baugerüste um. In Brüssel löste der Wind Teile einer Leichtbaufassade, die vom sechsten und siebten Obergeschoss auf die Straße fielen. Auch etliche Dächer deckte der Sturm ab. Sogar ein Teil eines Tribünendachs der Ghelamco Arena in Gent, in dem Fußball-Erstligist AA Gent seine Heimspiele bestreitet, wurde abgerissen. Bahnen fuhren auf vielen Strecken verspätet oder eingeschränkt.

Im Eupener Land wurden Polizei und Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen wegen gefährlicher Situationen aufgrund umgestürzter Bäumen und Verkehrsschilder, herabstürzender Steine usw. gerufen, wie die Polizeizone Weser-Göhl in ihrem Bericht von Montag, dem 10. Februar, mitteilte.

09.02.2020, Belgien, Ninove: Belgische Feuerwehrleute arbeiten an einem Hausdach. Sturmtief „Ciara“ hat am Sonntagnachmittag auch in Belgien die ersten Schäden angerichtet. Foto: Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

Im Hafen von Antwerpen kippten aufeinandergestapelte Container um. In Blankenberge an der Küste wurden Windgeschwindigkeiten bis 120 Kilometer pro Stunde gemessen.

Warum man in Belgien von „Ciara“ spricht und in Deutschland von „Sabine“, das erfahren Sie in einem kurzen Erklärstück am Ende dieses Artikels.

In Belgien wurde die Hotline 1722 für nicht dringende Einsätze der Feuerwehr freigeschaltet. Sie dient dazu, die Leitungen für die Notrufzentrale für wirkliche Notfälle möglichst freizuhalten.

Die Rufnummer 1722 für nicht-lebensrettende Einsätze der Feuerwehr wurde seit diesem Wochenende 50.185 Mal gewählt. Pieter De Crem (CD&V), Minister des Innern und der Sicherheit, betonte: „Die Rufnummer 1722 hat einmal mehr ihre Nützlichkeit bewiesen. Da die 112-Leitungen frei blieben, konnte in der Provinz Ostflandern sehr schnell auf einen Schlaganfall und in der Provinz Westflandern auf einen Bewusstseinsverlust und zwei Brände reagiert werden“.

Die Nummer 1722 bleibt bis mehrere Stunden nach dem Ende des schlechten Wetters aktiv, um Anrufe im Zusammenhang mit dem Sturm „Ciara“ entgegenzunehmen.

Zwischen der Aktivierung der Nummer am 08/02 um 19.00 Uhr und dem 10/02 um 10.30 Uhr haben die Notrufzentralen bereits 50.185 Anrufe an 1722 registriert. Die meisten Anrufe kamen aus den Provinzen Ostflandern (12.393 Anrufe), Flämisch-Brabant (7.447 Anrufe) und Hennegau (6.486 Anrufe).

09.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: Ein Schild „Vorsicht Steinschlag“ steht vor dem Dom. Foto: Oliver Berg/dpa

Diese Aufrufe betrafen vor allem umgestürzte Bäume und Dachschäden, aber auch Gegenstände auf den Straßen und Überschwemmungen.

Das Kgl. Meteorologische Institut (KMI) hatte am Sonntag die Unwetterwarnung, die ursprünglich bis Montagvormittag um 11 Uhr laufen sollte, bis Montagabend 23 Uhr verlängert.

„Es ist eine sehr tiefe Depression auf dem Atlantik mit einem Druck von 940 hP im Kern“, analysierte David Dehenauw vom KMI in Uccle gegenüber Sudpresse die allgemeine Wetterlage.

„Die Menschen sollten sich nach Möglichkeit nicht draußen aufhalten“, so Dehenauw: „Das Problem, vor allem für die Gebiete im Süden Belgiens, ist, dass es viel regnen wird. Wir erwarten von Sonntag bis Mittwoch zwischen 20 und 40 Liter pro Quadratmeter.“ Entsprechend hoch seien die Überschwemmungsrisiken.

Kein Fußball in Belgien und Holland, keine Schule in Aachen

Am Samstag hatten bereits die belgischen Fußballinstanzen auf die Vorhersagen für Sonntag reagiert: Nach Rücksprache mit dem Kgl. Meteorologischen Institut wurden sämtliche Spiele von Sonntag in der Jupiler Pro League (1A), der Proximus League (1B) und den Amateurligen (D1, D2 und D3) abgesagt. Zu den Spielen der höchsten Klasse, die ausfallen, zählte auch das Spitzenspiel zwischen Standard Lüttich und dem FC Brügge sowie die Begegnungen Antwerp-Genk und Waasland-Beveren-Kortrijk. Auch in den Lütticher Provinzklassen ruhte am Sonntag der Ball.

09.02.2020, Nordrhein-Westfalen, Bochum: Das Foto der Feuerwehr zeigt einen umgestürzten Baum. Foto: Feuerwehr Bochum/dpa

Auch in der niederländischen Ehrendivision fielen die Sonntagsspiele Utrecht-Ajax, Alkmaar-Feyenoord, Sparta-Den Haag und Emmen-Twente aus.

Das Fußball-Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Sonntagnachmittag ist ebenfalls wegen des Sturmtiefs „Sabine“ abgesagt worden. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass eine sichere Abreise der Fans nicht gewährleistet werden könne.

Das rheinische Derby sollte eigentlich um 15.30 Uhr im Borussia-Park angepfiffen werden und wäre um kurz vor 17.30 Uhr beendet gewesen. Zwar wurde während dieses Zeitraumes noch kein Unwetter erwartet, das Sturmtief sollte jedoch unmittelbar danach durch die Region ziehen.

Daher entschloss sich die gastgebende Borussia nach eigenen Angaben in enger Abstimmung mit der Stadt Mönchengladbach, der Feuerwehr, der Polizei und der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu der Absage.

Am frühen Sonntagnachmittag wurde auch die erste Spielabsage in der englischen Premier League gemeldet. Die Begegnung von Sonntag zwischen Manchester City und West Ham United wurde verschoben.

Versicherer rieten dazu, Türen und Fenster zu schließen und alle Gegenstände, die durch den starken Wind weggefegt werden können, wie z.B. Mülleimer und Gartenmöbel, an einem sicheren Ort unterzubringen. Ein Fahrzeug sollte man nicht unter einem Baum stehen lassen und am besten an einem geschützten Ort parken. Wenn man schon fahren muss, sollte man Vorsicht walten lassen. (Siehe auch Empfehlungen der Feuerwehr Hamburg weiter unten).

In Brüssel-Zaventem fielen zahlreiche Flüge aus

Den letzten großen Sturm gab es in Belgien 1990. Damals hatte es 700.000 Einsätze im ganzen Land gegeben. VRT-Wetterexperte Frank Deboosere sagt: „Es ist schon lange her, dass wir einen so schlimmen Sturm hatten. Das wird alles explodieren, also erwarten wir ernsthafte Schäden. Hoffen wir, dass es nur materielle Schäden sein werden.“

09.02.2020, Großbritannien, Hawes: Die Straße wird überschwemmt. Foto: Thomas Beresford/@bezberesford/PA Media/dpa

Sturmtief „Ciara“ brachte auch den Flugbetrieb in Brüssel durcheinander. Am Flughafen Zaventem fielen am Sonntag rund 60 Flüge aus.

Die Brüsseler Feuerwehr wurde zwischen Mitternacht und 06.00 Uhr Montagmorgen 734 Mal gerufen, mehr als doppelt so oft wie an einem normalen Tag.

In Nordrhein-Westfalen lassen mehrere Städte am Montag alle ihre Schulen geschlossen. In Aachen hat Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) entschieden, dass an den städtischen und privaten Schulen in der Stadt Aachen am Montag, 10. Februar, kein Schulbetrieb stattfindet.

Er reagiert damit auf die vom Deutschen Wetterdienst veröffentlichte Sturmwarnung und eine Verlautbarung des Staatssekretärs Mathias Richter des NRW-Ministeriums für Schule und Weiterbildung, dass eine Schließung der Schulen wegen der Sturmwarnung geboten sei.

Die Schüler, die am Montag dennoch in die Schulen kommen, werden solange angemessen betreut, bis sie „wieder gefahrlos den Heimweg antreten und zu Hause wieder betreut werden können“.

09.02.2020, Großbritannien, Newhaven: Wellen schlagen gegen eine Mauer. Großbritannien und Irland ist es am Wochenende zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Schäden durch heftigen Wind und Regen gekommen. Foto: Andrew Matthews/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Aachen wurde auch die Müllabfuhr wegen der Gefahr der umherfliegenden Tonnen und Säcke für Montag abgesagt.

Die Leitung der RWTH Aachen hat unterdessen entschieden, dass am heutigen Montag, 10. Februar 2020, keine Prüfungen stattfinden. Die Hochschulleitung reagiert damit auf die vom Deutschen Wetterdienst veröffentlichte Sturmwarnung und in Rücksprache mit dem „Stab für außergewöhnliche Ereignisse“ der Städteregion Aachen.

Studierende, die aufgrund der Folgen des Sturms „Sabine“ Schwierigkeiten haben, die Hochschule zu erreichen, sollen durch die Sturmfolgen nicht benachteiligt werden. Klausuren und andere Prüfungen, die am Montag hätten geschrieben oder abgehalten werden sollen, werden nachgeholt. Der reguläre Lehrbetrieb wird angeboten. Die Mitarbeiter der Hochschule wurden angeschrieben und gebeten, individuelle Absprachen mit ihren Vorgesetzten zu treffen, sollten sie von den Sturmfolgen beeinträchtigt sein. (cre/dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

Nachfolgend Tweets zu „Ciara“ bzw. „Sabine“:

W

72 Antworten auf “Sturmtief „Ciara“: Unter der Nummer 1722 für nicht-lebensrettende Einsätze gab es über 50.000 Anrufe”

  1. Jockel F.

    Warten wir doch erstmal bis morgen. Schon letztes Wochenende waren Sturm und Starkregen gemeldet. Und was gab’s? Ein laues Lüftchen und etwas Niesel. Weltuntergangsszenarien der Klimakirche ist man ja inzwischen gewohnt.

    • Panikmache ?

      Genau, warum sollen wir den ewigen Panikmachern glauben?
      War ja schon mit dem angeblichen Virus so!
      Aber unsere schlauen Kommentatoren hatten das sofort durchschaut: Alles gelogen oder zumindest halb so schlimm. War ja schon ‚mal da! Oder ???

  2. Ostbelgien Direkt

    AKTUALISIERT – Am Samstag reagierten bereits die belgischen Fußballinstanzen: Nach Rücksprache mit dem Kgl. Meteorologischen Institut wurden sämtliche Spiele von Sonntag in der Jupiler Pro League (1A), der Proximus League (1B) und den Amateurligen (D1, D2 und D3) abgesagt. Zu den Spielen der höchsten Klasse, die ausfallen, zählt auch das Spitzenspiel zwischen Standard Lüttich und dem FC Brügge sowie die Begegnungen Antwerp-Genk und Waasland-Beveren-Kortrijk. Auch in den Lütticher Provinzklassen ruht am Sonntag der Ball. Die Partien von Samstag, darunter auch das Spiel der AS Eupen in Sint-Truiden, dürften wie geplant stattfinden.

  3. Ostbelgien Direkt

    AKTUALISIERT – In Aachen hat Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) entschieden, dass an den städtischen und privaten Schulen in der Stadt Aachen am Montag, 10. Februar, kein Schulbetrieb stattfindet.

    Er reagiert damit auf die vom Deutschen Wetterdienst veröffentlichte Sturmwarnung und eine Verlautbarung des Staatssekretärs Mathias Richter des NRW-Ministeriums für Schule und Weiterbildung, dass eine Schließung der Schulen wegen der Sturmwarnung geboten sei.

    Die Schüler, die am Montag dennoch in die Schulen kommen, werden solange angemessen betreut, bis sie „wieder gefahrlos den Heimweg antreten und zu Hause wieder betreut werden können“.

  4. Emonts-pool Horst

    Ich bin mal gespannt was Sonntag und Montag kommt. Die sind uns doch schon Jahre Horrorstuerme am voraussagen. Ich hoffe wir bekommen nicht solche Stürme wie in den 80ern oder 90ern. Damals wurde uns ja prophezeit es kämen immer mehr Stürme wir haben aber schon ueber 20 jahre keine mehr gehabt. Hoffentlich bleiben sie da. 1989 hatten wir sturm das sogar Fassaden eingedrückt wurden. Und das Wochen lang.

    • Pensionierter Bauer

      Im Winter 1989/1990 wurden wir in wenigen Wochen von sechs Orkanen heimgesucht. Ich bin mir ziemlich sicher, damals war jeder der sechs Orkane stärker als der Sturm der vergangenen Nacht. Die Absage der Rosenmontagszüge 1990 war damals unumgänglich, denn diesen Rosenmontagssturm, der gegen 14:00 Uhr den Höhepunkt erreichte, hätten wohl nur die allerwenigsten Karnevalswagen standgehalten.
      Danach war ich als aktiver Bauer zu Beginn der Frühjahres viele viele Tage mit dem zersägen von umgestürzten Bäumen beschäftigt und es gab Brennholz im Überfluss.

  5. Ostbelgien Direkt

    AKTUALISIERT – Auch Gladbach gegen den 1. FC Köln fällt aus

    Das Fußball-Bundesligaspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln am Sonntagnachmittag ist ebenfalls wegen des Sturmtiefs „Sabine“ abgesagt worden. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass eine sichere Abreise der Fans nicht gewährleistet werden könne.

    Das rheinische Derby sollte eigentlich um 15.30 Uhr im Borussia-Park angepfiffen werden und wäre um kurz vor 17.30 Uhr beendet gewesen. Zwar wird während dieses Zeitraumes noch kein Unwetter erwartet, das Sturmtief soll jedoch unmittelbar danach durch die Region ziehen.

    Daher entschloss sich die gastgebende Borussia nach eigenen Angaben in enger Abstimmung mit der Stadt Mönchengladbach, der Feuerwehr, der Polizei und der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu der Absage. (dpa)

    • War doch an anderer Stelle zu lesen. Aufgrund der erfolgreichen Grenzkontrollen diese Woche wurden dem Wind klar, dass die Grenzen zu respektieren sind. 😉
      Oder aber es ist der Tatsache geschuldet, dass wir nicht nur die besseren Belgier sondern auch die besseren Deutschen sind.

  6. Karli Dall

    Der Klimawandel wurde an der Grenze gestoppt, da in letzter Zeit Flagge gezeigt wurde.
    Heute gehen die Klimaaktivisten auf die Straße, andere klettern an Kühltürmen hoch und hängen Transparente auf.

  7. Peer van Daalen

    Also sie schien sehr bemüht zu sein, – die „Ciara“, war aber letztendlich zu flachbrüstig, um überzeugend zu beeindrucken.

    Ein bisschen verwehter Müll hier, ein wenig Totholz da und etwas Kleinkram, der durch die Gegend flog.

    Die Linie 14 mußte zwischen Eynatten und Kettenis manchmal arg gegenlenken und selbst in Pausenposition auf dem Bushof Eupen hat es was gewackelt. Das war´s …

    Da hatte Kyrill 2007 mehr auf dem Kasten. War ja auch ein ganzer Kerl … :-)

  8. Anonymous

    Ich frage mich, wie viele ostbelgische Kinder heute sterben werden, weil die Schulen nicht geschlossen wurden.
    Nein, Spaß beiseite: Eltern, die Lehrer für unfähig halten, Gefahren einzuschätzen und die Kinder entsprechend zu schützen, sind meistens auch die Eltern, die bei Sturm unter Bäumen oder neben Gerüsten parken, wenn sie ihre Brut zur Schule bringen.

  9. Ostbelgien Direkt

    AKTUALISIERT – Die Rufnummer 1722 für nicht-lebensrettende Einsätze der Feuerwehr wurde seit diesem Wochenende 50.185 Mal gewählt. Pieter De Crem (CD&V), Minister des Innern und der Sicherheit, betonte: „Die Rufnummer 1722 hat einmal mehr ihre Nützlichkeit bewiesen. Da die 112-Leitungen frei blieben, konnte in der Provinz Ostflandern sehr schnell auf einen Schlaganfall und in der Provinz Westflandern auf einen Bewusstseinsverlust und zwei Brände reagiert werden“.

    Die Nummer 1722 bleibt bis mehrere Stunden nach dem Ende des schlechten Wetters aktiv, um Anrufe im Zusammenhang mit dem Sturm „Ciara“ entgegenzunehmen.

    Zwischen der Aktivierung der Nummer am 08/02 um 19.00 Uhr und dem 10/02 um 10.30 Uhr haben die Notrufzentralen bereits 50.185 Anrufe an 1722 registriert. Die meisten Anrufe kamen aus den Provinzen Ostflandern (12.393 Anrufe), Flämisch-Brabant (7.447 Anrufe) und Hennegau (6.486 Anrufe).

    Diese Aufrufe betrafen vor allem umgestürzte Bäume und Dachschäden, aber auch Gegenstände auf den Straßen und Überschwemmungen.

  10. Horst Emonts-pool

    Wie man sieht, sagen auch die Feuerwehr Leute: den letzten großen Sturm hatten wir 1990. Das was wir jetzt haben ist harmlos dagegen. Aber im deutschen Fernsehen wird es wieder aufgebauscht. Für die Jugend ist es wieder der Klimawandel. Die wissen ja nicht wie das Wetter vor 30 oder 50 Jahren war. Wie Ich noch Kind war, war es jeden Winter so. Wir Kinder hatten da immer grosse Angst. Unser Vater beruhigte uns immer mit den Worten; das ist Natur. Es muss so sein. So werden Kranke und schwache Bäume ausgemustert. Wenn heutzutage mal ein Stündchen weht, ist es immer gleich Weltuntergang.(Klimawandel)

        • Die Stürme sind auf der Seite, die ich verlinkt habe, aufgelistet. Was hat das mit Besserwisserei zu tun? Es steht doch heutzutage alles im Internet, was man wissen will. Aber man kann natürlich auch die Feuerwehr fragen.

          • Horst Emonts-pool

            Sie glauben und sind überzeugt dass alles was im Internet steht auch stimmt. Wir ältere Menschen haben es erlebt, und das können wir glauben. Anfang der 80er wurde Panik geschürt, in 30 Jahren gibt es keinen Wald mehr. Und sehen sie Bäume oder nicht? Ich kann doch nicht meine Erlebnisse verleugnen weil Internet was selbsrerfundenes steht. Übrigens wie alt sind sie? Sie scheinen ja alles zu glauben was in den Medien veröffentlicht wird. Vor 7 Jahren kam die Meldung im Fernsehen, auf Mindanao wäre ein schrecklicher Taifun. Meine Frau war zu der Zeit da. Ich hatte Angst sie wäre uns Leben gekommen. Als ich sie damals anrief sagte sie mir, hier scheint die Sonne. Stimmt immer was die Medien zeigen. Oder?

            • Horst Emonts-pool

              Die Wälder waren genauso wie heute . Es sind nur weniger Fichten da. Die werden endlich abgeholzt. Diese Bäume gehören eigentlich nicht in unserem wald. Die sind nur gepflanzt worden, weil sie schnell wachsen. Aber fuer den Boden sind sie schlecht. Gehen Sie einfach mal im Wald spazieren. Ich wohne 200 Meter vom wald entfernt. Ich gehe oft dort spazieren. Ich mag die Natur.

              • Herr Horst, bitte mal langsam und auch überlegen.
                1. Mein Kommentar richtete sich an Logisch
                2. Ich meinte die Wälder damals -> unmittelbar nach „Wiebke“!! zum Vergleich jetzt nach „Sabine“
                3. Schön, Sie gehen spazieren, ich arbeite sogar regelmäßig in selbigem..

    • @Horst
      Entgegen Ihrem Wunschdenken war die Jugend zum Thema Orkan eher still und über 7 Zeitungen, die ich verfolge, war nicht ein jugendlicher Beitrag im Sinne Orkan-Klimawandel.
      Nur einige nicht mehr so sehr jugendliche auf OD konnten aber nicht umhin, das zu thematisieren.

      Als (nicht wie) ich noch Kind war – und das war ich vor 50 Jahren – gab’s in meinem achten Lebensjahr mal einen etwas heftigeren Sturm; der kleine Achtjährige hatte den Eindruck weggeweht zu werden. Das kann bei Ihnen nicht der Fall gewesen sein, da Sie ja bekanntermaßen alles souverän wegstecken.
      Zu den „harten“ Wintern der Sechziger gibt es auch einige Artikel zu lesen.

      Dass nun – dank dem modernen Teufelszeug – Internet umfänglich vorgewarnt wurde, ist vielleicht der Grund, dass die Schäden (vor allem Personenschäden) eher klein blieben (das eine oder andere Leben hat es trotzdem gekostet (siehe Sturm 2).

      Ein Stündchen geweht? Beruht Ihr Selbstbewusstsein darauf, dass Sie ab Sonntagabend im volltrunken Rauschkoma waren? Und mit einem kleinen Aufguss (slight return) in der folgenden Nacht auch nichts wahrgenommen haben?

  11. Horst Emonts-pool

    Komisch.hier oben in den Ardennen war es ganicht schlimm. Keine Dachpfannen oder sonstige Sachen sind bei mir oder unseren Nachbarn weggeflogen. Ich glaube ihr wünscht euch es wäre so schlimm. Mein Haus steht auf 500 Meter Höhe. Keine Probleme gehabt. Aber wenn ihr gerne welche hättet. Bittesehr.

  12. Meteorologe

    1990 war der letzte Sturm, behaupten hier welche?
    So. Wie war das mit dem „Pfingststurm“ 2014? Nein, da fegte nicht der Heilige Geist über das Land, sondern ein Orkan, dass einem Hören uns Sehen verging.
    Wir wurden damals unterwegs davon überrascht Wahre Regenmassen stürzten von Himmel, Bäume und Äste brachen und versperrten die Straßen, Stromleitungen lagen herum. An eine Weiterfahrt war nicht zu denken, bis es sich beruhigt hatte und die grössten Hindeernisse beseitigt waren. Auf Hotleu lag eine dicke Baumkrone über der Straße, der Strunk steht heute noch. Aber bei manchen scheint das Langzeitgedächtnis Lücken zu haben.

    @Emonts-pool: „Vor 7 Jahren kam die Meldung im Fernsehen, auf Mindanao wäre ein schrecklicher Taifun. Meine Frau war zu der Zeit da. Ich hatte Angst sie wäre uns Leben gekommen. Als ich sie damals anrief sagte sie mir, hier scheint die Sonne. Stimmt immer was die Medien zeigen. Oder?“
    Mindanao? Dort schien die Sonne? Mindanao ist eine Inselgruppe mit 97.000 km². Auf der Karte kann man die Ausdehnung sehen und die Zugbahn des Taifuns, außerdem jede Menge Artikel und Fotos, zB.:
    https://www.welt.de/vermischtes/gallery121664431/Philippinen-wegen-Taifun-im-
    Ausnahmezustand.html
    Alles getürkte Meldungen und Fotos oder was?
    Aber es kann durchaus möglich sein, dass Ihre Frau sich auf einem Inselchen der Seligen befand, dass vom Sturm verschont blieb. Das haben Wirbelstürme nun mal so an sich.

  13. Förster

    Ich basiere meine Aussage auf die Tatsache daß es 1990 über 200.000 Fm Windfall gegeben hat eine Zahl die hier nie wieder erreicht wurde. Die Zahl gilt für die DG.
    Auf europäischer Ebene war Lothar stärker.

  14. Also der Sturm war da und es war nicht ein laues Lüftchen. Und NIEMAND hat behauptet, dass es der stärkste Sturm seit Jahrhunderten war. Nein, man hat nur vor ihm gewarnt. Aber hey, alle Idioten, die meinen, das sei nix, können ja gerne losziehen und draußen spielen gehen. Mal sehen, wie schnell sich sie Meinung ändern wird…

  15. Friedrich Meier

    Ich würde mir wünschen, dass es nach dem ersten Mai auch nochmal etwas bläst.
    Dann…Windsurfmaterial eingepackt und ab nach Holland. Dann ist das Wasser schon etwas wärmer als im Februar.

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