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Deutscher Steinkohleabbau nach 200 Jahren beendet

21.12.2018, Nordrhein-Westfalen, Bottrop: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält das letzte Stück Steinkohle, das in Deutschland gefördert wurde, in den Händen, das ihm Jürgen Jakubeit, Reviersteiger, übergeben hat. Foto: Federico Gambarini/dpa

In Deutschland wird keine Steinkohle mehr gefördert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt am Freitag auf der Schachtanlage Prosper-Haniel in Bottrop (Nordrhein-Westfalen) das letzte abgebaute Stück Steinkohle.

Acht Bergleute hatten es aus der letzten in Deutschland noch fördernden Steinkohlenzeche nach oben gebracht. Damit endete nach rund 200 Jahren die Ära der industriellen Steinkohleförderung in Deutschland.

Jetzt wird in Deutschland nur noch Braunkohle abgebaut. Deutschland verfügt dort noch über große Reserven. Aus Klimaschutzgründen soll die Kohleverstromung mittelfristig ganz beendet werden. Im vorigen Jahr stammten noch 22,5 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus Braunkohle und 14,1 Prozent aus – größtenteils importierter – Steinkohle. (dpa)

9 Antworten auf “Deutscher Steinkohleabbau nach 200 Jahren beendet”

    • DenAhlen

      Hab ich auch gesehen! Und da wird da NUR von den Ewigkeitskosten der Steinkohle Industrie in Deutschland gesprochen! Und dann wollen uns Typen, wie der Automechaniker aus Kuechelscheid, der Möchtegern aus dem Ourtal oder der Drahtzieher aus Eupen, uns etwas darüber erzählen was möglich ist… Wenn man sieht was möglich sein MUSS, nur um die Folgen der Förderung fossiler Energie einzudämmen, dann macht das relativiert das die Anstrengungen die für den Wandel notwendig sind!

    • Pensionierter Bauer

      Dass die Gewinne privatisiert und die Kosten sozialisiert werden; dass ist eine typisch linksgrüne Ansicht. Hierbei wird aber verschwiegen, dass insbesondere die Kohle aber auch die Kernkraft einen ganz entscheidenden Beitrag zu dem Wohlstand in dem wir heute leben geleistet haben. Die Energien der Grünen und der Ihnen hinterherlaufenden Opportunisten, wird unseren Wohlstand noch stark absenken. ZZt. leben wir in einem Zeitalter der ganz großen Fehlentscheidungen, Fehlentscheidungen die uns noch richtig viel kosten werden. Insbesondere werden die kleinen Leute hierunter zu leiden haben, während die neuen Ökoeliten sich die Taschen vollstopfen.

      • @Pensionierter Bauer,
        dass die Kohle und auch die Kernkraft zum Wohlstand beigetragen haben, will doch keiner
        bestreiten, aber was gestern gut war muss doch nicht bei den Erkenntnissen von heute
        fortgesetzt werden. Wie toll und gut ist Kohle ? haben Sie schon mal gesehen, wie Grubenarbeiter mit Staublunge nach Luft suchen und so qualvoll sterben, ich glaube nicht, sonst würden Sie nicht mehr nach Kohle fragen. Das gleiche gilt auch für Arbeiter, welche bei den
        Atomunfällen geholfen haben. Lassen wir uns die neuen Möglichkeiten angehen und den Planeten Erde bewahren.

  1. Idée fixe

    Verlogener kann eine polnische Präsentation kaum sein!

    Auf der Halbinsel La Guajira im Nordosten Kolumbiens werden jährlich um die 30 Millionen Tonnen Steinkohle abgebaut. Dort liegt der riesige Tagebau El Cerrejón. Ein Großteil der Kohle geht nach Nordamerika und Europa – auch nach Deutschland.

    Denn auch wenn die letzte Zeche schließt – verbrannt wird die Steinkohle immer noch. Im Jahr 2016 machte Steinkohle laut dem Umweltbundesamt rund zwölf Prozent des Primärenergieverbrauchs aus. Schon vor zwei Jahren kamen 94 Prozent dieser Kohle aus dem Ausland

  2. abendland

    heute wird soviel kohle gebraucht, da lohnt sich oft nur die tageförderung.
    unter tage ist nicht seit heute ein modell aus opas zeiten.
    deshalb:
    tagebau fördern und lasst endlich im neuen jahr die motorsägen im hambacher forst rattern,

    • @ abendbrot

      Sie schreiben Unsinn. Unter Tage wird Steinkohle gefördert. Deren Abbau lohnt sich In Europa nicht mehr.
      China und Neuseeland haben da viel Mehr Ertrag bei geringeren Kosten. Wenn Sie ein Produkt auf dem Weltmarkt nicht mehr absetzen können stellen Sie am besten die Produktion ein.
      Im Hambacher Forst wird Braunkohle gefördert. Für die gibt es aber keinen Markt mehr weshalb RWE die auch ein den eigenen Kraftwerken „verheizt“.

      Da Sie aber den Unterschied zwischen Steinkohle und Braunkohle nicht kennen labern Sie ruhig weiter.

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