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Stadt Aachen verzichtet auf Beleuchtung von Brunnen und historischen Gebäuden

18.01.2019, Nordrhein-Westfalen, Aachen: Das Rathaus und der Marktplatz in Aachen. Foto: Oliver Berg/dpa

Energie ist Mangelware. In Deutschland schalten Städte deshalb die nächtliche Beleuchtung historischer Gebäude oder Denkmäler aus. Dies gilt zum Beispiel für Aachen. Auch wenn es keine großen Summen spart: Es geht um ein Zeichen.

„Wo es geht, werden zum Beispiel Straßenbeleuchtungen reduziert, Klimaanlagen heruntergedreht, der Warmwasserverbrauch in öffentlichen Gebäuden gedrosselt“, sagte Helmut Dedy, Geschäftsführer des Städtetages NRW. Aktuell würden auch die Heizanlagen in öffentlichen Gebäuden technisch geprüft. Das sei wichtig, damit während der Heizperiode keine Energie verschwendet werde, sagte Dedy. Alle seien gefragt, jetzt schnell mehr Energie zu sparen.

Zu den Maßnahmen gehört auch, Sehenswürdigkeiten nachts nicht mehr oder nur verkürzt zu beleuchten. Die meisten Beleuchtungsanlagen verbrauchen nur wenig Energie.

Der Aachener Dom wird seit mehr als 20 Jahren nur von Beginn der Dämmerung bis 23 Uhr angestrahlt. Foto: Marius Becker/dpa

„Aber es ist auch ein weithin sichtbares Symbol dafür, dass wir alle etwas beitragen müssen“, meinte der Geschäftsführer des NRW-Städtetags. Auch bei Wasserspielen oder Brunnen biete es sich an, diese in der Nacht abzustellen.

Die Stadt Aachen hat angekündigt, als Sparmaßnahme bei allen Brunnen nachts Licht und Pumpen abzuschalten. Auch würden historische Gebäude wie das Rathaus, das Theater und einzelne Denkmäler nur noch wenige Stunden beleuchtet. Die Objekte würden zwar bereits mit energiesparenden LED-Leuchten angestrahlt. „Ein Zeichen setzen wird es trotzdem, denn diese Orte erfreuen sich in der Stadt hoher Aufmerksamkeit“, erklärte die Stadt.

Das berühmteste Gebäude von Aachen, der rund 1.200 Jahre alte Dom, wird ohnehin seit mehr als 20 Jahren nur von Beginn der Dämmerung bis 23 Uhr angestrahlt. Auch in den Wintermonaten bleibe der Dom in der Frühe dunkel, erklärte das Domkapitel in Aachen.

Der NRW-Städtetag betonte, Maßnahmen wie das Abschalten der Beleuchtung von Brunnen oder Bauwerken allein reichten nicht. „In der aktuellen Lage, in der wir mit Energieengpässen im Winter rechnen müssen, ist es wichtig, jetzt alle Hebel in Bewegung zu setzen“, sagte Dedy. Die Städte täten das, indem sie mit den Stadtwerken Energiesparmaßnahmen ausmachen und umsetzen. (dpa)

Weitere Infos zu den Energie-Sparmaßnahmen der Stadt Aachen:

12 Antworten auf “Stadt Aachen verzichtet auf Beleuchtung von Brunnen und historischen Gebäuden”

  1. Der kleine Belgier

    und wieder wird uns Menschen Angst eingejagt.
    nur Lügen, Lügen und Lügen,
    und die Presse spielt voll mit.
    Energie Strom,
    dabei werden Windräder abgestellt, weil es zu viel Strom gibt.
    Zu viel Strom bedeutet auch, dass dieser gerne nach Frankreich exportiert wird, die Franzosen
    verlangen dann von Deutschland Stromgeld, damit diese den Strom ins franz. Netzt einspeisen
    dürfen. Also wir bezahlen für die Stromlieferungen und hier werden Beleuchtungen abgestellt,
    damit wir noch mehr für die angebliche Einsparung bezahlen.

    Über eine kritischere neutralere Presse würde ich mich sehr freuen, damit auch
    die Entscheidungsträger für solchen Schwachsinn wachgerüttelt werden.

  2. ////
    Auch wenn es keine großen Summen spart: Es geht um ein Zeichen.
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    Das ist bezeichnend für den gesamten Umgang der grün / linken mit dem Thema Energieversorgung. Es geht sich um Zeichen setzen, sprich die richtige Haltung zeigen. Technisch sind diese Leute mit dem Thema heillos überfordert, Massnahmen nach objektiven Kriterien beurteilen, geht nicht, aber „Zeichen setzen“ darin sind die MINT-Versager unübertroffen. Wir brauchen eine versorgungssichere Energieinfrastruktur und keine abgeschaltete Beleuchtung als Ausdruck der richtigen Haltung…

    • Beim Thema Zeichensetzen geht es darum, Energie nicht zu vergeuden. Denn darin ist unsere Wohlstandsgesellschaft Weltmeister. Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Durch solch eine Lebensweise ist noch nie einer gestorben.

      • Dann gehen Sie schon einmal mit gutem Beispiel voran:
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        Eine Google-Suchanfrage verursacht einen Strombedarf von rund 0,3 Wattstunden. Ein Wert, der sich bei 1 Mio. Suchanfragen weltweit pro Sekunde auf bis zu 300.000 Wattstunden (300 kWh) summieren kann. Nur zum Vergleich: Ein Single-Haushalt verbraucht durchschnittlich 1.500 Kilowatt-Stunden pro Jahr.
        ////
        Dann war das jetzt konsequenterweise wohl Ihr letzter Beitrag in diesem Forum, Sie „Energiesparer“….

  3. Peter Müller

    Dann fangen wir mal an, alle Flutlichtspiele zu verbieten. da hängen ja nicht nur die Paar Lämpchen dran, die verbrauchen. Wenn ich so ein Dorf wie Plombieres sehe, die haben drei Vereine mit Flutlicht,und die brennen bei einigen viert Tage die Woche wenn die Winterzeit da ist.

  4. The GreatA Reset

    Energie ist KEINE Mangelware, es gibt mehr als genug davon. Es sind die Idealisten in der POlitik, die sie zur Mangelware machen. ES IST GEWOLLT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Es geht NUR um den GreatA Reset!

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