Politik

Sondergenehmigung erzielt: Eupen und St. Vith auch in Zukunft als Allgemeinkrankenhäuser anerkannt

Die Eingänge zum St. Nikolaus-Hospital in Eupen (Bild links) und zur Klinik St. Josef in St. Vith (Bild rechts). Fotos: OD

ONach Angaben von Gesundheitsministerin Lydia Klinkenberg konnte die DG in den interföderalen Verhandlungen zur Krankenhausreform einen wichtigen Erfolg verbuchen. Für die Krankenhäuser von Eupen und St. Vith soll es eine Sondergenehmigung geben.

Die Interministerielle Konferenz Volksgesundheit hat im Konsensverfahren einen Grundsatzvorschlag zur Reform der Krankenhauslandschaft für die nächsten zehn Jahre erzielt. „Mein Kabinett konnte erreichen, dass die beiden Krankenhäuser in der Deutschsprachigen Gemeinschaft aufgrund ihrer sprachlichen und geografischen Situation eine Sondergenehmigung erhalten, die ihnen auch künftig erlaubt, als Allgemeinkrankenhäuser anerkannt zu bleiben, obwohl sie nicht über die Mindestanzahl Betten verfügen, die ein regionales Allgemeinkrankenhaus künftig aufweisen muss.“

Gesundheitsministerin Lydia Klinkenberg (ProDG). Foto: Patrick von Staufenberg

Damit wird laut Klinkenberg eine zentrale Forderung der DG berücksichtigt: die besondere sprachliche und geografische Situation der Region sowie der unverzichtbare Anspruch auf eine wohnortnahe medizinische Versorgung, inklusive der Notfallversorgung, in deutscher Sprache.“

Die ursprünglich auf Basis eines Expertenberichts vorgesehene Reform hatte eine strikte Kategorisierung der Krankenhäuser vorgesehen, verbunden mit einer klar definierten Mindestanzahl Betten für Allgemeinkrankenhäuser. Der Expertenvorschlag sah zudem ausdrücklich vor, dass keine Ausnahmeregelungen erteilt werden, auch nicht für Ostbelgien. Diese Kriterien hätten zur Folge gehabt, dass kleinere Krankenhäuser wie jene in der DG ihren Status als Allgemeinkrankenhaus nicht hätten behalten und auch keine vollumfängliche Notaufnahme hätten organisieren können, die künftig den regionalen Allgemeinkrankenhäusern vorbehalten bleibt.

Die Gesundheitsminister haben vereinbart, dass einige Elemente der Reform der Krankenhauslandschaft noch einer Präzisierung bedürfen. So soll in den kommenden Monaten unter anderem definiert werden, welche Gesundheitsdienstleistungen genau ein regionales Allgemeinkrankenhaus künftig erbringen muss und unter welchen Bedingungen regionale Allgemeinkrankenhäuser in diesem Zusammenhang strukturell zusammenarbeiten dürfen. „Es wird daher weiterer Ausnahmen oder Kooperationsmöglichkeiten bedürfen, die in den folgenden Monaten verhandelt werden müssen“, so Ministerin Klinkenberg.

Dieses Foto wurde in der Klinik St. Vith anlässlich eines Tages der offenen Tür gemacht. Foto: OD

Die erzielte Einigung sieht eine klar definierte Ausnahmeregelung für Krankenhäuser vor, die nicht über die erforderliche Anzahl Betten eines künftigen regionalen Allgemeinkrankenhauses verfügen. Eine solche Ausnahme kann gewährt werden, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

– Das Krankenhaus befindet sich mehr als 50 Kilometer vom nächstgelegenen Krankenhaus innerhalb derselben Gemeinschaft entfernt, oder

– Das Krankenhaus befindet sich mehr als 25 Kilometer vom nächstgelegenen Allgemeinkrankenhaus entfernt.

Klinkenberg: „Diese geografischen Schwellenwerte bilden die Grundlage für die Anerkennung einer strukturellen Besonderheit, die insbesondere in weniger dicht besiedelten Regionen wie der Deutschsprachigen Gemeinschaft von entscheidender Bedeutung ist. Sie ermöglichen es, die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen und gleichzeitig die qualitativen Anforderungen der Reform mit der Realität der regionalen Versorgungsstruktur in Einklang zu bringen. Um der spezifischen sprachlichen Situation in Ostbelgien Rechnung zu tragen, wurde die 50 Kilometer Regelung vorgesehen, die nur auf die Krankenhäuser in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Anwendung findet.“

Darüber hinaus schafft diese Regelung laut Klinkenberg wichtige Voraussetzungen dafür, dass die
Krankenhäuser der DG das gemeinsam mit den anderen Krankenhäusern der Region entwickelte Projekt im Rahmen der Krankenhausnetzwerke Elipse und MOVE auch tatsächlich in der ursprünglich geplanten Form umsetzen können. Die Einigung schaffe damit die notwendigen Rahmenbedingungen, um die interregionale Zusammenarbeit in diesen Netzwerken fortzuführen und die abgestimmte Versorgungsstrategie wie vorgesehen zu realisieren. (cre)

36 Antworten auf “Sondergenehmigung erzielt: Eupen und St. Vith auch in Zukunft als Allgemeinkrankenhäuser anerkannt”

  1. Besorgte Mutter

    Dies ist ja mal eine sehr gute Nachricht!
    Denn ich habe in letzter Zeit sehr viel über die Sorgen der Menschen und des Personals hierüber gehört.
    Dann hoffe ich, dass dann auch bald die Entbindungsstation nach Eupen zurückkehrt.

    • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

      Besorgte Mutter/ Ihrem Kommentar kann man sich nur anschließen und der letzte Abschnitt ist auch wichtig. Nicht dass mir noch hier im Quick oder wie letztens in Österreich bei McDonald’s, jemand sein Kind auf die Welt bringen muss.
      Zwar keine Katastrophe, wenn Mutter und Kind im Anschluss wohlauf sind, aber ich denke da an die Privatsphäre des Neugeborenen ;-)
      Ja gut, auch an die Privatsphäre der Mutter.

    • meinemeinungdazu

      @Fabienne
      Glauben sie, ihr ständiges Gesülze zu egal welchem Thema ist besser?
      Im Interesse der Bevölkerung ist es gut und wichtig, dass die DG/die Ministerin/Kabinett/Berater eine solche Lösung positive Lösung erzielt haben.
      Ihr Partei-Brillen-Blick ist da von wenig Interesse, wenn nicht sogar bedeutungslos.

    • Besorgte Mutter, es gibt auch eine Regel in Belgien, nach der Krankenhäuser das Recht, Entbindungen zu erbringen, verlieren, wenn sie nicht 300 pro Jahr machen. Das ärgert manche zukünftige Mutter in der Wallonie. Fallen Eupen und Sankt Vith unter die Regel? Wenn nicht, ist das eine Entscheidung der Frauenärztinnen.

      • Der Alte

        Ich meine gehört zu heben, dass junge Frauenärzte nicht in genügend Anzahl bereit sind auf einer Entbindungsstation zu arbeiten. Die Nacht von Samstag auf Sonntag ist den Damen und Herren heiligen, ebenso der Sonntag, wg. Work-Life Balance. Da verschreiben die lieber die Pille von Montag bis Freitag 9-16, mit frei qm Mittwochnachmittag. Und ohne ein Team, dass groß genug ist, kann kein 24/7 Dienst aufrecht erhalten werden.

        • Der Alte, was Sie gehört haben, habe ich auch hier nehrmals gehört, allerdings einmal mit dem Zusatz „es gibt auch andere Gründe“. Einmal habe ich dann auf der RTBf eine Sendung (war es Investigation), die die Schließung von Entbindungsstationen thematisierte, gesehen. Natürlich müssen dann die Frauenärzte an anderen Krankenhäusern arbeiten gehen und die gebärenden Frauen zu den anderen Krankenhäusern gefahren werden.

  2. Krisenmanagement

    Was taugen solche Begriffe, wie Sondergenehmigung? Solche Genehmigungen stehen auf absolut wackeligen Füssen. Wie schnell erhält man einen Termin? Was taugen die Notaufnahmen? Ein Krankenhaus sollte auch nicht alles können. Die Deutsche Sprache hat in den Ostbelgischen Krankenhäusern Seltenheitswert. Entscheidend ist doch bekommt man geholfen oder nicht?

    • meinemeinungdazu

      @Krisenmanagement
      „… Entscheidend ist doch, bekommt man geholfen ….“
      Riiiiiiichtig!
      Und deshalb ist es wichtig,dass die Krankenhäuser Eupen und St. Vith erhalten bleiben.
      Ist das so schwer zu verstehen oder wollen sie im Grunde nur nörgeln?

      • Krisenmangement

        @meinemeinungdazu Wird einem immer geholfen? Notaufnahme Lotteriespiel. Wenn ich etwas bestimmtes habe muss ich nicht auch noch durch die Notaufnahme geschleust werden. Ausserdem ist mittlerweile bekannt, dass an kleinen Krankenhäusern ziemlich viele Untersuchungen verordnet werden, die nicht immer notwendig sind. Die Ministerin verkauft das Ding schon als Erfolg. Das ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.

        • Vermute mal

          @Krisenmanagement
          „Das ist noch lange nicht in trockenen Tüchern.“
          Aha, sie sind mir ja ein richtiger Schlaumeier!
          Wissen sie das schon im voraus? Woher nehmen sie ihr Wissen? Sind sie Teil dieser Arbeitsgruppe?
          Vermute mal stark, sie behaupten hier einfach mal etwas, nur um etwas zu sagen.

        • Der Alte

          Also durch zahlreiche Untersuchungen wird Geld aus dem Innland in die DG geschleust. Dass kann nachdem die Flamen jahrzehntelang eine Politik des geen vlaams, geen centen gefahren sind doch wohl als sinnvolle Aktivität gewertet werden, oder…

          • Piersoul Rudi

            @Der Alte(24/06/2026 22:36)

            Viellicht liegt es ihrem alter aber nur mal so …nebenbei…
            Flandern „unterstützt“ die Wallonie und Bruxelles mit Milliarden Euro, und das schon seit Jahren.
            Für das Jahr 2025 waren das in etwa 8 Milliarden(In Worten „ACHT“) Euro.
            Für das Jahr 2026 werden diese Summen noch höher ausfallen weil jährliche
            Indexanpassungen durchgeführt werden.
            Die Provinz Hennegau bekommt schon seit Jahren „Unterstützung“ von die EU wegen de bestehende Armut.

  3. Propaganda

    Mein Kabinett konnte erreichen, dass die beiden Krankenhäuser in der Deutschsprachigen Gemeinschaft aufgrund ihrer sprachlichen und geografischen Situation eine Sondergenehmigung erhalten. Frau Klinkenberg war woll schon lange nicht mehr in einem Krankenhaus. Weder in Sankt-Vith und auch in Eupen wird kaum noch Deutsch gesprochen, fast nur noch französich. Die Pfleger die deutsch sprechen sind selten geworden. Sie braucht sich nicht zu brüsten das wäre ihrem Kabinett wäre zu verdanken.

    • Nun ja...

      Nun ja… sprachliche Situation betrifft nicht nur die Möglichkeit weiterhin die KH in der DG zu haben, sprachliche Situation bedeutet auch, erkannt zu haben, dass es für viele Menschen aus der DG problematisch ist, sich in einem Krankenhaus in der Wallonie verständlich machen zu können/verstanden zu werden…
      Die geografische Entfernung war ja, je nachdem wo man die Info nachliest, der ausschlaggebendere Punkt für Brüssel/Vandenbroucke.
      Nun ja…..Freuen wir uns doch einfach mal über eine positive wichtige erste Etappe, anstatt wie manch Schreiber wieder nur das Haar in der Suppe zu suchen…

  4. Wenn das wirklich war ist können wir allen Menschen dankbar sein die sich dafür eingesetzt haben, auch wenn das Gegenteil für Eupen eher zu verkraften gewesen wäre als für die Eifel.
    In den Notaufnahmen herrscht immer Stress, es ist leicht, mehr Freundlichkeit zu verlangen, aber war der Patient freunlich und geduldig oder glaubte er, er sei der Einzige in Not.
    Wir sind leider sehr oft in der Eupener Notaufnahme, man hat uns immer geholfen, direkt vor Ort oder indirekt durch Zuweisung in ein anderes, spezialisierteres Krankenhaus

    • Hans, ich war mal auf der Straße zusammengeklappt und in einer Brüsseler Notaufnahme gelandet. Ich war ziemlich weg, denn ich erinnerte mich nicht an die Blutabnahme. Woran ich mich erinnere, war ein Besoffener, der Zoff machte und mit dem Pfleger und Ärzte sich herumschlagen mussten, d.h. am Ende mit der Polizei drohen mussten. Er war kein Unbekannter da.

  5. Joseph Meyer

    Ja, eine gute Nachricht!
    Jetzt bleibt für die zuständigen Politiker noch die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Bezahlung des Pflegepersonals entsprechend der Schwere und Verantwortung erhöht wird, so wie es ja hoch und heilig während der Coronazeit versprochen wurde!
    Von großem Interesse dürfte auch eine schnellstmögliche Untersuchung darüber sein, ob die aktuelle Strategie der Konzentration von Bettenburgen in Ballungszentren mit gleichzeitiger Schließung der Krankenhäuser der Grundversorgung vor Ort, angeblich wegen besserer medizinischer Qualität und geringerer Gesundheitskosten, der Wirklichkeit entspricht! Meines Erachtens sprechen viele Argumente dagegen.

    Und zum Schluß eine Frage: Was ist für uns Belgier wichtiger: Eine sehr gute Gesundheitsversorgung für jeden Bürger, eine exzellente Bildung für jedes Kind und jeden Jugendlichen, Arbeit und gedeihliches Auskommem für jeden Beschäftigten und intakte sowie moderne Infrastrukturen (Krankenhäuser, Schulen, Straßen, usw) ODER, stattdessen, Kriegstüchtigkeit, immer mehr Düsenjäger, Panzer, Kanonen, Drohnen und Raketen, usw., sowie die Unterstützung von unverantwortlichen, irren Kriegen ausschließlich im Sinne und zum Profit der wenigen davon profitierenden Superreichen / Multibillionären-?!
    PS
    Auf Gendern wurde bewusst verzichtet, weil m.E. diskriminierend für das frauliche Geschlecht!

  6. Alfons van Compernolle

    Ich verstehe nicht warum es eine „Sondergenehmigung“ bedarf , zwei , wenn auch kleine, aber benoetigte Krankenhàuser bestehen zu lassen. Ich kann mir echt nicht vorstellen , dass dort nur und ausschliesslich deutschsprachige Belgier liegen und behandelt werden.
    Nicht ein jeder Kranke kann Franzoesisch oder Nederlands ( ich verstehe kein Wort Franz.-) , sehrviele aber in Eurem Umfeld Deutsch ! So gibt es z.B. Vertràge zwischen den Nederlanden und Deutschland um im Bedarfsfalle oder bei Notwendigkeit Patienten grenzùberschreitend zu behandeln.
    Warum nicht auch bei Euch in der DG ???

  7. Professor

    Eine Tatsache, die alles erklärt: Belgien ist pleite. Schön, dass eine Lösung für unsere Krankenhäuser gefunden wurde. Aber all die Aktionen gegen die Sparpläne der Regierung laufen ins Leere. Egal, wer protestiert, ob die Lehrer, die Magistratur oder wer auch immer: es ist kein Geld mehr da. Das einzig Sinnvolle, Belgien aus dem finanzielle Bankrott zu erretten, ist der Einheitsstaat. Belgien kann sich einen Föderalstaat nicht länger leisten (Bundesstaat, Regionen, Gemeinschaften und Provinzen). Da hilft alles Jammern nicht.

    • Joseph Meyer

      @Professor
      Herr Professor, Sie stellen die richtige Diagnose, diese tödliche Krankheit in Belgien, hervorgerufen in diesem Fall nicht von einer Fledermaus, sondern durch den Pleitegeier!
      Jetzt würde ich mir noch sehr wünschen, dass Sie als „Professor“ auch die tiefere Ursache der Krankheit und gleichzeitig die richtige Therapie benennen würden!
      Was halten Sie davon, als Ursache der Pleitekrankheit das Kreditgeld der privaten Federal-Reserve-Banken anzusehen?
      Aber Vorsicht: Gleich kommt der Pöbler wieder mit der „Antisemit-Keule“ um die Ecke …!
      Und dann wäre die richtige Therapie die Übernahme der Geldschöpfungshoheit durch den belgischen Staat mit einer belgischen hoheitlichen Zweitwährung, parallel zum Euro!

    • Alfons van Compernolle

      Professor: Richtig, ein Foerderalstaat kostet und Dr.med.Meyer , die Krankheit ist nicht das aufrichten
      des Koenigreichs Belgien , sondern die auch von den franz.-sprachigen damals sehr gewùnschten
      Aufbau des Foerderalstaat/Bundesstaat ! Ich war damals in den 1970 und 1980 Jahren mehrfach in Gent
      zum Studium und habe die politischen Kàmpfe fùr einen Foerderalstaat Belgien mitbekommen.
      Und einmal ganz ehrlich gesagt, dieses foerderale Staatssystem ist nur noch von unserer politischen Machteliten gewùnscht. Ein Einheitsstaat , den wir schon einmal hatten, wùrde diesen Herrschaften
      nicht nur ihre Einnamequellen berauben , sondern auch ihr krankhaftes eingebildetes bedeutungsvolles
      Selbstbild. Ich habe nie verstanden, eventuell bin ich auch zu dumm um es zu verstehen , warum der Fed.-Staat bei 11,6 Millionen Einwohnern das Non-Plus Ultra sein soll ?????
      Warum nicht zwei sinnvolle und angebrachte Krankenhàuser zusammenlegen???? Das Gent in Gent auch
      aus AZ.- Sint Lucas und AZ.-Jan Palfijn wird am 01/01/2027 AZ.-GANDA mit zwei Standorten in Gent und diverse angeschlossene Volkskliniken in und um Gent !

  8. Neugierig

    Jetzt müssen wir uns bemühen, dass das Pflegepersonal nicht nach Luxemburg abwandert… siehe Seniorenheim St.Vith.
    Ich kann die jungen Leute verstehen, die das schnelle Geld machen möchten.
    Vermieter fragen mittlerweile Mieten, die in Belgien arbeitende Menschen sich nicht mehr leisten können.

  9. Krisenmanagement

    Problematisch erschien mir dieser Tage die massive Werbung für die Mammographie durch die Klinik Sankt Vith. Diese Untersuchung birgt ihre Gefahren und bringt nicht nur Nutzen für die Patientin. Geht es hier einfach nur ums Geld. Ist es wirklich sinnvoll, solche Behandlungen an kleinen umspezialisierten Provinzkrankenhäusern durchzuführen. Da hege ich so meine Zweifel.https://www.grenzecho.net/art/d-20260624-HJ7RG1 Wem hilft die dauernde Diagnose? Wer rechnet die Untersuchungen dauernd ab? follow the Money! Sollte nicht jede Frau unabhängig entscheiden, ob sie Vorsorgen will? Ostbelgien soll bei Die Diskussion um die Risiken der Mammographie ist medizinisch gut dokumentiert. Auch wenn die Methode als Standard zur Früherkennung gilt, gibt es spezifische Nachteile, die Ärzte und Experten regelmäßig abwägen.
    1. Überdiagnosen und Übertherapie
    Dies wird oft als das größte ethische und medizinische Problem des Screenings angesehen.
    Was bedeutet das?Bei einer Mammographie werden manchmal sehr langsam wachsende Tumore oder Vorstufen (wie DCIS) gefunden, die der Frau zu Lebzeiten wahrscheinlich nie Probleme bereitet hätten oder die von selbst nicht weiter gewachsen wären.
    Die Konsequenz:Weil man bei der Erstdiagnose nicht sicher vorhersagen kann, welcher Tumor „gefährlich“ wird und welcher nicht, werden fast alle gefundenen Befunde behandelt. Das führt zu „Übertherapie“ – Operationen, Bestrahlungen oder Chemotherapien, die für die Patientin eine Belastung darstellen, ohne ihr Leben in diesem spezifischen Fall verlängert zu haben.

    2. Falsch-positive Befunde

    Das Problem:Das Screening erkennt eine Auffälligkeit, die sich nach weiteren Untersuchungen (Ultraschall, Biopsie) als gutartig herausstellt.
    Die psychische Belastung:Der Zeitraum zwischen dem ersten „Verdachtsbefund“ und der endgültigen Entwarnung ist für die meisten Frauen mit erheblichem psychischem Stress und Ängsten verbunden.

    3. Falsch-negative Befunde

    Das Problem: Eine Mammographie ist kein perfektes Instrument. Es kann vorkommen, dass ein Tumor vorhanden ist, aber auf dem Bild nicht gesehen wird (z. B. weil das Brustgewebe sehr dicht ist).
    * **Das Risiko:** Eine falsch-negative Diagnose kann eine trügerische Sicherheit vermitteln, weshalb das regelmäßige „Brustbewusstsein“ (Selbstabtasten) trotz Screening weiterhin wichtig bleibt.
    4. Strahlenbelastung
    Die Fakten: Die Mammographie verwendet ionisierende Strahlung (Röntgen). Zwar ist die Dosis bei modernen, digitalisierten Geräten heute sehr niedrig, aber theoretisch kann jede Strahlung das Krebsrisiko minimal erhöhen.
    Die Abwägung: Experten des Strahlenschutzes betonen, dass der Nutzen der Früherkennung das theoretische Strahlenrisiko bei Frauen ab 50 Jahren um ein Vielfaches überwiegt (Schätzungen liegen oft bei einem Nutzen-Risiko-Verhältnis von 50 zu 1). Bei sehr jungen Frauen, deren Brustgewebe noch deutlich dichter ist, ist der diagnostische Nutzen zudem geringer, weshalb das Screening in den meisten Ländern erst ab einem gewissen Alter empfohlen wird.
    5. Einschränkungen bei hoher Brustdichte

    * Bei Frauen mit sehr dichtem Drüsengewebe ist die Aussagekraft der Mammographie eingeschränkt, da das dichte Gewebe auf dem Röntgenbild weiß erscheint – genau wie potenzielle Tumore. Dies erschwert die Beurteilung und kann die Fehlerquoten (sowohl falsch-positive als auch falsch-negative) erhöhen.
    In der Medizin wird das Risiko der Mammographie nicht als „Gefahr durch die Untersuchung an sich“ gesehen, sondern als eine Abwägung zwischen dem **Vorteil einer frühzeitigen Entdeckung** (was lebensrettend sein kann) und der **Belastung durch medizinische Maßnahmen bei Befunden, die ohne Screening vielleicht nie relevant geworden wären**.

  10. Joseph Meyer

    @Krisenmanagement
    Ich poste das noch einmal, weil es so wesentlich ist:
    Mit einer gut funktionierenden Immunabwehr braucht man sich, neben Infektionskrankheiten der oberen Luftwege, auch wegen einer Krebserkrankung keine großen Sorgen zu machen.
    Und wesentlich für das gute Funktionieren der Immunabwehr ist eine genügend hohe Versorgung des Körpers mit dem Sonnenhormon Vitamin D3 und dessen 5 Co-Faktoren Vitamin K2, Zink, Magnesium, Bor und VitaminA.
    Bei Vit. D3 ist natürlich die Sonnenexposition des Körpers das Beste, wenn das nicht geht MUSS man mit Nahrungsergänzungsmitteln substituieren, 4000-8000IE pro Tag je nach Körpergewicht!
    Vorsicht: Die offiziell angegebenen Werte des optimalen Vit.-D Spiegels im Blut sind meistens viel zu niedrig angesetzt! Der Experte Prof. Dr. Jörg Spitz empfiehlt 40 bis 60 ng/ml d.h. 100 bis 150 nmol /l . Immer auch gleichzeitig 120 bis 200 mcg Vit. K2 pro Tag!

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