Gesellschaft

Solidaritätsmarsch gegen Abbau von Arbeitsplätzen bei Jacques, Hexcel und Emerson [Fotogalerie]

Teilnehmer des Solidaritätsmarsches am Samstagvormittag auf der Herbesthaler Straße in Eupen. Foto: Gerd Comouth

Rund 600 Personen sind am Samstagmorgen dem Aufruf von CSC und FGTB zu einem Solidaritätsmarsch gegen den drohenden Stellenabbau bei der Chocolaterie Jacques in Eupen sowie in den Niederlassungen von Emerson und Hexcel in Welkenraedt gefolgt.

Statt gelber Westen gab es hier viele grüne und rote Jacken. Der Marsch setzte sich in Gang am Bahnhof von Welkenraedt und führte via Hexcel und Emerson zur Chocolaterie Jacques nach Eupen.

“220 Jobs stehen auf dem Spiel, trotz florierender Konjunktur, dem ständigen Ruf der Arbeitgeber nach Fachkräften und dem immer wiederkehrenden Mantra ‚Jobs, Jobs, Jobs’ von Premier Charles Michel“, so die CSC Verviers-Ostbelgien.

Natürlich gab es bei Jacques …Schokolade. Foto: Gerd Comouth

Hexcel kündigte die Streichung von 75 Arbeitsplätzen an, Emerson den Verlust von 72 Jobs, und die Chocolaterie Jacques mit ihren 70 Mitarbeitern steht sogar vor dem Aus. „220 Arbeitnehmer und somit 220 Familien bangen um ihre Zukunft“, so die CSC.

An dem Solidaritätsmarsch nahmen neben den Beschäftigten der drei genannten Betriebe auch Familienangehörige und Mitstreiter teil. Wegen der Teilsperrung der Herbesthaler Straße durch die Polizei wurde der Verkehr in Eupen und Umgebung an diesem Samstagmorgen stark beeinträchtigt, wofür die meisten betroffenen Autofahrer jedoch Verständnis zeigten. (cre)

Nachfolgend eine FOTOGALERIE mit Bildern von Gerd Comouth, der den Solidaritätsmarsch von Welkenraedt nach Eupen begleitete. Zum Vergrößern Bild anklicken. Um von einem Foto zum anderen zu gelangen, genügt ein Klick auf den Pfeil am rechten Bildrand:

8 Antworten auf “Solidaritätsmarsch gegen Abbau von Arbeitsplätzen bei Jacques, Hexcel und Emerson [Fotogalerie]”

  1. Ein anderer Beitrag in OD trägt folgenden Titel:
    „In keinem anderen Land in Europa hat Vater Staat so viele Steuereinnahmen wie in Frankreich und Belgien“
    Dass diese wahnsinnige Besteuerung der Arbeitseinkommen der eigentliche Grund der Produktivitätsprobleme in der Belgischen Industrie ist, das schweigen die Gewerkschaften tot. Als ich noch Gewerkschaftsmitglied war habe ich mehrmals versucht das zum Thema zu machen. Kein Interesse das System in Frage zu stellen, der „Feind“ sind die Kapitalisten und nicht die „befreundeten“ Politiker….

      • @Realisten „Die letzten beiden …“
        Im ersten trifft DAX eine Aussage über rein persönliche Erfahrungen. Wenn Sie die Richtigkeit des Satzes bestätigen, sollten Sie damals dabei gewesen sein. Korrekt?
        Auch den zweiten bestätigen Sie als richtig, bauen jedoch die Bedingung der „richtigen Seite“ ein.

        DAX bringt nach meinem Verständnis Zweifel am Verständnis der Gewerkschaften von wirtschaftlichen Zusammenhängen an. Dass diese Zusammenhänge bestehen, kann ich aus meiner Sicht nur unterstreichen. Dass DAX dies zum Ausdruck bringt, kann ich nur begrüssen.

        Ihre konfuse konditionierte Bestätigung solll letztendlich was ausdrücken? Wieso drängt es Sie, Dax‘ Aussage für Ihre Belange zu vereinnahmen?

  2. Die Neue ordnung

    Junge und juengere Arbeitnehmer sollte sich das mit der Gewerkschaft genau ueberlegen. Es ist oft so, dass die aelteren Delegierten mehr Interesse an der Firmenschliessung haben wie an einer Loesung. Eine hohe Abfindung und Fruehpension ist fuer gewisse eine tolle finanzielle Sache und die junge Generation laesst sich dafuer vor die Karre spannen. Wunderbare Welt aber man nennt es dann Solidaritaet….

    • Der Alte

      Richtig (die neue ordnung ) du hast es erfasst ,
      die Gewerkschaften bringen heute garnichts mehr ausser die Auszahlungen.
      Denn da kannst du drauf gehen etwas ändern können hätten sie mal garnicht.
      Viele vom deren Personal ist ja nicht mal fähig die Arbeitsgesetze zu können

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