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Belgien erhöht Verkehrsbußen ab dem 1. Juli um 10%

Polizeibeamte kontrollieren Autofahrer. Foto: Kurt Desplenter/BELGA/dpa

Autofahrer in Belgien müssen sich ab dem 1. Juli 2026 auf höhere Bußgelder einstellen. Die Föderalregierung hebt die sogenannten Sofortbußen („Perceptions immédiates“) für Verkehrsverstöße um zehn Prozent an.

Betroffen sind nicht nur Geschwindigkeitsüberschreitungen, sondern zahlreiche weitere Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung sowie bestimmte Alkoholdelikte.

Nach Angaben des Föderalen Öffentlichen Dienstes Mobilität ist die Anpassung notwendig geworden, weil auch die von Gerichten verhängten Geldstrafen im Straßenverkehrsrecht gestiegen sind. Zudem waren die Beträge der Sofortbußen seit 2017 unverändert geblieben.

Ein Protokoll wird erstellt. Foto: Belga

Konkret steigt die Sofortbuße für Verstöße ersten Grades von 58 auf 64 Euro. Für Verstöße zweiten Grades werden künftig 128 Euro fällig, für Verstöße dritten Grades 191 Euro. Besonders schwere Verstöße des vierten Grades werden künftig mit 520 Euro geahndet.

Auch die Sofortbußen für Alkoholverstöße werden angehoben. Je nach gemessener Atemalkoholkonzentration steigen die Beträge auf 116, 197, 462 beziehungsweise 636 Euro. Die neuen Sätze gelten für Fälle, die direkt bei einer Polizeikontrolle abgewickelt werden.

Von der Reform betroffen sind zudem die Höchstbeträge, die bei bestimmten Verkehrsverstößen unmittelbar eingezogen werden können, sowie die Sicherheitsleistungen, die ausländische Verkehrssünder hinterlegen müssen.

Die belgischen Behörden betonen, dass die Einnahmen aus den Bußgeldern dem Fonds für Verkehrssicherheit zufließen. Die Mittel werden anschließend an Polizei und Justiz verteilt, um Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu finanzieren. (cre)

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