Politik

Von der Leyen will ein „Sofagate“ nie wieder zulassen

06.04.2021, Türkei, Ankara: Ursula von der Leyen (M), Präsidentin der Europäischen Kommission, und Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, treffen zu einer Pressekonferenz nach Gesprächen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan ein. Foto: Burhan Ozbilici/AP/dpa

AKTUALISIERT – Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, will nicht noch einmal eine Behandlung wie beim EU-Türkei-Treffen in der vergangenen Woche akzeptieren.

Von der Leyen habe in einem Gespräch mit EU-Ratspräsident Charles Michel deutlich gemacht, dass sie eine solche Situation nie wieder zulassen werde, hieß es am Montagabend in Brüssel aus Kreisen der EU-Kommission.

Michel ließ erklären, dass sich ein solcher Vorfall auch aus seiner Sicht nicht wiederholen dürfe. Ein Sprecher kündigte an, dass der Belgier an diesem Dienstag bei einem Treffen mit Vertretern des Europaparlaments noch einmal sein tiefes Bedauern zum Ausdruck bringen werde.

06.04.2021, Türkei, Ankara: Dieses Foto zeigt den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (2.v.r) und den türkischen Außenminister Mevlut Cavusoglu (r) während eines Treffens mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (l) und EU-Ratspräsident Charles Michel (2.v.l.). Foto: Dario Pignatelli/European Council/dpa

Bei dem Treffen am Dienstag vergangener Woche in Ankara war für Michel ein großer Stuhl neben dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan reserviert. Von der Leyen bekam hingegen nur einen Platz auf einem Sofa zugewiesen. In der EU-Kommission, aber auch in Teilen der Öffentlichkeit wurde diese Sitzordnung als herabsetzend empfunden. Michel wurde kritisiert, weil er nichts dagegen unternommen habe.

Der Ratspräsident erklärte daraufhin, dass eine enge Auslegung von protokollarischen Regeln durch die Türkei zu der unterschiedlichen Behandlung geführt habe. Er und von der Leyen hätten vor Ort entschieden, die Sache nicht durch einen öffentlichen Eklat noch schlimmer zu machen. In der Öffentlichkeit ist der Vorfall mittlerweile auch unter dem Namen „Sofagate“ bekannt.

Mit dem Verweis auf die protokollarischen Regeln hatte Michel daran erinnert, dass die EU-Kommissionspräsidentin in der gängigen protokollarischen Rangliste unter dem EU-Ratspräsidenten steht. Dies führt zum Beispiel auch dazu, dass Michel bei gemeinsamen Pressekonferenzen in der Regel zuerst das Wort bekommt. Die Kommission beharrt dennoch darauf, dass von der Leyen bei dem Treffen in Ankara auf Augenhöhe hätte platziert werden müssen.

„Sofagate könnte Michel in schwierige Lage bringen“

Das Treffen zwischen Michel und von der Leyen fand nach Angaben der EU-Kommission am späten Montagnachmittag statt. Wie Michel wird auch von der Leyen am Dienstag zu einem Treffen mit dem Präsidenten des EU-Parlaments und Fraktionsvorsitzenden erwartet. Michel will das Treffen nach Aussagen seines Sprechers auch für einen Appell nutzen, keine Spaltung der EU zuzulassen.

06.04.2021, Türkei, Ankara: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (r) trifft sich mit Ratspräsident Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen (nicht im Bild). Foto: Dario Pignatelli/European Council/dpa

Mit Blick auf das Verhältnis zwischen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel nach dem Treffen mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan schreibt die italienische Zeitung „La Repubblica“ aus Rom am Dienstag:

„Im Moment erscheint es schwierig, dass das sogenannte Sofagate EU-Ratspräsident Charles Michel zum Rücktritt zwingen könnte, ein Schritt, der die Institutionen der Union erschüttern und Erdogans Muskeln anschwellen lassen würde. In Brüssel geistert jedoch die Ungewissheit, für viele sogar die Sicherheit, dass das, was Michel, der sitzen blieb, während seine Kollegin keinen Platz hatte, tat, keine Ungeschicklichkeit war, sondern dass er sich des Formats des Gipfeltreffens mit Erdogan bewusst war. (…) Das Motiv könnte die Versessenheit des Belgiers sein, den Vorrang in der Außenpolitik gegenüber der Kommissionschefin zu demonstrieren. Das ist die Überzeugung, die mit Beharrlichkeit kursiert. Wenn es für diese Lesart eine Bestätigung geben würde, würde Michels Position noch schwieriger werden.“ (dpa)

Nachfolgend ein VIDEO zum „Sofagate“ beim EU-Türkei-Treffen in Ankara:

86 Antworten auf “Von der Leyen will ein „Sofagate“ nie wieder zulassen”

  1. Willi Müller

    Von Erdogan war so ein Fauxpas zumindest nicht überraschend. Von Michel hätte man erwarten müssen, dass er das Spiel nicht mitmacht, aber der hat sich eifach hingeflätzt….Hauptsache er sitzt gut.

  2. Corona2019

    Was gibt es jetzt wieder zu meckern ?

    Das Sofa sieht doch viel bequemer aus , als die Stühle aus dem Mittelalter .

    Dazu kann Sie sich über den Abstand auch nicht beschweren.

    Und ,Ein Nickerchen ist nach der Arbeit auch noch liegend möglich.

      • Corona2019

        @ – Herbert G.

        Mein kommentar hatte mit Humor zu tun,
        Wenn Sie keinen haben , ist das ihr Pech .

        Wir können uns hier auch alle darüber aufregen das unsere Hoch geschätzten Damen und Herren aus Brüssel sich vom Türken erpressen lassen .
        Das Problem ist aber nicht neu , und wem hat man wohl zu verdanken das Erdogan so dreist sein kann ?
        Für das Geld das er schon erhalten hat, und noch bekommen wird , kann DIe EU die Nächsten 200 Jahre selber Die Aussen Grenzen kontrollieren .
        Das ist in Pandemie zeiten sowieso besser .

        So , sind sie jetzt zufrieden , wenn der Kommentar mit Ironie nichts zu tun hat ?

  3. Das Ding

    Bin kein Fan von Frau v d Leyen, allerdings hätte Sie und auch ein Herr Michel sich auf den Absatz umdrehen, und gehen sollen. Dieser Sultan ist ein trauriges Beispiel dafür, was von der EU gehalten wird.
    Wer sich sowas gefallen lässt, muß sich nicht wundern.

    • Halbwahrheiten

      Protokoll hin oder her, die Verarsche von Erdogan gegenüber Europa und dem weiblichen Geschlecht war auch zu erwarten. Jedoch hat Michel den Anstand wohl mit den Schaumlöffel inhaliert. Wenn Mob was wird… Beide zu recht in die unbedeutende EU abgeschoben.

      • Walter Keutgen

        Halbwahrheiten und andere, Protokoll hin oder her? So geht das nicht! Der Präsident der Türkischen Republik steht in der Rangordnung dem Präsidenten der EU gegenüber und sie sitzen folglich nebeneinander. Dass Erdoğan viel mehr Macht hat als Michel, tut nichts zur Sache. Von der Leyen ist etwa die Regierungschefin der EU, wenn auch die Kommission keine Regierung ist. Die Türkei hat den Regierungschef (başbakan) abgeschafft, der Staatschef ist auch Regierungschef. Dann hat man ihr den Außenminister gegenübergesetzt. Was würden Sie im Fall der USA, wo der Staatschef auch Regierungschef ist, vorschlagen?

  4. Es verdeutlicht die Ohnmacht der EU! Erdogan kann die EU demütigen wie er will, die EU ist auf sein Wohlverhalten in Sachen Flüchtlinge angewiesen. So ist das wenn man keine Macht aber viel „Moral“ hat, man sitzt eben am Katzentisch. Die EU, der kleine Junge der sich auf dem Schulhof das Wohlwollen der Großen erkaufen muss. Aber im Gendern, da sind wir spitze…..

    • deuxtrois

      „Die EU, der kleine Junge der sich auf dem Schulhof das Wohlwollen der Großen erkaufen muss.“

      Die Türkei hat 82 Millionen Einwohner, die ganze EU etwas über 449 Millionen.

      Der kleine „Junge“ ist in der Beziehung hier eher Erdogan.

  5. Da sitzt Madame ganz richtig, ihr Platz ist die Couch… Madame die nichts gebacken bekommt, siehe Impfstoff Covid gehört auf die Couch, wurde nur auf Drängen von Merkel und Macron auf den Präsidentenstuhl der EU gehievt.

    • Herbert G.

      Dieser Schultze und Schulze-Verschnitt Michel fliegt zum Sultan um ua. darüber zu diskutieren, dass die Türkei gerade erst aus der Istanbul-Konvention zum Schutz von Frauen ausgetreten ist und lässt dann die Uschi einfach stehen.

    • Peinlich sind Sie, der nicht verstanden hat dass Erdogan die Sitzordnung festlegt. Michel darf doch froh sein dass er nicht eine Stufe tiefer als der Sultan sitzen muss. Wenn Putin oder der US Präsident kommt sieht das anders aus, da gibt Erdogan Pfötchen. Wie gesagt, Europa hat keine Macht (mehr) sondern nur noch etwas Geld um seinen Tribut am Bosporus zu zahlen. Putin hat eine funktionierende Armee, wir eine Gender-Truppe, und so wird Europa denn auch empfangen….

  6. Nutzlose Selbsternannte

    Nutzlose Selbsternannte. die unsere Energie abzapfen und sich noch dabei großartig geben.
    Da fällt mir wieder diesen Spruch von Coluche, Französischer Humorist, Filmschauspieler, Komödiant und Autor.
    „Es sind die sogenannten Kanalarbeiter wie Müllsammler, die am meisten zur Sauberkeit beitragen
    Und paradoxerweise finden wir in den soit-disant angesehenen Berufen wie Politikern, Finanziers und hohen Beamten den meisten Dreck“

  7. Und wo sind alle die Gender-Frauen die sich sonst bei OD hervor tun? Hat ihnen wohl die Sprache verschlagen dass der Sultan ihre Ursula am Katzentisch abgestellt hat. So ist die Welt ausserhalb der Gender-Blase….

  8. Walter Keutgen

    5/11, die Gespräche und die protokollarische Fotozeremonie sind zweierlei. Wenn Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier zu Erdoğan geflogen wären, dann würde Steinmeier neben Erdoğan sitzen, aber Merkel würde mit ihm verhandeln. Die Frage ist, warum die EU zwei schicken muss.

  9. Alles egal

    Voll egal wer wo sitzt.
    Fakt ist das die obrigen keine Corona Regeln haben.
    Wir dürfen seit Monaten nur 1 Person ins Haus lassen und draussen 4 mit Maske und Abstand und diese verfi….. Politiker machen was Sie wollen.
    4 in einem Raum und wahrscheinlich noch tv und Sicherheitsleute.
    Ihr könnt mich mal mit euren Lügen .
    Wen interessiert das wo die Sitzt,wieso trifft man sich mit solchen Leuten überhaupt.
    Ihr gehört längst alle gelyncht.

  10. So schauts aus!

    Vor Beginn eines jeden Fußballspiels knien die Spieler inklusive Schiedsrichter sich nieder um ihre Unterstützung betreffend „black lives matter“ zu bekunden; das geschieht schon fast seit einem Jahr und diese Sache bekommt mMn langsam „einen Bart “ weil es zur Routine verkommt,. Wäre es demzufolge nicht angebracht solche Solidaritätsbekundungen für etwas anderes zu unternehmen, beispielsweise hinknien um für die Rechte und den Schutz der Frauen zu demonstrieren? Ich könnte mir eine solche Aktion beispielsweise bei einem internationalen Fußballspiel zwischen einer türkischen und einer ausländischen Mannschaft bei Anwesenheit von Erdogan gut vorstellen . Vielleicht könnten sich die Spieler ja auf ein paar vorhandene Sofas am Mittelkreis setzen anstatt hinzuknien, das wär doch mal was, oder?

  11. Ermitler

    Abwarten die Retourkutsche kommt noch aber versteckt ,ihr glaubt doch nicht das Sie das gefallen lässt.Man soll es den Türken zeigen wie man mit Frauen umzugehen hatt ,das sind doch keine Gebährmaschienen und der Schleier soll weg.

  12. Guido Scholzen

    Diese Affäre zeigt eines auf politischer Ebene:
    Es gibt keinen „kranken Mann am Bosporus“, sondern einen kranken Mann in Brüssel, äh… also Frau, äh… also eine ‚Menschin‘ (oder wie nennt man ‚Frau‘ politisch korrekt auf genderisch?)

    Die EU erinnert immer mehr an die letzten Tage des Osmanischen Reiches, wo zum Schluss auch nur von Krise zu Krise herumgewurschtelt wurde, und es war nur eine Frage der Zeit, bis immer mehr Gebiete verloren gingen, auch ohne Krieg – bis zum totalen Untergang. Der Brexit hat vorgeführt, das dies in der EU absolut im Bereich des Möglichen liegt.

    • Wissenschaftlery

      Diese Affäre zeigt eines auf politischer Ebene:
      Es gibt keinen „kranken Mann am Bosporus“, sondern einen kranken Mann in Eimerscheid, äh… also Mensch, äh… also ein ‚Menschy‘ (oder wie nennt man ‚Mann‘ politisch korrekt auf genderisch?)

  13. Hierbei geht es schon um Politik;
    allerdings nur auf Erdogans Geistesebene !
    Es war nicht nur ein Fauxpas und dummes Machogehabe, Michel hat sich – ohne es zu bemerken – vor Erdogans Karren spannen lassen !
    Hier bleibt nur die alte Weisheit:
    „gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens“

  14. Das Räderwerk dreht schon wieder.

    Die EU hat die Hosen voll aus Angst, der Erdogan könnte die Tore der Flüchtlingslager Richtung Westeuropa öffnen. Deshalb wird die EU sich noch vieles von dem Despoten gefallen lassen müssen. Da wird der präsidiale Fauxpas noch das kleinere Übel gewesen sein. Die AfDs aller europäischen Länder steht schon in den Startlochern, „wenn die Türken kommen“.
    Es sei denn, Guido Scholzen kennt die Zukunft jetzt schon und wird uns bald belehren.

  15. Walter Keutgen

    Wie kann man daraus eine Genderfrage machen? Frau von der Leyen ist Nr. 2 oder 3 in der protokollarischen Rangordnung der EU. So wie Frau Merkel Nr. 2 oder Nr. 3 in der deutschen. Soll jetzt, wo die Frauen in der Politik gleich berechtigt sind, die Galanterie vorherrschen? Frau von der Leyen saß da, wo sie sitzen musste. Herr Juncker hätte auch da sitzen müssen und niemand hätte was geschrieben. Es scheint mir, wir haben es mit Empörungsjournalismus zu tun, wo man egal was braucht, um über Erdoğan herzuziehen. Es war auch kein Niedermachen der EU, da ja die von der EU vorgegebene Rangordnung eingehalten wurde.

    • Soviel zur EU:
      Von den vielen Fahnen sind die wenigsten aus Baumwolle.
      Gibt es sonst noch was, das nichts mit dem Thema des Artikels zu tun hat? Alles hier abladen, was man irgendwo gesehen hat und schon immer mal irgendwo loswerden wollte.

    • Unqualifiziert

      Dazu ist sie unqualifiziert. In politsich alles den BAch runter jagen, das kann sie, sehr gut sogar, und auch in Milliarden aus dem fenster schmeißen und Emails löschen (oder waren das andere Daten???), aber etwas praktisches wie Häppchen servieren? Niemals!

      • Paul Siemons

        Jetzt, wo ich drüber nachdenke… Sie haben recht. Um Schnittchen zu bereiten, muss frau mit dem Messer umgehen können. Daher der Begriff Schnittchen. Und daran wäre es gescheitert.

        Sie den Kaffee machen zu lassen wäre dann auch verantwortungslos gewesen (heißes Wasser und so). Dazu bräuchte sie wohl mal wieder teure Berater.

  16. Hans Eichelberg

    EU-Parlament fordert Aufklärung von „SofaGate“:

    „Die beiden größten Fraktionen im Europaparlament verlangten unterdessen eine Plenardebatte über die „SofaGate“-Affäre. Die konservative EVP und die Sozialdemokraten forderten am Donnerstag, dass von der Leyen und Michel dazu Ende April ins Parlament geladen werden.“

    Kommt dann ein Untersuchungsausschuß „Sofa-Gate“?

  17. Corona2019

    @ – Walter Keutgen

    Ja klar , und am Besten durch Ablenkung von den Echten Problemen mit der eigenen Persönlichkeit.

    Michelle hat der Uschi das Sand Förmchen Weg geschnappt .
    Und Erdogan hat seine Burg schon fertig . .-) 😉

  18. Politikmüll

    VDL + Michel + Reynders+ Arimont + Konsorten.
    VDL , was het die denn bisher überhaupt auf die Reihe bekommen, also in jeder Privatwirtschaft wäre DIE doch schon lange weggejagt, aber in der EU an der Spitze gehievt.
    Michel + Reynders, in Belgien den Karren gegen die Wand gefahren und dann „Pöstchen3 in Europa übernehmen, beide sind grosse Nieten.
    Und Arimont?, egal wer aus der DG diesen Posten besetzen sollte, da bekommt eh keiner was auf die Reihe, so unnötig wie die Gruppierung in Eupen.
    Manoman, es sieht schlecht um uns aus ! ……

  19. Krisenmanagement

    Michel und von der Leyen sind klassische Fehlbesetzungen. Beide stammen aus Politikerfamilien. Beide wissen nicht, was das normale Volk in Europa will. Michel hat sich benommen wie ein Trottel. Sorry er musste aufstehen und Frau von der Leyen auf seinen Platz lassen. Besser wäre es gewesen sofort zu gehen. Aber von der Leyen muss im Umgang mit ihren Mitarbeitern auch nicht unbedingt viel Geschick haben. Bei diesen Positionen ist es unerlässlich, dass sich das Führungspersonal versteht. Vielleicht ist Michel einfach kein guter Schauspieler? Mit solchen Leuten geht es immer weiter abwärts mit der EU. Nur beiden Politikern fehlen Führungsqualitäten und der Wille zur Veränderung!

    • @Krisenmanagement: Charles Michel in dieser Sache als Trottel zu bezeichnen ist falsch. Die Erklärung ist einfach: Vor laufender Kamera wollten beide wegen der vom Protokoll festgelegten Sitzordnung keinen Eklat provozieren. Auf internationalem Parkett gehört sich das so. Erst später, wenn die Kameras aus sind, werden solche Vorkommnisse mit dem Veranstalter geklärt. Wir wissen alle, dass Erdogan westliche Politiker gerne provoziert. Mit solchen Machenschaften will er sein ramponiertes Image im eigenen Land aufpolieren. Dafür beklatschen ihn seine Landsleute, die sich von ihm gerne manipulieren lassen.

      • Walter Keutgen

        Logisch, wo hat Erdoğan eine Provokation begangen. Im EU-Protokoll steht Michel vor von der Leyen. So viel müsste Frau doch aushalten können? In den Änderungen am obigen Artikel steht, das Frau von der Leyen, das nicht mehr zulassen will. Hießt das, dass sie das Protokoll ändern lassen will. OK, dann darf man aber Erdoğan keine Vorwurf machen. In den Änderungen am obigen Artikel steht auch, dass die italienische Presse auf Rücktritt Michels spekuliert. Ja wo sind wir denn angekommen, dass einfache Beachtung von Regeln zum Rücktritt führen soll, wenn sie einer Egomanen nicht gefallen? NB: Ich kann Michel nicht leiden.

          • Walter Keutgen

            Logisch, was haben diese Aussagen von vor vier Jahren mit dem Protokollzwischenfall zu tun? Wenn Sie was, um auf Erdoğan zu hauen haben, nur druff? Aber, erinnern Sie sich an Khomeini? Unsere lieben Demokraten wollten unbedingt den Schah weg haben.

            Hier etwas anders, aus Wikipedia, nicht im deutschen aber im französischen:
            Selon le quotidien français L’Opinion, cet incident serait avant tout le révélateur des relations détestables entretenues entre Charles Michel et Ursula von der Leyen depuis leur prise de fonction ; le député européen français Arnaud Danjean parle ainsi d’une « guéguerre permanente », le politiste Patrick Martin-Genier évoque sur son compte Twitter une « haine » et le correspondant de Libération à Bruxelles Jean Quatremer indique que « le „Sofagate“ n’est en réalité que la manifestation de l’arrogance de von der Leyen qui se rêve en „présidente de l’Union“, ce qu’elle n’est pas ». Le quotidien français Le Monde relate également les tensions existant entre Ursula von der Leyen et Charles Michel en rapportant les propos de Philippe Lamberts, coprésident du Groupe des Verts au Parlement européen: « On le subodorait depuis longtemps : il n’y a pas une chimie très favorable entre les équipes du président du Conseil et de la présidente de la Commission. Cet épisode l’a confirmé » https://fr.wikipedia.org/wiki/Charles_Michel.

    • Ausschlaggebend scheint mir auch weiterhin, ob das Protokoll vorher bekannt war, oder nicht. Dann wäre der Seufzer der Ratspräsidentin wohl überflüssig gewesen.
      Entweder man verweigert das Protokoll, oder man geht ohne zu motzen hin…
      Von Grund her, war die Situation korrekt: Michel vertritt den Rat, also die einzelnen Mitgliedsstaaten, VDL hat das Statut eines Beamten. OD hat ja auch die „Rangordnung“ hier oben geschildert.
      Von Erdogan kann man nicht unsere „Westeuropäische Höflichkeit“ erwarten – höchstens vorher verlangen.

      • Walter Keutgen

        5/11, natürlich ist das Protokoll und auf jedem Fall die EU-Rangordnung bekannt. Sie meinten wohl „Kommissionspräsidentin“. Von Erdoğan kann man nur erwarten, dass er die EU-Rangordnung beachtet.

    • Sie hat vielleicht nichts in der Hose. Aber sie entscheidet, ob sie das Portemonnaie aufmacht oder nicht. Auch Erdogan ist nur ein Bettler und kann von Glück reden, dass er mit den drei Millionen Flüchtlingen drohen kann. Sonst würde er von Europa keinen Cent bekommen.

      • Glück? Wer hat denn die ganzen Flüchtlinge nach Europa eingeladen? Uschi ist mitverantwortlich. Das diese Menschen überhaupt flüchten mussten, hat die liebe Uschi und Ihre Kriegstreiber auch mitzuverantworten. Wer hat jahrelang über die Politik Erdogans gehetzt? Auch die liebe Uschi.
        Erdogan hat der Welt gezeigt, welch ein Häufchen Elend Ursula von der Leyen und die ganze EU Institution ist. Die EU ist blamiert und entlarvt, aber nicht weil Uschi auf´s Sofa mußte, sondern wegen dieser Heulerei danach.

  20. Sturm im Wasserglas

    In diesem Artikel hat OD zumindest ein Foto veröffentlicht, in dem der türkische Außenminister auf dem Sofa rechts *nicht* herausgeschnitten wurde.

    In vielen Medien sieht man nur die drei anderen. Und da sieht es dann auch so aus, als säße die „arme“ Uschi „so ganz alleine da“ auf dem Sofa.

    Hier jedoch ist gut zu sehen, dass das Protokoll strikt und symmetrisch eingehalten wurde: der protokollarisch ranghöchste EU-ler (Michel) neben dem protokollarisch ranghöchsten Türken (Erdowahn) auf den beiden Stühlen, und die Rangniedrigsten auf den beiden Sofas (im Bild: Uschi links und Cavusoglu rechts).

    Wo liegt also das Problem?

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