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„Schwarzer Donnerstag“: Der FC Brügge blamiert den belgischen Fußball – Auch AA Gent ist ausgeschieden

Bild links - 27.02.2020, Belgien, Gent: Jordan Veretout (r) vom AS Rom kämpft mit Laurent Depoitre von AA Gent um den Ball. Bild rechts - 27.02.2020, Großbritannien, Manchester: Juan Mata (l) von Manchester United und Hans Vanaken von FC Brügge in Aktion. Fotos: Jasper Jacobs/BELGA/dpa - Bruno Fahy/BELGA/dpa

AS Rom und Manchester United sind momentan nur Tabellenfünfter in ihrer jeweiligen Meisterschaft in Italien bzw. in England, aber für den Zweiten und den Ersten der belgischen Jupiler Pro League waren beide Gegner zu stark. Vor allem der FC Brügge enttäuschte.

Den Römern reichte ein 1:1 bei AA Gent, um das Achtelfinale der Europa League zu erreichen. Und der FC Brügge wurde in der legendären Arena Old Trafford im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Stadion gejagt. „Blauw en Zwart“ unterlag Manchester United 0:5.

Nach den Hinspielen hatten sich die beiden letzten Vertreter des belgischen Fußballs noch Hoffnung auf ein Weiterkommen gemacht. Gent hatte in Rom nur 0:1 verloren, während Brügge gegen ManU 1:1 gespielt hatte.

27.02.2020, Belgien, Gent: Die Spieler von AA Gent Jonathan Davis (r) und Laurent Depoitre freuen sich über das Tor zum 1:0, das aber letztlich nicht reichen wird. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Gegen den AS Rom glich AA Gent nach 25 Minuten den Rückstand aus dem Hinspiel aus. Jonathan David brachte die „Buffalos“ nach einer präzisen Flanke von Roman Bezus 1:0 in Führung.

Die Freude der Genter währte leider nur vier Minuten. In der 29. Minute nutzte Justin Kluivert – Sohn des ehemaligen niederländischen Nationalspielers Patrick Kluivert – eine schlampige Abwehrleistung der Hintermannschaft von Gent aus, um das 1:1 zu erzielen.

Damit mussten die Genter schon zwei weitere Treffer erzielen, ohne noch ein Gegentor zu kassieren, um das Achtelfinale zu erreichen.

Der Tabellenzweite der Jupiler Pro League war auch bemüht, jedoch bissen sich die Genter an der robusten Abwehr der Römer die Zähne aus. So blieb es beim 1:1.

Die Qualifikation für die Runde der letzten 16 haben die „Buffalos“ letztlich im Hinspiel im Stadio Olimpico in Rom verspielt, wo es ihnen nicht gelang, zumindest eine von mehreren guten Torchancen zu einem Treffer zu nutzen, der ihnen im Rückspiel die Aufgabe erleichtert hätte.

27.02.2020, Belgien, Gent: Michael Ngadeu (l) versucht erfolglos. den Treffer von Justin Kluivert (M) von AS Rom zum 1:1 zu verhindern. Foto: Jasper Jacobs/BELGA/dpa

Eine Blamage erlebte der FC Brügge bei Manchester United. Von der ersten Minute an ließ der englische Rekordmeister dem Spitzenreiter der Jupiler Pro League keine Luft zum Atmen. Mehrfach musste Brügges Torhüter Simon Mignolet sein Können unter Beweis stellen.

Das Unheil nahm seinen Lauf in der 23. Minute, als Brügges Abwehrspieler Simon Deli bei einem Schuss von Bruno Fernandes im eigenen Strafraum mit einem Hechtsprung – in der Manier eines Torhüters – den Ball mit dem Arm parierte: Rot und Elfmeter für Manchester, den Fernandes sicher verwandelte – 1:0.

Das Handspiel von Deli war schon deshalb völlig unnötig, weil hinter dem Abwehrspieler Mignolet im Brügger Tor wahrscheinlich den Ball gehalten hätte.

In Unterzahl nach nicht einmal einer halben Stunde kam es für den FC Brügge nur noch darauf an, den Schaden in Grenzen zu halten, was aber ManU nicht daran hinderte, bis zur Pause noch zwei weitere Treffer zu erzielen. In der 34. Minute erhöhte Ighalo auf 2:0 und McTominay in der 41. Minute auf 3:0.

Nach dem Wiederanpfiff ließ es Manchester United gemächlich angehen. Wahrscheinlich hatten die „Red Devils“, die in der Premier League nur drei Punkte Rückstand auf den Tabellenvierten Chelsea haben, schon das nächste Meisterschaftsspiel am Sonntag bei Everton im Kopf.

27.02.2020, Großbritannien, Manchester: Scott McTominay (l) von Manchester United und Federico Ricca vom FC Brügge in Aktion. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

In der 82. Minute und in der 90. Minute besorgte Fred noch das 4:0 und das 5:0. Ohne Torhüter Mignolet hätte „Blauw en Zwart“ wohl noch höher verloren.

Damit verabschiedet sich der FC Brügge, von dem man nach den starken Auswärtsspielen in der Champions League bei Real Madrid und Paris Saint-Germain und nach einer guten Vorstellung im Hinspiel des 1/16-Finales der Europa League einiges erwartet hatte, mit einer Blamage. Zwischen dem Ersten in Belgien und dem Fünften in England liegen Welten.

Das Ausscheiden der beiden letzten belgischen Vertreter aus dem Europapokal hat natürlich Auswirkungen auf die 5-Jahres-Wertung, in der Belgien bisher den 8. Rang belegte. Zum Glück für Belgien schieden auch die beiden letzten Clubs der Niederlande (9. Platz) aus.

Ajax Amsterdam scheiterte an Getafe (Spanien) und AZ Alkmaar am Linzer ASK, den der FC Brügge übrigens in der Qualifikation für die Champions League ausgeschaltet hatte. Jetzt steht Linz im Achtelfinale der Europa League, und der FC Brügge ist draußen. (cre)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

2 Antworten auf “„Schwarzer Donnerstag“: Der FC Brügge blamiert den belgischen Fußball – Auch AA Gent ist ausgeschieden”

  1. Ich melde mich ja nun extremst selten zu einem komplexen Thema wie Fussball zu Worte.

    Lektion 1: auf Vereinsniveau sind belgische Mannschaften weit hinter den Referenzligen.
    Lektion 2: die Beschreibung der Brügger Erfahrungen erinnert schwer an AS gegen Anderlecht.
    Lektion 3: im Vergleich dazu backt AS kleine Brötchen und sollte hocherfreut sein, noch an diesem Backofen zu stehen.

  2. Ulkiger Kommentar

    Totgelacht nach dem Geschreibsel! Die KASE mit dem FC Brügge zu vergleichen, unglaublich, in Lektion 2!Dann können Sie auch Wasser mit Wein vergleichen! Im Gegenteil zu Ihnen, schauen Sie mal in den Belg. Zeitungen, wo Clement der Trainer von Brugge seine Mannschaft sogar lobt! Und, selbst die Holländer sind auch nicht mehr dabei! Es geht mal so und mal so! Und meine Meinung über die KASE: es wird nie was. Die kaufen zuviele 3 und 4 Klässler, Spieler und auch Trainer, und meinen sie würden reich dabei. Bis jetzt ist das Sammelsorium. Und welcher bessere Spieler käme auch dahin, wo noch keine 2.000 Zuschauer im Schnitt schauen kommen! In Deutschland ist das Landes- und Kreisliga.

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