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Meteorologen machen Rückzieher: Wetterlage weniger alarmierend – KMI korrigiert seine Prognose

Illustrationsbild: Shutterstock

AKTUALISIERUNG – Für Freitag hatte das Kgl. Meteorologische Institut (KMI) in Uccle ergiebige Schneefälle angekündigt. In Wirklichkeit bewahrheiteten sich die alarmierenden Prognosen nicht. Am Abend machten die Wetterexperten einen Rückzieher.

Wegen der in Belgien zu erwartenden Schneefälle hatte der föderale Arbeitsminister Kris Peeters (CD&V) über Twitter die Arbeitnehmer aufgerufen, nach Möglichkeit zu Hause zu arbeiten. Die Automobilclubs empfahlen ihrerseits, möglichst auf das Auto zu verzichten.

Bei Schneefall schiebt ein Mann am 11.12.2017 in Antwerpen sein Fahrrad am Rand einer Straße entlang. Starker Schneefall sollte den Belgiern auch jetzt wieder schwer zu schaffen machen, befürchtete das KMI in Uccle. Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

„Für morgen (Freitag) werden ergiebige Schneefälle gemeldet. Arbeiten Sie zu Hause, wenn Sie dies können“, schrieb Peeters am Donnerstag (siehe Tweet unten).

Verkehrsminister François Bellot (MR) hatte sich ebenfalls vom Alarmismus der Meteorologen in Uccle anstecken lassen und hatte sogar erwogen, ein Tempolimit von 70 oder 50 km/h auf Landstraßen zu verordnen.

Vor allem in Flandern sowie in den wallonischen Provinzen Hennegau und Wallonisch-Brabant wurden schwierige Straßenverhältnisse erwartet.

An diesem Freitag sollte laut Prognose des Kgl. Meteorologischen Instituts (KMI) in Uccle ein Tief viel Schnee bringen soll. Im Laufe des Tages werde der winterliche Niederschlag zunehmen, und zwar von West nach Ost.

Allenfalls 5 cm Neuschnee

Im späteren Nachmittag sollten die Niederschläge Ostbelgien erreichen. Für den Westen und das Zentrum wurden Regen, Schneeregen oder Graupelschauern vorhergesagt, für den Osten Belgiens Schnee.

Am Freitagabend korrigierte das KMI seine Prognosen. Quelle: KMI-IRM

Das Kgl. Meteorologische Institut hatte für diesen Freitag „orangen Alarm“ ausgegeben für alle flämischen Provinzen mit Ausnahme von Limburg sowie für Brüssel und die Provinzen Hennegau und Wallonisch-Brabant. Für die Provinz Lüttich gab es „gelben Alarm“.

Es war nicht das erste Mal, dass der föderale Arbeitsminister empfahl, nach Möglichkeit zu Hause zu arbeiten. Einen solchen Appell gab es auch schon im Dezember 2017.

Auch auf dem Brüsseler Flughafen galt Winteralarm. Die Flughafenverwaltung kündigte auf ihrer Internetseite an, dass im Flugverkehr Verspätungen möglich seien, weil eventuell die Start- und Landebahnen von Schnee geräumt und Flugzeuge enteist werden müssten.

Am Freitagabend korrigierte das KMI seine Prognosen. Die Schneefälle seien weniger ergiebig als erwartet gewesen, hieß es. Zwischen Freitag und Samstagmorgen sei allenfalls mit einer Schneeschicht von 5 cm zu rechnen, hieß es. (cre)

24 Antworten auf “Meteorologen machen Rückzieher: Wetterlage weniger alarmierend – KMI korrigiert seine Prognose”

  1. grashopper

    Der Herr Arbeitsminister lebt auf einem anderen Planeten.Ohne uns Handwerker würde ihm seine Appanage wohl schwerlich zukommen.Von zu Hause….Der hat mehr als die Realität verpennt….

    • Ach was!

      Genau, Grashopper. So eine Aussage, wie dieser Vollpfosten sie getätigt hat kann nur von einem Politiker kommen, der auf einem anderen Planeten (Planet der Affen?) wohnt!. Wer kann denn schon von „zu Hause aus“ arbeiten, außer am PC und/oder Telefon? Vielleicht erklärt mir dieser realitätsfremde Minister mal, wie beispielsweise mein Küchenmonteur bei mir die neue Küche installieren soll? Ach ja, stimmt, das machen dessen Monteure bei ihm in der Werkstatt, also „von zu Hause“ aus. Nee, was für ein Unsinn so ein Mensch von sich geben kann, und dann schimpft man über Trump…….

  2. Wettermodelle sind fehlerbehaftet, eben nur Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Um so erstaunlicher dass die Menschen sich von Klimamodellen für die nächsten 50 Jahre in Angst versetzen lassen, wenn sie sehen dass es selbst für ein paar Stunden oft nicht stimmt….

    • Mischutka

      @ Dax :
      Da haste 100 % Recht ! Ich interessiere mich seit vielen Jahren für Meteorologie. Habe „massenhaft“ Wetterstationen (nicht nur „normale“ Barometer) zu Hause. Die Vorhersagen funktionieren nur immer für 1-2 Tage. Seit ich Internet habe (seit ca. 10 Jahren) studiere ich die immer zahlreicher werdenden „Wetterfirmen“ (die mit den „erfundenen“ Vorhersagen und jede Menge Werbung drumherum). Und zu deinem „fehlerhaft“ : in den letzten 10 (in Worten : Zehn) Tagen wurden die Prognosen für Karneval …. genau ….(Achtung ! Kein Tippfehler !!) 9 Mal geändert. Da korrigiert sich das KMI, Wetter.de, Donnerwetter de, Météoservices usw…. oft 2-3 Mal PRO TAG ! Kannste mal beobachten.
      ABER : auch wir Männer sind IMMER schuld ! Wenn eine (Ehe)Frau ihren Mann fragt ob es regnen wird, dann sagt der „Ja“ oder „Nein“. Nimmt die Dame den Regenschirm mit und es regnet nicht, dann hörste dauernd unterwegs „DU bist schuld, daß ich das Ding hier mitschleppen muss“. Nimmt sie keinen Regenschirm mit und es regnet, dann hörste alle 5 Minuten „So, DU bezahlst mir jetzt den Frisör. Hätte ich einen Schirm mitgenommen, wären meine Haare jetzt ……
      Alaaf…. (in Köln sagt man : et kütt wie et kütt).

      • Zaungast

        Also, den Kalauer mit dem Regenschirm habe ich doch dieser Tage erst vom „Hausmann“ bei der Kölner Mädchensitzung gehört.

        Michutka – Alaaf! Hausmann – Alaaf! Plagiat – Alaaf!

    • Populist

      EdiG wird Ihnen, wie gewohnt, antworten, dass Sie nicht den Unterschied zwischen Klima und Wetter kennen…Der schreibt das immer.
      Ausserdem stimmt Ihre vermeintliche Logik nicht. Ein Raucher bekommt auch nicht innerhalb weniger Tage Krebs, aber nach 50 Jahren sind die Chancen schon grösser.
      Übrigens, Mischutka haben Sie jetzt endgültig an der Backe; tut mir leid.

  3. BüllingerWind

    Kein Schnee, kein Wind, die Windräder stehen still, Amel und Büllingen sind überzeugt vom frischen Wind im Königsland-Honsfeld. Gleich sechs gigantische Windräder sollen gebaut werden. Wer die wissenschaftlichen Studien ansieht, kann nur mit dem Kopf schütteln. Die unregelmässige Stromproduktion durch den sehr unregelmâssigen Wind in unserer Region und den Infraschall produziert durch die Anlagen selbst, berechtigt der Windkraftindustrie ein klares Nein zur Sache in den Dörfern zu sagen. Alle Studien seit I982 belegen immer wieder die gesundheitsgefährdende Wirkung des Infraschalls, siehe auch zur Zeit unter http://www.windwahn. com. Jeder im Umkreis von IO Kilometer und mehr, sollte sich die Zeit nehmen und mal rein schauen unter erwähnter Webseite. Es geht um unsere Gesundheit und jener unserer Kinder. Wer dennoch Zweifel hat kann ja mal im “ ärzteforum windkraft“ reinschauen. Ich hoffe Ihr holt Euch die Zeit, sonst holen uns die Windräder die Zeit!!!

  4. Mischutka, unser Märchenerzähler, lag mit seiner Prognose vor zwei Wochen für die Karnevalstage ja kilometerweit daneben. Hatte ich auch nicht anders erwartet, denn seriöse Prognosen sind über diesen Zeitraum nicht zu machen.

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