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ALLES NUR SATIRE – Erdogan nennt deutsche Kanzlerin Merkel „geschätzte Freundin“

(Zum Vergrößern Bild anklicken) - 24.01.2020, Türkei, Istanbul: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l) betrachtet neben Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, während einer Eröffnungszeremonie der türkisch-deutschen Universität einen Spiegel, den sie als Geschenk erhalten hat. Foto: Ahmed Deeb/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Freitag die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in der Türkei betont herzlich begrüßt.

„Ich empfinde großes Glück, Frau Merkel fünf Tage nach der Berliner Konferenz in unserem Land willkommen zu heißen“, sagte er am Freitagmorgen in Istanbul.

Merkel war in der Nacht zuvor für einen eintägigen Besuch angereist. Zuletzt hatten sich die beiden am vergangenen Sonntag bei der Berliner Libyen-Konferenz gesehen. Der erste gemeinsame Termin von Erdogan und Merkel war die Eröffnung eines neuen Campus der Deutsch-Türkischen Universität in Istanbul.

HANDOUT – 24.01.2020, Türkei, Istanbul: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, M) unterhält sich mit Recep Tayyip Erdogan (r), Präsident der Türkei, zu Beginn einer Eröffnungszeremonie der Türkisch-Deutschen Universität. Foto: Uncredited/Pool Presidential Press Service/AP Pool/dpa

Es sei sehr wichtig, dass die Kanzlerin ihre Reise mit der Eröffnung der Universität beginne, sagte Erdogan, der Merkel seine „geschätzte Freundin“ nannte. Er hoffe, dass die Universität ein Symbol für die Freundschaft beider Länder sein werde.

Die Universität ist nach Auskunft des türkischen Koordinators Izzet Furgac eine staatliche türkische Volluniversität mit fünf Fakultäten, 13 Bachelorstudiengängen, sieben Masterstudiengängen, einem Promotionsstudiengang und 2500 Studenten. 38 deutsche Universitäten seien in einem Konsortium zusammengefasst, um sie in der Lehre und Forschung zu unterstützen.

Merkel ist einen ganzen Tag lang in Istanbul. Nach dem Termin an der Universität wollen Erdogan und Merkel zu politischen Gesprächen zusammenkommen. Unter anderem soll es um die Krisen in Libyen und Syrien sowie um bilaterale Themen gehen. Viele – wie die Flüchtlingspolitik oder die Lage der Menschenrechte in der Türkei – sind umstritten.

Außerdem steht für Merkel nach Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern am Morgen später auch noch ein Treffen mit Repräsentanten der Zivilgesellschaft an. (dpa)

 

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