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Russland darf nicht an Eurovision Song Contest im Mai in Italien teilnehmen

23.05.2021, Niederlande, Rotterdam: Italien hat mit dem rockigen Protestsong „Zitti e buoni“ der Band Måneskin den Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam gewonnen. Foto: Sander Koning/ANP/dpa

Russland darf wegen des Einmarsches in die Ukraine nach einer Boykott-Drohung und mehreren Protesten nicht mehr am Eurovision Song Contest (ESC) 2022 teilnehmen.

Der Veranstalter, die European Broadcasting Union (EBU), schloss das Land am Freitag nach anfänglichem Zögern aus. Als Grund nannte die EBU, dass eine russische Teilnahme den Wettbewerb «in Misskredit bringen könnte».

„Es wird kein russischer Künstler am diesjährigen Eurovision Song Contest teilnehmen“, teilte die EBU in Genf mit. Der Wettbewerb findet vom 10. bis 14. Mai in Turin in Norditalien statt.

Logo des Eurovision Song Contest 2020. Foto: Koen Van Weel/ANP/dpa

Die EBU hatte auf Forderungen nach einen Ausschluss Russlands am Donnerstag noch mit dem Hinweis reagiert: „Der Eurovision Song Contest ist eine nicht-politische kulturelle Veranstaltung.“

Am Freitag hieß es: „Wir setzen uns weiterhin für den Schutz der Werte eines Kulturwettbewerbs ein, der den internationalen Austausch und die Verständigung fördert, das Publikum zusammenbringt, die Vielfalt durch Musik feiert und Europa auf einer Bühne vereint.“

Der finnische Rundfunksenders Yle hatte zuvor mit einem Boykott gedroht, sollte Russland nicht ausgeschlossen werden. Der russische Angriff auf die Ukraine verstoße gegen alle Werte, für die man selbst ebenso stehe wie alle anderen europäischen Rundfunksender, teilte Yle mit. Andere skandinavische Sender und die Ukraine hatten den Ausschluss Russlands ebenfalls verlangt. (dpa)

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