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1:1 – Wales ärgert Rote Teufel mit spätem Ausgleich

11.06.2022, Großbritannien, Cardiff: Der Belgier Youri Tielemans (l) und der Waliser Gareth Bale (r) kämpfen um den Ball. Foto: Virginie Lefour/BELGA/dpa

Für die belgische Fußball-Nationalelf bleibt Wales ein Angstgegner – vor allem bei Spielen im Hexenkessel von Cardiff. Die Roten Teufel mussten sich am Samstag in der Nations League durch einen späten Gegentreffer mit einem 1:1 begnügen.

Fünf Änderungen hatte Belgiens Coach Roberto Martinez im Vergleich zum 6:1-Sieg gegen Polen an seiner Startelf vorgenommen. Die beiden Abwehrroutiniers Toby Alderweireld und Jan Vertonghen fehlten ebenso wie Eden Hazard.

Im Zentrum der Verteidigung bekam Dedryck Boyata nach seiner schlechten Vorstellung im Spiel gegen die Niederlande eine neue Bewährungschance.

11.06.2022, Großbritannien, Cardiff: Der Waliser Gareth Bale (l) und der Belgier Axel Witsel kämpfen um den Ball. Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Im Tor stand, wie von Martinez vorher angekündigt, Koen Casteels. Kevin De Bruyne war in Abwesenheit von Hazard und Vertonghen Kapitän.

Von den letzten sechs Spielen konnten die Roten Teufel nur eines gewinnen. Außerdem war Belgien im Viertelfinale der EM 2016 an den Walisern gescheitert. Deshalb gilt Wales als Belgiens Angstgegner. Hinzu kam, dass Gareth Bale & Co. nach dem Erreichen der Qualifikation für die WM in Katar – der ersten WM-Teilnahme seit 1958 – noch in einer Euphorie waren, ebenso die Zuschauer.

Die belgische Startelf: Casteels – Dendoncker, Boyata, Theate – Meunier, Witsel, Tielemans, Carrasco – De Bruyne, Trossard – Batshuayi.

Die Waliser begannen furios, erspielten mehrere Eckbälle und gingen sogar in Führung durch Ampadu. Zum Glück für die Belgier wurde der Treffer durch den VAR aberkannt. Die diesmal ganz in Weiß spielenden Roten Teufel waren jedenfalls gewarnt.

11.06.2022, Großbritannien, Cardiff: Der Waliser Joe Rodon (l) und der Belgier Thomas Meunier kämpfen um den Ball. Foto: Virginie Lefour/BELGA/dpa

Es war der Auftakt einer sehr engagierten ersten Halbzeit, in der die „very british“ spielenden Waliser den Ton angaben und sich einige sehr gute Chancen durch Bale (13.) und zweimal Roberts (36. und 40.) erspielten.

Allerdings hatte auch Belgien Möglichkeiten. Torwart Hennessey parierte einen Schuss von Tielemans (8.) und De Bruyne (45.). Die größte Torchance hatte Trossard in der 41. Minute.

Im ersten Durchgang mussten die Waliser bereits wechseln. In der 38. Minute schied Allan verletzt aus, für den früheren Spieler des FC Liverpool kam Ramsey. 0:0 der Pausenstand.

Die Roten Teufel erwischten einen Traumstart in die zweite Halbzeit. Nach einer sehenswerten Kombination über Trossard und Batshuayi kam der Ball zu Tielemans, der Torhüter Hennessey keine Abwehrchance ließ, 0:1.

Nach diesem Führungstreffer der Belgier wurde es still im Stadion von Cardiff. Nach einer Stunde kam Thorgan Hazard für Carrasco.

11.06.2022, Großbritannien, Cardiff: Belgiens Leandro Trossard (r) und Wales‘ Neco Williams kämpfen um den Ball. Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Im zweiten Durchgang lief das Spiel in den Reihen der Roten Teufel viel besser, insbesondere nach dem Führungstreffer für die Gäste. In der 72. Minute nahm Martinez einen Doppelwechsel vor: Für Trossard und De Bruyne kamen Praet und Eden Hazard.

In der 75. Minute sorgten die Gastgeber nach längerer Zeit noch einmal für Gefahr vor Casteels, aber der Schuss des für Bale eingewechselten Johnson ging am zweiten Pfosten vorbei.

Johnson war es aber, der in der 86. Minute nach einer sehenswerten Einzelaktion von Ramsey den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Es war eine sehr knappe Entscheidung, denn der Schiedsrichter hatte zuerst auf Abseits entschieden. Belgiens Coach Martinez konnte nach dem Spiel auch nicht verstehen, weshalb das Tor gegeben wurde. Es blieb beim 1:1.

Weil es auch zwischen Holland und Polen (2:2) keinen Sieger gab, ändert sich in der Tabelle der Gruppe 4 der A-Liga nichts: Die Niederlande führen nach 3 Spielen mit 7 Punkten vor Belgien und Polen mit jeweils 4 Zählern. Wales ist Schlusslicht mit 1 Punkt. Am Dienstag bestreitet Belgien sein letztes Spiel vor der Sommerpause in Polen, das sich mit Sicherheit für die 1:6-Schlappe von Mittwoch in Brüssel revanchieren will. (cre)

Nachfolgend im Video beide Tore:

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

8 Antworten auf “1:1 – Wales ärgert Rote Teufel mit spätem Ausgleich”

  1. Heute hätten wir wieder 4-1 gegen Holland verloren.
    Ist Saelemakers eingentlich verletzt? Über rechts kam nichts. Oder hat Martinez ein persönliches Problem mit Saelemakers, wie seiner Zeit mit Naigolaan?
    Fazit: Müssen noch froh sein mit dem Punkt

  2. Als Mannschaft funktioniert Belgien an keiner Stelle. Sobald wir etwas unter Druck geraten, schwimmt die ganze Abwehr. Schon in der ersten Halbzeit hätten wir mit drei Toren in Rückstand geraten können. Offensiv kam auch nie besonders viel zustande. Martinez kann soviele Spieler ausprobieren wie er will, in dieser Mannschaft ist einfach kein Spielwitz zu erkennen. Sehe für die Zukunft schwarz. So ist Belgien höchstens noch Mittelmaß. War eine spannende Zeit mit der Goldenen Generation. Sie ist aber definitiv vorbei.

  3. Rundes Leder

    Kein gutes Spiel der Teufel! Die Abwehr schwamm ständig. Das System gefällt mir gar nicht. Der Theate; sowie die Verteidigerkollegen sind Weltmeister im Rück- und Querpassspiel! Zum einschlafen. Es kann nur mehr besser werden. Wenn ich ein paar Minuten 1-0 führe, dann bereinige ich konsequenterweise die Abwehr, ohne Fehlpass.

  4. AS-FAN-KELMIS

    Klare Fehlentscheidung beim Gegentor. Die Abseitslinie verläuft nicht paraleel mit der Strafraumlinie. Gut zu sehen bei Sudinfo. Der Schiri klaut uns zwei Punkte.Man fûhlt sich in AS Spielen zurückversetzt !!

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