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Rote Teufel im Schatten des Fußballskandals heute in der Nations League gegen die Schweiz (20.45 Uhr, RTL-TVI)

09.10.2018, Belgien, Tubize: Die Spieler Thorgan Hazard (l-r), Vincent Kompany, Eden Hazard und Michy Batshuayi in Aktion bei einer Trainingseinheit. Foto: Virginie Lefour/BELGA/dpa

Überschattet vom jüngsten Fußball-Skandal (oder „Footgate“) bestreitet die belgische Nationalelf heute Abend in Brüssel ihr zweites Spiel in der Gruppe A2 der Nations League gegen die Schweiz.

Beide Teams waren mit einem klaren Sieg gegen Island in den neuen Wettbewerb gestartet. Die Eidgenossen fegten die Isländer sogar mit 6:0 vom Platz, während die Roten Teufel in Reykjavik 3:0 gewannen.

In den beiden Spielen von heute Abend und im November zwischen Belgien und der Schweiz geht es also um den Gruppensieg und die Qualifikation für die „Final Four“ der Nations League im Juni 2019, die wahrscheinlich in Portugal stattfinden werden.

Belgiens Nationalcoach Roberto Martinez muss u.a. auf Kevin De Bruyne und Jan Vertonghen verzichten, hat aber genügend Alternativen.

11.10.2018, Belgien, Tubize: Thierry Henry, Assistenztrainer von Belgien, steht bei einem Training im Vorfeld des Nations-League-Spiels gegen die Schweiz auf dem Platz. Foto: Virginie Lefour/BELGA/dpa

Die Belgier haben mehrfach deutlich gemacht, dass der Gewinn der Nations League als erstes Nationalteam überhaupt ihr nächstes Ziel ist auf dem Weg zur Fußball-EM 2020.

Mann der Stunde ist auf belgischer Seite ohne jeden Zweifel Eden Hazard, der in der Form seines Lebens ist. Er wurde jetzt gerade zum „Spieler des Monats“ September in der englischen Premier League gewählt.

Die Schweiz ist mit einem starken Team in Brüssel anwesend. Viele Akteure kennen die ostbelgischen Fußballfans aus der Bundesliga.

Dass Konkurrent Schweiz sein erstes Spiel gegen Island 6:0 gewonnen hat und dadurch schon nach einem Spiel eine fantastische Tordifferenz aufweist, muss die Belgier nicht sonderlich beunruhigen. In der Nations League wird bei Punktegleichstand zunächst einmal der direkte Vergleich in Betracht gezogen. Erst wenn die beiden Direktbegegnungen zwischen Belgien und der Schweiz genau identisch enden, würde die allgemeine Tordifferenz den Ausschlag geben.

Es könnte das letzte (oder vorletzte) Spiel mit dem französischen Ex-Nationalspieler Thierry Henry auf der Bank als Assistent von Martinez sein. Der Franzose wird wahrscheinlich beim AS Monaco, Gruppengegner des FC Brügge in der Champions League, seinen ersten Vertrag als Cheftrainer unterschreiben.

11.10.2018, Belgien, Tubize: Der belgische Nationalspieler Marouane Fellaini (l) nimmt an einem Training im Vorfeld des Nations-League-Spiels gegen die Schweiz teil. Foto: Virginie Lefour/BELGA/dpa

Somit wird Martinez wieder einen neuen T2 suchen müssen, denn kurz nach der WM in Russland, die Belgien auf dem dritten Platz beendete, war bereits Graeme Jones (zum englischen Zweitligisten West Bromwich Albion) ausgeschieden. Kürzlich kündigte auch Chris Van Puyvelde, Technischer Direktor des belgischen Fußballverbandes, seinen Wechsel nach China an.

Auf die Stimmung heute Abend im König-Baudouin-Stadion sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen darf man gespannt sein, denn der Fußballskandal um Finanzbetrug und Spielmanipulation liegt Spielern wie auch Fans des WM-Dritten schwer im Magen, auch wenn Nationaltrainer Martinez vor der Begegnung gegen die Schweiz meinte, die Affäre werde keine negativen Auswirkungen auf die Leistung der Roten Teufel haben, sobald diese auf dem Platz gefordert sind.

Am kommenden Dienstag bestreitet die belgische Nationalelf ebenfalls in Brüssel ein Länderspiel gegen die Niederlande. (cre)

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