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Rot-Grün gewinnt die Regionalwahl in Hamburg – FDP unter 5-Prozent-Hürde

24.02.2020, Berlin: Christian Lindner, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und Parteivorsitzender, und Anna von Treuenfels-Frowein (FDP), Spitzenkandidatin zur Bürgerschaftswahl in Hamburg, kommen zu einer Pressekonferenz der FDP im Hans-Dietrich-Genscher-Haus. Foto: Christophe Gateau/dpa

AKTUALISIERT – Bei der Bürgerschafts-Wahl in Hamburg ist die FDP ganz knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kamen die Liberalen auf 4,9 Prozent und verpassten so den Einzug ins Landesparlament.

Allerdings gewann FDP-Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels-Frowein in ihrem Wahlkreis Blankenese ein Mandat. Nach ersten Zahlen vom Sonntagabend hatte die FDP noch bei 5,0 Prozent gelegen. Bei der Wahl vor fünf Jahren holte die FDP 7,4 Prozent.

Wie das Landeswahlamt am Montag weiter mitteilte, schaffte die AfD den Wiedereinzug in die Bürgerschaft mit 5,3 Prozent (2015: 6,1 Prozent). Stärkste Kraft wurde die SPD von Bürgermeister Peter Tschentscher mit 39,2 Prozent (45,6). Auf Platz zwei landeten die Grünen unter Spitzenkandidatin Katharina Fegebank mit 24,2 Prozent (12,3). Auf die CDU entfielen 11,2 (15,9), auf die Linke 9,1 Prozent (8,5). Das endgültige Ergebnis soll am 11. März feststehen.

23.02.2020, Hamburg: Die Spitzenkandidaten der SPD, Peter Tschentscher, und der Grünen, Katharina Fegebank, während der TV-Runde. Foto: Carsten Rehder/dpa

In der Bürgerschaft werden 123 Abgeordnete sitzen. Die SPD bekommt 54 Sitze, die Grünen 33. 15 Mandate gehen an die CDU, 13 an die Linke und 7 an die AfD. Hinzu kommt der Sitz von Treuenfels-Frowein. Die konstituierende Sitzung der neuen Bürgerschaft ist für den 18. März geplant.

Die Liberalen zeigten sich enttäuscht. „Das finde ich sehr, sehr schade. Das ist für uns als Partei natürlich ein trauriges Ergebnis“, sagte von Treuenfels-Frowein am Rande einer Landesvorstandssitzung. FDP-Chef Christian Lindner schrieb auf Twitter: „Eine liberale Stimme aber wird es mit @AnnaVTreuenfels in der Bürgerschaft geben – ein kleiner Trost und der Ausgangspunkt für den nächsten Anlauf.“

Dass sich in Thüringen der FDP-Kandidat Thomas Kemmerich von CDU und AfD zum Ministerpräsidenten hatte mitwählen lassen, wird als ein Hauptgrund für das schlechte Abschneiden der Christdemokraten und der Liberalen in Hamburg gesehen. Dadurch sei ein Vertrauensverlust bei den Bürgern entstanden, sagte von Treuenfels-Frowein. „Das war für uns sehr, sehr schwer in kurzer Zeit wieder aufzuholen.“ (dpa)

7 Antworten auf “Rot-Grün gewinnt die Regionalwahl in Hamburg – FDP unter 5-Prozent-Hürde”

  1. Rob-Otter

    23. Februar 2020, 21:56 Uhr

    „Hamburg hat am Sonntag eine neue Bürgerschaft gewählt: Laut der Hochrechnungen liegen SPD und Grüne klar vorne. Die CDU verliert weiter an Zustimmung, die AfD hat es trotz erster anders lautender Prognosen wohl doch geschafft, die FDP muss um ihren Wiedereinzug ins Rathaus bangen.“

    Es wäre Schade, wenn die FDP nicht ins Rathaus kommen würde.

  2. Die PFF kann mit etwas Glück auch die 5 % in 2024 schaffen, jedoch nur wenn die Pff Weibchen stillen und sich verabschieden. Sie haben alles in den Sand gesetzt, siehe SPD und CDU in Deutschland, viel Geschrei ohne Wolle…

  3. schlechtmensch

    Hat Frau Merkel das Wahlergebnis eigentlich schon akzeptiert? So lange das nicht geschehen ist sollte man lieber noch abwarten mit Bewertungen. (Siehe Thüringen). Erst wenn die geliebte Bundesmutti ihren Daumen gehoben hat dürft ihr losjubeln. Aber bei über 80% für linke Parteuen dürfte das doch wohl durchgehen ;o)

  4. Ekel Alfred

    Man hat ja in Hamburg einige Wahl(BÜNDEL) in einem Abfalleimer gefunden….das sind bestimmt die benötigten Stimmen….um die FDP über die 5% Hürde springen zu lassen….die Merkel wird das bestimmt veranlassen….

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