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Satiriker Semsrott will die Reiserei des Europäischen Parlaments zwischen Brüssel und Straßburg stoppen

16.07.2019, Frankreich, Straßburg: Nico Semsrott (Die Partei) spielt mit Aufklebern auf seiner Bekleidung nach der Bewerbungsrede von Ursula von der Leyen vor den Abgeordneten des Europaparlaments auf die Berateraffäre der neuen Kommissionschefin an. Foto: Michael Kappeler/dpa

Der deutsche Satiriker und EU-Abgeordnete Nico Semsrott will den Brüsseler Plenarsaal des EU-Parlaments in „Straßburg“ umtaufen, um die regelmäßigen Reisen des Parlaments von Brüssel nach Nordfrankreich zu beenden.

Den Antrag stellte der Politiker von „Die Partei“ bei Parlamentspräsident David Sassoli.

Er verwies auf die hohen Kosten des Parlamentsstandorts in Straßburg, die er mit mehr als einer halben Milliarde Euro angab. Die Reisen der Abgeordneten und ihrer Mitarbeiter verursachen nach seinen Angaben mindestens 20.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid. Und das Parlament in Straßburg stehe 300 Tage im Jahr leer – denn die Abgeordneten tagen nur eine Woche im Monat dort und arbeiten in aller Regel in Brüssel.

Diese Argumente und der Wunsch vieler Parlamentarier, das Hin und Her zwischen Brüssel und Straßburg zu beenden, würden wegen des Widerstands Frankreichs seit Jahrzehnten ignoriert. Die Lösung seiner „hochkarätigen Rechtsberater“: Da der EU-Vertrag zwar Straßburg als einen Sitz des Parlaments vorschreibe, aber nicht Straßburg in Frankreich, solle man einfach im umgetauften Plenarsaal in Brüssel tagen und hätte den Verträgen genüge getan, schrieb Semsrott an Sassoli. (dpa)

8 Antworten auf “Satiriker Semsrott will die Reiserei des Europäischen Parlaments zwischen Brüssel und Straßburg stoppen”

  1. EU Wahnsinn

    Herr Macron könnte diese irrsinnige Millionen Euro vernichtende Pendelei im Interesse, aller EU Bürger und Steuerzahler sofort abstellen. Oder aber alle EU Abgeordneten weigern sich nach Straßburg zur Sitzungswoche zu gehen. Machen sie aber auch nicht bei dem hohem Gehalt, hält man lieber die Klappe, der Wahnsinn zu Bürgers Lasten bleibt. Der Vertreter der Satirepartei hat auch aus dem Alltag seiner Kollegen, der EU Abgeordneten berichtet, ein geruhsames Leben, man badet gerne lau.

  2. Spritztourenpolitiker

    Schon alleine all die Türchen welche unser ADR Mann aus Eupen unternimmt, was die wohl kosten müssen? Kein Wunder das der das ömesös macht! Wir müssen ihn aber sehr wohl bezahlen obschon er nicht viel für uns tut, für den Bombenlohn!? Ob wir dessen Reisekosten auch noch mit bezahlen müssen? Das wäre ja der Hammer?
    Der Mann aus Deutschland hat recht. Die Hohen Personen predigen Wasser und trinken den Wein selber!
    Bei allem was die tun! Der Steuerzahler muss es bezahlen! Eine schöne Gesellschaft die Politiker!?
    Wir können eine lange Geschichte davon erzählen.
    Ob man den Wanderzirkus nicht stoppen Könnte?

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