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1:1 – Ein Elfmetertor rettet die Red Flames zum EM-Auftakt

10.07.2022, Großbritannien, Manchester: Karolina Lea Vilhjalmsdottir (l) aus Island in Aktion gegen Jody Vangheluwe (2.v.r) und Elena Dhont aus Belgien. Foto: Martin Rickett/PA/AP/dpa

Die belgische Frauenfußball-Nationalelf ist mit einem Unentschieden in die EM gestartet. Die Red Flames mussten am Sonntag gegen Island mit einem 1:1 zufrieden sein. Während die Isländerinnen einen Elfmeter vergaben, konnten die Belgierinnen ihren Strafstoß verwandeln.

Unter den rund 4.700 Zuschauern im sonnenüberfluteten Academy Stadium von Manchester konnte man Roberto Martinez, Nationalcoach der belgischen Männer-Auswahl, erblicken.

Die Startelf von Trainer Ives Serneels: Evrard – Philtjens, De Neve, Kees, Vangheluwe – Vanhaevermaet, Biesmans, De Caigny, Cayman – Dhont, Wullaert.

Die erste nennenswerte Chance hatte Belgien in der 9. Minute durch Cayman, die nach einer weiten Flanke von rechts in den Ball grätschte, diesen aber nicht richtig erwischte.

10.07.2022, Großbritannien, Manchester: Justine Vanhaevermaet (l) aus Belgien und Sara Bjork Gunnarsdottir aus Island in Aktion. Foto: Martin Rickett/PA/AP/dpa

Vier Minuten später fehlte es auch bei einem Schuss von Wullaert an Power, um Islands Torhüterin Sigurdardottir ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Die Isländerinnen hatten ihre erste gefährliche Aktion in der 24. Minute. Zum Glück für Belgien konnte Vangheluwe mit einem perfekten, wenn auch riskanten Tackle Thorvaldsdottir am Schuss hindern.

Riskant war auch das Abwehrmanöver von Philtjens bei einem Schuss von Jonsdottir in der 30. Minute. Die schwedische Schiedsrichterin wurde vom VAR auf ein mögliches Handspiel von Philtjens hingewiesen und gab nach Prüfung der Videobilder zu Recht Elfmeter. Thorvaldsdottir trat an – aber Red-Flames-Torhüterin Evrard parierte den Strafstoß, der nicht besonders gut ausgeführt worden war.

10.07.2022, Großbritannien, Manchester: Jody Vandheluwe (l) aus Belgien und Sveindis Jonsdottir aus Island kämpfen um den Ball. Foto: Martin Rickett/PA/AP/dpa

Kurz vor der Pause hätte auch Belgien in Führung gehen können, als Dhont von Cayman gut bedient wurde, aber die bis dahin beste Chance der Belgierinnen nicht nutzen konnte, denn der Ball ging neben das Tor der Isländerinnen. 0:0 der Pausenstand. Mit dem Resultat konnten die Red Flames angesichts des von den Isländerinnen nicht genutzten Elfmeters zufrieden sein.

Die zweite Halbzeit begann für Belgien schlecht. In der 47. Minute konnten sich die Red Flames ein zweites Mal bei ihrer Torhüterin Evrard bedanken, die mit einer Fußabwehr Jonsdottir an der Führung für Island hinderte.

Die Führung kam dann doch drei Minuten später, als Thorvaldsdottir nach einer Flanke von Vilhjalmsdottir in den belgischen Strafraum per Kopfball das 0:1 erzielte.

Der Rückstand schien zumindest die Belgierinnen wachgerüttelt zu haben. Die Red Flames erspielten sich einige Chancen und erhielten in der 65. Minute einen Foulelfmeter, als Dhont nach einem Zuspiel von Wullaert im Strafraum der Isländerinnen regelwidrig zu Fall gebracht wurde. Vanhaevermaet verwandelte den Strafraum sicher, 1:1.

10.07.2022, Großbritannien, Manchester: Justine Vanhaevermaet (vorne) aus Belgien erzielt per Elfmeter den Treffer zum 1:1. Foto: Martin Rickett/PA Wire/dpa

Erleichterung im belgischen Lager, aber 20 Minuten vor Schluss hatten die physisch starken Isländerinnen zwei gute Chancen. Ein Kopfball wurde von Evrard über die Latte gelenkt, ein anderer ging daneben.

Danach hatte aber auf der Gegenseite Wullaert die Führung für die Belgierinnen auf dem Fuß, doch konnte Islands Torhüterin Sigurdardottir einen zweiten Treffer für die Red Flames verhindern.

Die Schlussphase war etwas hektisch. Vor allem drängten die Isländerinnen auf den Siegtreffer. Für Aufregung sorgten ein Handspiel einer Belgierin, das aber nicht als elfmeterreif gewertet wurde, und ein Foul an einer Belgierin, das aber ohne Folgen blieb, weil es zuvor eine Abseitsstellung gegeben hatte.

Es blieb somit beim 1:1, mit dem die Red Flames zufrieden sein müssen. Am Donnerstag, dem 14. Juli, um 21 Uhr trifft Belgien auf die starken Französinnen. (cre)

3 Antworten auf “1:1 – Ein Elfmetertor rettet die Red Flames zum EM-Auftakt”

  1. Verdientes Unentschieden. Aber vom Sitz gerissen hat mich dieses Spiel nicht. Viel Einsatz auf beiden Seiten, aber qualitativ war doch noch sehr viel Luft nach oben. Ich glaube kaum, dass eine dieser beiden Mannschaften die nächste Runde erreicht. Es sei denn, sie steigern sich gewaltig.

  2. Habe es leider verpasst. Wenn den Bericht lese, bin ich fast gewillt, das Leider zurück zu nehmen.

    Frauen EM: im Land des Fussball. Im Sommer zu vernünftigen Uhrzeiten. Für Fans Alkohol und Hotelbetten bis zum Abwinken.
    Männer WM: in einem Wüstenstaat. Im Winter zu unmöglichen Uhrzeiten. Für Fans kein Slkohol und keine Hotelbetten.
    Finde den Fehler!

  3. Ostbelgien Direkt

    HINWEIS – In der Gruppe der Red Flames hat Mitfavorit Frankreich in seinem ersten Spiel einen Kantersieg gefeiert. Das Team von Trainerin Corinne Diacre deklassierte am Sonntagabend in Rotherham Italien mit 5:1 (5:0). Grace Geyoro (9. Minute/40./45.) von Paris Saint-Germain mit einem Dreierpack, ihre Clubkollegin Marie-Antoinette Katoto (12.) und Delphine Cascarino (38.) von Champions-League-Sieger Olympique Lyon schossen Frankreich schon in der ersten Halbzeit uneinholbar im Führung. Im zweiten Durchgang gelang Martina Piemonte (76.) der Ehrentreffer für Italien. Die Französinnen treffen am Donnerstag um 21 Uhr auf Belgien.

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