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Raerener Bahnhof soll schon sehr bald Leben eingehaucht werden

Rechts entsteht der Café-Pavillon, links der alte Eisenbahnwaggon. Beides direkt an der Ravel-Trasse. Foto: OD

Der Café-Pavillon mit Terrasse am Raerener Bahnhof wird gebaut, doch kann bis zu seiner Fertigstellung noch ein Weile vergehen. So lange möchte der künftige Betreiber nicht warten. Schon in einigen Wochen soll es Getränke und kleine Gerichte in dem in einen Speisesaal umfunktionierten alten Waggon direkt daneben geben.

Nach der Stilllegung des touristischen Eisenbahnverkehrs der Vennbahn ist ein gemeinsames Gesamtkonzept rund um die Revitalisierung der Strecke zwischen Eupen und Raeren-Grenze noch nicht klar ersichtlich.

Auf einem Plakat werden Passanten auf den Bau eines Café-Pavillons hingewiesen. Foto: OD

In der Mitte des Teilstücks liegt der Raerener Bahnhof. Und dieser war bis 2002 Mittelpunkt einer touristischen Attraktion in der DG, nicht nur für Eisenbahnfreunde. Seitdem schlummert er vor sich hin.

In der Zwischenzeit wurde das alte Streckennetz der Vennbahn zurückgebaut und durch den Ravel-Radweg ersetzt. Er ist einer der längsten Bahntrassenradwege Europas und führt durch drei Länder.

Raeren ist Etappenort und somit auch für die Touristen attraktiv, wenn sie dann auch bleiben. Aber noch fehlt die Logistik im alten Grenzbahnhof. Nun kommt wieder Leben auf dem Gelände. Die Arbeiten an dem Café-Pavillon haben begonnen. Doch bis zur endgültigen Fertigstellung wird es noch dauern. Und die Sommerferien rücken immer näher.

Rast- und Verweilmöglichkeit

Damit die Gäste das altehrwürdige Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1885 und das Stellwerk nicht nur im Vorbeifahren bestaunen können, will der künftige Betreiber Marc Vandenrul vorab den alten Speisewagen nutzen und den Touristen, aber auch der einheimischen Bevölkerung, zeitnah eine Rast- und Verweilmöglichkeit anbieten.

Das Gelände aus einer anderen Perspektive. Hinten links entsteht der Café-Pavillon. Foto: OD

Der Plateauwagen dient als offene Terrasse. Die Gemeinde hatte die Waggons vor einiger Zeit erworben. Sie sollen in das geplante Gastronomiekonzept integriert werden. Nun macht der neue Betreiber aus der Not eine Tugend.

Damit der Etappenort Raeren auch wirklich ein Haltepunkt ist, möchte Vandenrul ein – bis zur Fertigstellung des neuen Pavillons -angemessenes Angebot verwirklichen. Kleine Gerichte, Getränke und punktuelle Initiativen bzw. Aktivitäten will er über die Sommerzeit anbieten. Dieses Ziel möchte der Betreiber bereits in den kommenden Wochen erreichen.

Eine Anbindung der Ravel-Strecke vom Raerener Bahnhof an Eupen ist derzeit nicht machbar. Dort verläuft noch das Schienennetz, welches durch den Eigentümer Infrabel instandgesetzt wurde. Ein parallel verlaufender Rad- und Fußweg ist nicht realisierbar.

Zum einen fehlt das notwendige Gelände, zum anderen müssten Sicherheitsvorkehrungen und genau definierte Abstände zu den Schienen erfüllt werden, die ansatzweise eine Nutzung außerhalb des Eisenbahnverkehrs ermöglichen würden. Und dies ist in naher Zukunft nicht durchführbar. EDGAR HUNGS

Nachfolgend noch einige Fotos, die am Mittwoch auf dem Areal am historischen Stellwerk am Raerener Bahnhof gemacht wurden. (Zum Vergrößern Bild anklicken):

    • Anneliese Schwätzer

      Ich glaube das soll so.
      Da stehen ja auch Schilder mit Pflanzennamen rum.

      *Das Cafe im roetgener Bahnhof ist jedenfalls ein großer Erfolg.
      Das kann auch in Raren funktionieren. Als die Vennbahntrasse durch geteert wurde habe ich auch gedacht : „das wird die Fehlinvestition des Jahrhunderts, in 5 Jahren jammern die rum , wir hätten die Schienen lassen sollen“. Da habe ich mich wohl getäuscht. Dank E-Bike- und Fahrradboom, ist man sich, bei schönem Wetter, auf dem Weg als Spaziergänger seines Lebens nicht mehr sicher.

  1. Pensionierter Bauer

    Da hoffe ich für den Herrn Vandenruhl, dass das mit der AFSCA und den ganzen Sicherheitsauflagen dort auch klappen wird. Wünsche ihm auf jeden Fall, gutes Gelingen!

  2. Wie immer, kurz vor den Wahlen werden die Gemeinden aktiv.
    Wetzlarbad in Eupen, Bahnhof in Raeren, Tennishalle und Museum in Kelmis, gibt bestimmt noch andere Beispiele …

  3. Ich wünsche Herr vandenruhl auch viel Erfolg Glaube aber das die ganze Geschichte eine totgeburt sein wird . wüsste nicht woher die ganzen Radfahrer herkommen sollen die dann auch anhalten zum verzerren . der bahnhof liegt am sogenanntem A… der Welt . die meisten Radfahrer werden dort nur vorbei fahren und das Umfeld lädt auch nicht zum verweilen ein lasse mich hoffentlich eines besseren belehren

  4. Es ist zwar schon eine Weile her, dass wir mal mit dem Fahrrad dort durchgekommen sind, damals machte das ganze Gelände doch einen trostlosen und verlotterten Eindruck.
    Die Fotos oben zeigen, dass das noch immer so ist.

    Da wird aber noch mancher Euro hineingebuttert werden müssen, um daraus eine Touristenattraktion zu machen. Ein paar verrostete Gleise, vom Unkraut überwuchert, ein „historisches“ Stellwerk und alte Waggons genügen da aber nicht.

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