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Wird Belgier Wout van Aert heute Rad-Weltmeister?

03.09.2020, Frankreich, Le Teil: Der Belgier Wout van Aert vom Team Jumbo-Visma. Foto: Marco Betorello/Pool AFP/(AP/dpa

258,2 anspruchsvolle Kilometer, 18 knackige Anstiege, nur ein Weltmeister: Bei der Straßenrad-WM im italienischen Imola steht an diesem Sonntag (RTBF „La Une“ ab 13.40 Uhr/Eurosport 2/ZDF) das Königsrennen an.

Wer folgt auf den Dänen Mads Pedersen, der sich im Vorjahr im britischen Harrogate die Rad-Krone aufsetzte?

DIE STRECKE

Der knapp 29 Kilometer lange Rundkurs rund um die Rennstrecke von Imola ist gleich neunmal zu bewältigen. Jedes Mal aufs Neue warten nicht nur zwei knackige Anstiege, sondern auch anspruchsvolle Abfahrten, eine enge Straße und ein technisch fordernder Parcours.

25.09.2020, Italien, Imola: Zeitfahr-Weltmeister Filippo Ganna (r) aus Italien und der Zweitplatzierte Wout Van Aert aus Belgien feiern auf dem Podium. Foto: Eric Lalmand/BELGA/dpa

Imola ist als Gastgeber kurzfristig eingesprungen, weil die WM in den Schweizer Gemeinden Aigle und Martigny coronabedingt abgesagt wurde.

DAS WETTER

Als ob der Kurs nicht schwierig genug wäre, droht dem Feld auch noch eine Regenschlacht. Im Vergleich zu den ersten WM-Tagen, als bei jenseits von 20 Grad die Sonne schien, sind für den Sonntag eine deutliche Abkühlung und ab dem frühen Nachmittag auch Schauer gemeldet. Im Vorjahr überfuhren im Dauerregen von Harrogate gerade einmal 46 von 197 Radprofis die finale Ziellinie.

DIE FAVORITEN

Tour-Sieger Tadej Pogacar und sein Landsmann Primoz Roglic gehören definitiv dazu. Neben Pogacar und Roglic werden vor allem der belgische Allrounder Wout van Aert, der bei der WM im Zeitfahren Silber holte (siehe Bericht an anderer Stelle), sowie der Franzose Julian Alaphilippe hochgehandelt. Zu den Favoriten würde noch ein anderer Belgier gehören, wenn er nicht bei der Lombardei-Rundfahrt schwer gestürzt wäre: Remco Evenepoel. Seit dem Sieg von Philippe Gilbert 2012 wartet Belgien auf einen neuen Weltmeister. 1996 gewann Johan Museeuw und 2005 Tom Boonen. (dpa/cre)

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