Politik

Nato-Chef Rutte wieder mit Schmeicheleien über Trump: „Nur er kann Putin zum Frieden zwingen“

18.12.2025, Polen, Bemowo Piskie: Nato-Generalsekretär Mark Rutte nimmt an einer Pressekonferenz mit dem polnischen VerteidigungsministerKosiniak-Kamysz nach ihrem Besuch im Ausbildungszentrum der Landstreitkräfte Orzysz in Bemowo Piskie teil. Foto: Tomasz Waszczuk/PAP/dpa

Seitdem Mark Rutte Generalsekretär der Nato ist, lässt er keine Gelegenheit aus, US-Präsident Donald Trump zu loben. Nach Einschätzung des Niederländers kann sich die Atlantische Allianz im Ernstfall auf die USA verlassen. Da sind andere jedoch viel skeptischer.

„Trump hat sich klar zur Nato bekannt – aber auch die klare Erwartung, dass wir unsere Ausgaben deutlich steigern. Und wir setzen das um“, sagte Rutte der „Bild am Sonntag“. Die Europäer übernähmen Verantwortung mit der „Koalition der Willigen“ für die Ukraine, und sie schützten die Ostflanke, das Baltikum. „Die USA haben klar gesagt, dass sie in Europa engagiert bleiben – nuklear wie konventionell. Ein Abzug aus Europa steht nicht zur Debatte.“

Rutte lobte Trumps Bemühungen, den nun seit fast vier Jahren andauernden Krieg Russlands gegen die Ukraine zu beenden. „Trump ist in dieser Frage absolut engagiert. Er ist darauf fokussiert, diesen Krieg zu beenden“, sagte der Nato-Chef. Trump sei der Einzige, der Kremlchef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch habe bringen können – und der Einzige, der Putin am Ende zu einem Friedensschluss zwingen könne. „Dafür zolle ich ihm großen Respekt.“

23.11.2024, USA, Mar-al-Lago: Auf dem von der Nato zur Verfügung gestellten Foto geben sich der designierte US-Präsident Donald Trump (l) und Nato-Generalsekrer Mark Rutte (r) die Hand. Foto: Erik Luntang/Nato/dpa

Rutte wandte sich auch gegen Befürchtungen, die USA könnten ihre Unterstützung der Ukraine einstellen. „Davon gehe ich überhaupt nicht aus. Was wir im Moment sehen, ist, dass der Informationsaustausch und auch die Waffenlieferungen an die Ukraine weitergehen“, sagte er.

Militärexperten sind da deutlich weniger optimistisch, insbesondere was die angebliche Unterstützung der USA für Europa im Ernstfall anbelangt. Trump entferne sich immer mehr vom Alten Kontinent, so ihr Tenor.

Schon im Juni 2025 nach dem Nato-Gipfel in De Haag hatte eine Journalistin von Sky News Rutte auf dessen Schmeicheleien für Trump angesprochen. Ob er die Schmeicheleien und Lobeshymnen an den US-Präsidenten eigentlich angemessen finde, fragte sie den ehemaligen niederländischen Ministerpräsidenten. „Ist das nicht erniedrigend und lässt Sie das nicht schwach aussehen?“, wollte sie wissen. Einmal habe er den amerikanischen Präsidenten sogar „Daddy“ genannt, so die Journalistin. Rutte betonte, Donald Trump sei seit zehn Jahren sein Freund, er habe Großartiges für die Nato geleistet.

Spektakuläre Aussagen sind bei Rutte keine Seltenheit. Erst kürzlich erregte er Aufsehen, als er behauptete: „Wir sind Russlands nächstes Ziel.“ (dpa/cre)

22 Antworten auf “Nato-Chef Rutte wieder mit Schmeicheleien über Trump: „Nur er kann Putin zum Frieden zwingen“”

    • Welche Alternativen haben wir noch so? Wenn ich mir die derzeitige Situation weltweit so ansehe. Trump will Venezuela, Trump will Grönland u. später evtl. Russland , Putin die Ostukraine (erstmal), die Chinesen wer weiß es schon?
      Vielleicht sollten man erstmal weltweit alle Munition verballern und gucken wer, wenn überhaupt, noch steht. Der Mensch ist sicher intelligent aber ohne Vernunft nützt ihm das nichts. Er ist nur ein vernunftbegabtes Säugetier, mehr nicht.

      • Joseph Meyer

        @Mungo
        Sie haben es erfasst: „Trump will Venezuela, Trump will Grönland u. später evtl. Russland , Putin die Ostukraine (erstmal), die Chinesen wer weiß es schon?“
        Trump ist m.E. „Wachs“ in den Händen seiner Auftraggeber in den USA! Von diesen wurde ihm befohlen, erstmal „Deals“ mit Putin zu machen, denn diese Leute haben begriffen, dass es im Augenblick noch unmöglich ist Russland – selber unbeschadet – militärisch besiegen zu können, und inzwischen glaube ich, auch China für die USA nicht mehr militärisch zu besiegen ist!
        Rutte ist ein schmieriger Lügner, Absolvent der „Young Global Leader“ Kaderschmiede des WEF in Davos. Vor Jahren hat er dem Reporter auf eine entsprechende Frage hin in die Kamera gelogen, dass er Klaus Schwab und das WEF gar nicht kennen würde … . Den Posten eines Generalsekretärs der NATO bekommt man nur wenn man komplett „auf Linie ist“ … .

        Es ist jawohl klar, dass „Die USA in Europa engagiert bleiben – nuklear wie konventionell, und dass ein Abzug aus Europa nicht zur Debatte steht.“ Der grosse Krieg, so haben die anglo-amerikanischen „Macher“ es ja geplant, soll doch auf europäischem Boden und möglichst ohne Verluste an amerikanischen und englischen Soldaten geführt werden.
        Auch dass Trump „der Einzige wäre, der Putin am Ende zu einem Friedensschluss zwingen könne“ ist komplett lachhaft! Es sieht doch umgekehrt so aus, dass Russland die USA zwingen kann ihre Hände von Venezuela wegzulassen!

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