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Staatsanwaltschaft fordert Puigdemonts Auslieferung an Spanien

Ein Polizeifahrzeug, in dem vermutlich der entmachtete katalanischen Regionalpräsident Carles Puigdemont sitzt, verlässt am 17.11.2017 den Justizpalast in Brüssel. Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

Die Brüsseler Justiz hat die Auslieferung des entmachteten katalanischen Präsidenten Carles Puigdemont und vier seiner Ex-Minister an Spanien gefordert. Das teilten Anwälte Puigdemonts nach der ersten Anhörung vor dem Gericht Erster Instanz in Brüssel am Freitag mit.

Der bestehende europäische Haftbefehl solle vollstreckt werden, forderte die Staatsanwaltschaft demnach. Eine Entscheidung fiel noch nicht. Der Termin für das Plädoyer der Verteidigung wurde nach Justizangaben für den 4. Dezember angesetzt.

Gegen Puigdemont und vier seiner früheren Minister liegt ein europäischer Haftbefehl und ein Auslieferungsgesuch Spaniens vor.

Die spanische Justiz wirft ihnen im Zusammenhang mit dem Streben nach der Abspaltung Kataloniens von Spanien Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Gelder vor.

Die belgische Justiz muss nun darüber entscheiden. Das Verfahren kann sich in mehreren Instanzen über Monate ziehen. (dpa)

  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Das Strafrechtliche ist nur eine Seite der Medaille. Über das Zivilrechtliche wurde noch nicht diskutiert. Könnte es denn nicht auch passieren, das Unternehmen Schadensersatz von Puigdemont persoenlich fordern, weil sie Einbußen erlitten haben. Kann mir jemand dazu was sagen ?

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