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Sozialisten werfen die Vervierser Bürgermeisterin Muriel Targnion aus der PS

Die Vervierser Bürgermeisterin Muriel Targnion (im Jahr 2016). Foto: Belga

Am Donnerstag hat die PS die Bürgermeisterin von Verviers, Muriel Targnion, aus der Partei geworfen. Damit erreicht der Streit um die Spaltung der Sozialistischen Partei in Verviers ihren vorläufigen Höhepunkt.

Eskaliert ist der Konflikt innerhalb der PS mit der Absetzung des sozialistischen Präsidenten des Vervierser ÖSHZ, Hasan Aydin, die Bürgermeisterin Targnion gegen den Willen der Parteispitze durchsetzte. Die Vervierser PS ist seitdem gespalten und wurde durch die Parteiführung in Brüssel unter Aufsicht gestellt.

Offenbar hat sich die Spitze der PS auf die Seite des auf Betreiben von Targnion geschassten ÖSHZ-Präsidenten Aydin geschlagen. Am Donnerstag musste sich die Bürgermeisterin vor dem zuständigen Aufsichtsgremium der PS verantworten.

Die 49-Jährige scheint nicht die besten Argumente gehabt zu haben, denn am Donnerstagmittag wurde bekannt, dass man den Ausschluss von Muriel Targnion aus der PS beschlossen habe.

Targnion wollte sich dazu zunächst nicht äußern. Sie bleibt vorerst Bürgermeisterin von Verviers, weil das Amt nicht an eine Parteizugehörigkeit gebunden ist. Alles hängt jetzt davon ab, wie sich die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat entwickeln werden.

Im Fall Targnion spielen Medienberichten zufolge auch das Verhalten der Vervierser Bürgermeisterin in der Publifin-Affäre sowie ihre lukrative Nebentätigkeit bei Luminus eine Rolle. (cre)

 

17 Antworten auf “Sozialisten werfen die Vervierser Bürgermeisterin Muriel Targnion aus der PS”

  1. Rote Brut

    Schon wieder ein Eklat! Diese Partei schiesst sich selber ab ins Bedeutungslose! Skandale auf Skandale. Nichts geht mehr! Alles Mitläufer und Vieljober. Den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen, das können die am besten.

  2. Willi Müller

    Und wann meldet sich Herr Van Compernolle, der Doppelsozialist, und betont, wie er seinen Genossen in B und in D die Hölle heiß macht; schließlich machen die Sozen ja immer so viel falsch aber Alfons wird nicht müde, sie zur Raison zu rufen.
    Danke Alfons, du bist der Beste seit 1869
    Der Ex- Genosse Bofroste Will

        • Alfons van Compernolle

          Ich bin bei weitem nicht der Beste, sondern nur EINER von 11,6 Millionen Einwohnern!
          Bei Ihnen aber scheint Ihre fruehere Bio-Frost-Taetigkeit einige Spuren hinterlassen zu haben. Wie gesagt, wenn es Ihrem Wohlbefinden dient, dann duerfen Sie sehr gerne weiterhin ueber meine Person ihre von Sachverstand strotzenden Kommentare tippen.
          Bedingung ist allerdings, dass es Ihrem geistigen Wohlbefinden dienlich ist!

    • Ostbelgien Direkt

      @Pfui OD! – Tut mit leid, aber einige Ihrer Kommentare, sei es über Di Rupo oder über Frauen, sind eindeutig homophob bzw. sexistisch. Sie werden zu Recht nicht veröffentlicht. Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun. Das gilt übrigens auch für andere Kommentare von Ihnen, die eindeutig fremdenfeindlich sind. Wenn ich sie veröffentlichen würde, würden 99,9 Prozent der Leser von OD mir recht geben. Gruß

  3. Mithörer

    Ein schmutziges Spiel was da getrieben wird. Aber so etwas ist man ja zwischenzeitlich gewohnt von den Sozis.
    Erstens, ein ÖSHZ-Präsident hat keine Sprechstunden abzuhalten. Angesichts der oft heiklen Situation ist das Aufgabe gewisser Mitarbeiter oder Sozialassistenten des ÖSHZ. Aber als Präsident kann man so eine Abhängigkeit erzeugen.
    Zweitens, die Bürgemeisterin hatte eine neue Mehrheit. Erst auf Druck der nationalen PS zogen zwei Ratsmitglieder ihre zuvor erteilte schriftliche Unterstützung auf Druck der nationalen PS zurück. Einem von den beiden war der Bürgermeistersessel dafür angeboten worden.
    Ich bin absolut kein Freund der jetzigen Bürgermeisterin von Verviers aber so läuft das bei den Sozis. Wenn du ein strammes Parteimitglied und dazu noch gehorsam bist und der Parteiraison folgst, dann wirst du belohnt. Allein die Parteioberen entscheiden über Posten bzw. sein oder nicht sein.
    Die jetzige Bürgermeisterin kann zwar auf mehr als 3.000 Vorzugsstimmen verweisen aber Sozis ist das kein Problem.Die pfeiffen auf ein Wählervotum.

    • Alfons van Compernolle

      Mithoerer: Bei Ihnen bzw der PS kann das wohl sein. Das sieht bei uns in Vlaanderen bei der SP.a doch zum Glueck etwas anders aus !! Wenn das stimmt, was Sie hier betr. Druck durch den PS.-Vorstand beanstanden, dann kann ich Ihnen nur RECHT geben. Ich bin haeufig nicht einverstanden, was die SP.a
      Elite so an Ideen & Programmen hat und ueber Zustimmung bis Ablehnung ist mein Parteiverhalten gekennzeichnet. Aber ausser intensiven Diskussionen , habe ich im Parteivorstand Gent-Oost noch niemals Anfeindungen oder Ablehnung erfahren , im Gegenteil !! Nicht alle Belg.-Sozis haben dieses
      dumme „PS“ Verhalten !! Und grundsaetzlich gilt fuer mich , die Partei hat nicht immer Recht , denn wir die Bevoelkerung machen Belgien aus , nicht aber eine Partei, welche auch immer !!

  4. Marcel Scholzen eimerscheid

    Die Frau Bürgermeisterin soll froh sein, nicht mehr in der PS zu sein. Gibt mehr Freiheit. Dieser Ausschluss ist keine Strafe sondern ein Segen. Kann ja jetzt selbst eine Lokalliste gründen und sich ganz auf die Lokalpolitik konzentrieren.

    Was hier passiert, ist typisch PS, das Blockieren, Intrigieren gegen unbequemen gewordene Mitglieder. Nur nutzen wird es der PS nicht. Hat sich selbst damit geschwächt. Die PTB und andere werden davon profitieren, sind die lachende Dritte. Die PS ist nicht mehr das, was sie mal war, eine Partei der kleinen Leute, die für sozialen Fortschritt eintritt, sondern eine Funktionärskaste, wo Macht und Geld das wichtigste ist. Früher konnte noch ein Arbeiter dort Karriere machen, heute nicht mehr. Die Fleischtöpfe sind für Bachelor und Masterinhaber reserviert.

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