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ProDG und Paasch müssen trotzdem auf der Hut sein

Oliver Paasch und seine ProDG sind die klaren Sieger der PDG-Wahl vom vergangenen Sonntag. Eigentlich führt an ihnen kein Weg vorbei. Egal, ob die amtierende Koalition von SP, ProDG und PFF fortgesetzt wird oder nicht, Paasch hätte in jedem Fall das letzte Wort – allerdings bei einer Ausnahme, und diese hat es in sich: Im Fall einer Koalition ohne ProDG wäre Oliver Paasch draußen. Und deshalb hat der Unterrichtsminister trotz seines grandiosen Wahlsieges allen Grund, auf der Hut zu sein.

Gehen wir mal die Koalitionen durch, die die größten Chancen haben, realisiert zu werden.

Option 1: ProDG-SP-PFF

Die bestehende Koalition, die es ja auch schon seit zehn Jahren gibt, würde fortgesetzt – nur mit dem Unterschied, dass nicht mehr Karl-Heinz Lambertz, sondern Oliver Paasch Ministerpräsident würde. Dieses Bündnis könnte in Zukunft sogar über 14 Mandate im PDG verfügen (statt 13).

Trotzdem gibt es einige Aspekte, die gegen eine erneute Fortsetzung der alten Dreierallianz sprechen.

Zum einen muss sich noch herausstellen, ob ein „Alpha-Tier“ wie Karl-Heinz Lambertz nach 15 Jahren als Ministerpräsident tatsächlich gewillt ist, sich einem anderen Regierungschef unterzuordnen.

Zweitens stellt man sich schon seit Wochen die Frage, was SP, ProDG und PFF daran gehindert hat, wie 2009 von vorneherein klarzustellen, dass die alte Koalition auf jeden Fall fortgesetzt werde, wenn sie weiter über eine Mehrheit verfügt. Dies hat man jedoch weder im Wahlkampf noch am Montagabend in der „Elefantenrunde“ des BRF getan.

Warum eigentlich? Will man die Entwicklung in Namur und Brüssel abwarten, bevor man die alte Koalition bestätigt? Oder liegt zwischen den drei Koalitionspartnern – und insbesondere zwischen Lambertz und Paasch – doch einiges im Argen?

Option 2: ProDG-CSP

Als am Montagmorgen die Ergebnisse von St. Vith bekannt wurden, hatte diese Koalition sogar die besten Chancen. Das hat sich jedoch mit den Resultaten aus Eupen etwas geändert, denn die CSP kann sich nicht mehr zu den Wahlsiegern zählen.

Trotzdem hat diese Koalition im Vergleich zu anderen Konstellationen einen vielleicht entscheidenden Vorteil: ProDG und CSP können als Einzige eine Zweierkoalition bilden. Und wenn Oliver Paasch immer gesagt hat, er wolle so viel wie möglich vom Programm der ProDG durchsetzen, wenn möglich mit ihm als Ministerpräsidenten, dann kann er dies am ehesten in einem Zweierbündnis.

Da braucht man keinem dritten Koalitionspartner Zugeständnisse zu machen. Und es gibt mehr Posten, die man mit eigenen Leuten besetzen kann (Minister, Kabinettsposten, PDG-Präsident, Gemeinschaftssenator usw.).

Option 3: SP-CSP-PFF oder SP-CSP-Ecolo

Diese Option wäre der „Super-GAU“ für die ProDG. Es ist die Variante, vor der sich Oliver Paasch fürchten muss. Es wäre die Kopie jener Koalition, die möglicherweise im Wallonischen Parlament zustande kommt (und eventuell auch auf föderaler Ebene, jedenfalls zum Teil).

  • Vorteil für Lambertz: Er könnte Ministerpräsident bleiben und hätte keinen „strahlenden Sieger“ neben sich, dem er sich unterzuordnen hätte.
  • Weiterer Vorteil für Lambertz: Bei gleichfarbigen Koalitionen auf mehreren Ebenen hätte die DG bessere Chancen, bei einem erneuten Umbau des belgischen Staatsgefüges stärker berücksichtigt zu werden und die erwünschten Zuständigkeiten schneller als bisher zu erhalten, was vielleicht das letzte große Ziel des amtierenden Ministerpräsidenten ist (Stichwort „Belgien zu viert“).
  • Vorteil für SP, CSP, PFF (oder Ecolo): Sie könnten mitregieren und zudem verhindern, dass Oliver Paasch auf Dauer die Politik in der DG beherrscht und die ProDG in Ostbelgien das Maß aller Dinge wird – nicht nur im Hinblick auf die nächsten PDG-Wahlen 2019, sondern auch mit Blick auf die Gemeinderatswahlen 2018. Müsste Paasch aber zurück in die Opposition, könnte gut sein, dass sein Stern mit der Zeit verblasst.

GERARD CREMER

Siehe auch Artikel „PDG-Wahl: SP und Ecolo Wahlverlierer – ProDG Sieger – Paasch Ministerpräsident?“

 

58 Antworten auf “ProDG und Paasch müssen trotzdem auf der Hut sein”

  1. Zu ProDG und CSP: und wer würde MP ?
    Würde die CSP auf den MP verzichten um in die Mehrheit zu gelangen obwohl R. Nelles als MP-Kandidat angetreten ist ? Die Vorzugsstimmen könnten der Ausweg sein.

    Zu SP-CSP-PFF: und wer würde MP? Hier gibt es kein Argument, warum KHL in dieser Koalition MP bleiben soll. Er hat 3 Sitze weniger als die CSP und wohl auch nicht mehr Vorzugsstimmen. Die CSP würde sich unglaubwürdig und Nelles lächerlich machen, wenn sie hier auf den MP verzichten würden.

    Zu SP-PFF-ProDG: Wie teilt man 6 Posten unter 3 Parteien auf, wo es nunmehr einen wesentlich stärkeren Partner gibt (6-4-4) ? Wie bisher mit Paasch als MP und Unterrichtsminister ? oder ?

    Vorhang zu und alle Fragen offen …

    Aber eins ist klar. An inhaltluche Fragen wird keine Koalition scheiter, denn zwischen den Parteien gibt es programmatisch keine großen Differenzen. Oaasch ist hierfür das lebende Beispiel. Er ist ein politisvhes Chamäleon, der auf jeder Liste kandididieten könnten.

  2. Wenn der lange Arm nach Namür ja nicht nötig ist, wie ProDG immer behauptet, reicht ja dicke die Zweierkoalition. Wenn das zu knapp scheint, kann man ja einen dritten Parter mitnehmen, muss ja nicht gleich die Schwiegermutter der letzten Koalition sein.

  3. Wenn die DG sich als gleichwertiger Partner der anderen Regionen/Gemeinschaften sähe, müsste sie der Logik folgen, erst die föderale Koaliton abzuwarten, wie es die anderen tun. Oder zumindest warten was sich in der Wall. Region tut.

  4. Steeklöpper

    Das wird spannend

    Trickst KHL noch ein letztes Mal alle anderen aus? Da kann man nur sagen “ nichts ist unmöglich „.

    Olli P. muss auf der Hut sein, aber sein Gesichtsausdruck gestern bei der Elefantenrunde zeigte einem, das er die Lage richtig einschätzt. KHL machte nicht den Eindruck, als ob er das Handtuch freiwillig wirft, die Weykmans sah schon sehr geknickt aus, Nelles vorsichtig optimistisch und Frau Franzen …. Balter wie immer im Kampfmodus , weiter so.
    Ich glaube die CSP hat ne Chance, weil KHL und Olli sich um den MP streiten und die CSP nach Jahren der Opposition in die Verantwortung zurück muss.

    Habe es eben schon geschrieben: Schaun mir mal 1. kommt es anders und 2. als man denkt

    Viel Spass beim Spekulieren

  5. Eine Zweierkoalition würde der DG mal gut tun.
    Es ist immer einfacher eine konstruktive und effiziente Politik zu gestalten wenn man zu zweit in eine Richtung guckt.
    Und es würde manchen Personen der alten Regierung mal gut tun sich in Frage zu stellen. Wenn man nie etwas anderes getan hat als Politik und nie einen richtigen Job suchen musste, verliert man die Beziehung zur Realität.

  6. Wenn ich Oliver Paasch wäre, hätte ich keine Zweifel: Eine Koalition ProDG-CSP wäre die beste Option für ProDG und für die DG mit Paasch MP und Nelles Minister. Warum zu dritt teilen, wenn es auch zu zweit geht?

    • Flitzpiepe

      Naja, ganz so einfach ist das doch gar nicht. Die CSP stellt vermutlich am Ende, wenn alle Pannen behoben sind und die Endergebnisse feststehen, die größte Fraktion im Parlament. Paasch bekäme wohl aus dem Hauptquartier der CSP diktiert, was er als MP so alles darf und was nicht. Schließlich muss sich eine CSP, die endlich mal wieder an den Futtertrögen der Macht angekommen ist, in Regierungsverantwortung nach Außen gut beim Wähler verkaufen und die eigene Klientel versorgen. Das Druckmittel der CSP wäre eben immer ihre Stärke im Parlament und die ProDG ist der Juniorpartner – das alte Koch-und-Kellner-Problem. Teilen kann manchmal sinnvoller für die eigene Macht sein, als einen zu starken Partner an seiner Seite zu haben. Uns schließlich, stehen dann CSP und ProDG mehr Oppositionsparteien gegenüber, die Druck machen.

  7. Was spricht dagegen daß das „Alphatier“ KHL die alte Koalition fortführt nach dem Motto:“ Es ist mir Sch…egal wer unter mir Ministerpräsident wird.“ Der GRÖMAZ ist das wahre Cleverle im PDG.

  8. Jürgen Margraff

    Um die ProDG draussen zu halten wäre das eine denkbare Alternative, aber ob der Robert sich mit den Brotsamen zufrieden gibt wenn Karl-Heinz weiter den Chef spielt, steht „noch“ auf ’nem anderen Blatt. Obgleich, der MP ruft seinen früheren Chef aus Reuland an und versucht so den aus dem Arbeitsamt zur „Staatsräson“ zu bekehren

  9. Hallo PFF

    Wann versteht ihr endlich, dass ihr als Anhängsel von SP und ProDG von einer Wahlschlappe zur nächsten lauft?
    SP und Pro DG haben zusammen 10 Sitze. PFF und CSP 11. Mit diesen 11 Sitzen könntet ihr Oli P. zu seinem Glück zwingen, zumal es für euch mit Ecolo auch reichen würde. Tschö Lambertz. Tschö SP.
    Nein PFF und CSP begnügen sich mal wieder damit, zu hoffen als Dritte mit ins Boot genommen zu werden. Mal schauen was Lambertz und Paasch entscheiden. Ist das eure Strategie?

    Liebe Grüße

  10. Ich finde es unerträglich, dass die CSP nicht als Wahlsieger bezeichnet wird.
    Die CSP hat zwar Stimmen verloren, bleibt jedoch die stärkste Partei in Ostbelgien. CSP ist der SIeger dieser Wahl! (ganz einfach)

    • Ganz klarer Fall: wenn man wie die CSP (nach einem stetigen Abwärtstrend seit 20 Jahren) ein weiteres Mal mehr als 2 % der Wählerstimmen verliert, ist man doch eindeutig der Wahlsieger, oder sehe ich das falsch ?

    • Wahnsinn

      Man ist doch nicht automatisch Wahlsieger, wenn man die stärkste Partei ist. Wenn eine Partei z.B. 5 Sitze verlieren würde und trotzdem stärkste Partei bleibt, ist sie doch nicht Wahlsieger. Die Ansprüche der CSP scheinen gesunken zu sein. Obwohl, ich denke nicht, dass Nelles sich wirklich als Wahlsieger bezeichnen würde

      • ich habe mich im ersten Satz falsch ausgedrückt! Ich wollte Wahlsieger durch „Sieger der Wahl“ ersetzen.

        Natürlich hat die CSP wieder Stimmen verloren und das die CSP nicht zufrieden sein kann ist logisch. Trotzdem ist die CSP die stärkste Partei in Ostbelgien geblieben.

        Die CSP muss einfach wieder selbst in die Regierung kommen. Der Abwärtstrend ist nur zu stoppen wenn die CSP mit Hilfe von der PFF/SP oder Ecolo in die Regierung kommt. Vergessen Sie nicht, dass die Mehrheit der Bevökehrung die CSP gewählt hat und somit von ihnen regiert werden will.

      • Sieger sind letztendlich diejenigen, die nachher die Regierung bilden.Alles andere (Stimmenzuwachs) ist dann ein Pyrrhussieg, Wählerwillen hin oder her. Um der Macht willen geht es dann zu wie beim ältesten Gewerbe der Welt – sprich – da kann jeder mit jedem ins Bett. So ist nun mal das Geschäft

      • @Realpolitik:
        Natürlich, Realpolitik visiert eine breite Akzeptanz in der öffentlichen Meinung.

        Nach einer Wahl ist die Akzeptanz einer Partei leicht zu erkennen. Die Partei mit den meisten Stimmen wird am Meisten akzeptiert!
        Die CSP ist laut dieser Wahl also die Partei deren Ideen die meisten Menschen anspricht und sollte summa sumarum dann auch Teil der Regierung sein.

        @Wahnsinn:
        Sie wissen doch genau was ich damit ausdrücken möchte. Keine der anderen Parteien hat so viele Stimmen wie die CSP erhalten. Die CSP konnte mit ihren Ideen also mehr Leute für sich gewinnen als jede andere Partei. Sie sollte in der Regierung stehen. Die anderen Parteien haben alle verschiedene Stile und kein Stile konnte so viele Anhänger gewinnen wie der der CSP!

        • @Wähler – Wenn das mal kein Trugschluss ist. Ich sehe das so: Die Klientel der CSP stirbt langsam weg., die jüngeren halten das Etikett „C“ nur noch für ’ne Mogelpackung. Aber ein paar Alte halten eisern durch und wählen auch das nächste mal „christlich“ Dennoch, die Einschläge kommen immer näher.

    • Wieso Herr Paasch?

      Hallo Herr Nelles, Frau Weykmanns und Herr Balter…

      jetzt könnt ihr es ändern

      MP –> Nelles
      M –> Creutz
      M –> Weykmanns
      M –> Balter
      Regierungspräsident –> Miessen

      Das ist doch auch ein toller Wechsel

  11. Option 1: Weiter mit neuem MP (14 Sitze)
    Um hier den Wählerwillen auszudrücken bedarf es einer klaren (und gelebten) Machtverschiebung in Richtung ProDG.
    Deren Koalitionsparteien haben aber nach dem Friedefreudeeierkuchenfest, dass sie sich gerettet haben, genug Gründe sich maximalst zu profilieren. Das könnte zu einer Opposition in der Koalition führen. ProDG hätte auch Schwierigkeiten Abstand von der Historie der beiden Koalitionäre zu gewinnen. Nicht vergessen, nach der Wahl ist vor der Wahl.

    Option 2: CSP-ProDG (13 Sitze)
    Hat alle Qualitäten einer stabilen Koalition: ein gemeinsames Projekt ist einfach definiert und umgesetzt. Die starke Opposition ist ja dann auch vorhanden, auch wenn die Unterschiede zwischen Oppostionsparteien dann deutlicher hervortreten. MP gemäss Vorzugsstimmen.

    Option 3a: SP-CSP-PFF (15 Sitze)
    Die Abgestraften dürfen weitermachen und die CSP erniedrigt sich zum Mehrheitsbeschaffer. Eine solche Geschmacklosigkeit wird auch die geduldigen CSP-Anhänger vergraulen: Stimmverlust beim nächsten mal 50%.

    Option 3b: SP-CSP-Ecolo (13 Sitze)
    Partiell wie 3a. CSP holt sich zwei Verlierer an Bord. 13 Sitze davon 2 Ecolo sieht wie eine Minderheitsregierung aus.

    Option 3c: PFF-CSP-Ecolo (13 Sitze)
    Kaum besser als 3b. 13 Sitze davon 2 Ecolo sieht wie eine Minderheitsregierung aus.

    Namur: ich bin noch immer der Überzeugung, dass wir den Rat der DG gewählt haben. Der wird überflüssig, wenn wir analoge Koalitionen bilden.

    Langer Arm:
    – das anchronistische Konstrukt der Provinz bleibt uns weiterhin erhalten
    – die Freunde der langen Arme lassen uns in der Regel auflaufen (vor allem PS)
    – sein Wahlergebnis macht KHL in Namür nicht glaubhafter (lame duck).

    Bart:
    Nicht dass ich alles vertrete, was der Mann vom Stapel lässt. Aber in zwei (und warscheinlich auch nur in diesen zweien) hat er recht:
    – Belgien gehört institutionell weiter aufgeräumt. Konsequente Föderalisierung erscheint mir inzwischen (nach 30 jahren fauler Kompromisse als Beschäftigungsmassnahme für Politiker) er einzige Weg.
    – Beim Umgang mit Finanzen muss sich schnellstens etwas ändern.
    Ihn nach diesem Wahlergebnis weiterhin auszugrenzen, um den Preis weiterer fauler Kompromisse, bringt dem Land noch mehr Schaden.

    • Wechselwähler

      Sehr kluge Analyse von Der.

      Ich gehe von einer Weiterführung der aktuellen Koalition aus. Die PFF hat in den letzten Jahren auf DG-Ebene oft genug Kröten geschluckt und nun zum wiederholten Male die Rechnung des Wählers dafür erhalten. Sie wird erneut den Steigbügelhalter spielen und sich mit einem Ressort abspeisen lassen, in dem wiederum keinerlei liberalen Akzente gesetzt werden, um dann nächstes Mal bei 3 Sitzen zu landen.

      Herr Paasch und Herr Lambertz sind sich meiner Auffassung weiterhin so nahe, dass sie nicht voneinander lassen können. Ich denke, dass Richtung CSP für die SP und die CSP rein gar nichts gehen wird. Wer kann sich ernsthaft vorstellen, dass z.B. Alfons Velz sich mit der CSP an den Koalitionstisch setzt? Auch der letzte Leserbrief von Minister Mollers mit klarem Anti-CSP-Kurs zeigt, was aktuell Parteilinie ist. Ich gehe von Pro-forma-Verhandlungen in den nächsten Tagen mit der CSP aus, in der diese vorgeführt wird und es anschließend heißt, dass es keine ausreichenden programmatischen Schnittmengen gibt. Alles andere sind Wunschgedanken der CSP.

      Das Auftreten von O. Paasch als Ministerpräsidentenkandidat war nur kluge Wahlkampftaktik, um die SP-Gegner in der PRO-DG-Wählerschaft für sich zu gewinnen.

      Der Drops ist meiner Ansicht nach schon gelutscht…

    • Malsehen

      Ja, aber wenn Oli P. und KHL nun mal „miteinander verheiratet“ sind, in guten wie in besseren Zeiten… Oli Ps Ruf nach dem MP-Sessel zu Wahlkampfzeiten diente nur dem Stimmenfang. In der Elefantenrunde explizit danach gefragt, war nur noch die Rede von der Verwirklichung der Projekte der Partei.

  12. Zwei Wünsche habe ich: ProDG-CSP-Zweierkoalition mit Oli P. als MP und Belgien bei der WM in Brasilien mindestens im Halbfinale. Danach spricht keiner mehr von Lambertz und auch keiner mehr von Mexiko 1986!

  13. Also erst einmal: Wahlsieger können doch nur die Parteien sein, die unter dem Strich ein PLUS stehen haben. Schaut Euch mal die Entwicklung verschiedener Parteien in den vergangenen zwanzig Jahren an… der Abwärtstrend, bzw. das Aussterben der Wählerschaft ist doch offensichtlich.

    Auch ich habe ProDG gewählt, da ich mit der Art und Weise der bisherigen Regierung zufrieden war. Weshalb also ein gut funktionierendes Team auswechseln, wenn man nicht sicher ist, dass die Bank entsprechende Qualität oder Kompetenz aufweist?!?

    Lasst alles so wie es ist und verlangt einfach mehr Gewicht in der Regierung… das wir dann niemand Euch abschlagen, denn die Gewinner – und das richte ich jetzt an die „blinden“ CSP’ler – sind eindeutig ProDG und Vivant, denn die haben ein PLUS aufzuweisen.

    • … vergessen…

      sollte man an dieser Stelle auch nicht die politischen Blockaden der Regierungen mit CSP-Beteiligung. Hier ging es doch meist um den eigenen Vorteil als um das Wesentliche, nämlich die Gestaltung der Gemeinschaft. Das mussten wiederum andere Parteien übernehmen.
      Vielleicht sollte „Jürgen Margraff“ dann zum besseren Verständnis den „Mann aus Reuland“ anrufen.

      • Jürgen Margraff

        Nee, nee mit dem hab‘ ich nichts am Hut, aber der war Premier als Karl-Heinz noch einfacher Minister war. Die SP & die CSP haben also schon mal, und auch der Bruno war damals nicht weit vom Geschehen & zwar nicht der Karthäuser sondern der Andere…

  14. Dass die SP im Norden der DG mit einem blauen Auge davongekommen ist, hat hauptsächlich damit zu tun, dass sich in Eupen die „Futterkrippe“ befindet, von der sich immer mehr DG-Bedienstete ernähren.

  15. naja!!!!!!!!!!!

    Oli P soll der nächste MP der DG werden, dies würde bereits eine deutliche politische Richtungsänderung herbeibringen. Er wird sich schon durchsetzen, wenn er will.
    Wie es aussieht, soll es auf wallonischer Ebene PS-MR geben. Somit würde ProDG besser auf die alte Mehrheit setzen. Er müsste es nur schaffen, denn KHL zu zügeln (seine Zeit ist vorbei und er wollte sowieso in 5 Jahren nicht mehr antreten – wäre dann die Möglichkeit für die SP neue Leute bekannt zu machen). Die CSP ist noch kein verlässlicher Partner, intern sind sie noch zerstritten und keine wirkliche Mannschaft – siehe Wahlresultat Nord/Süd). Somit hätte die ProDG, wenn sie mit der CSP zusammen ginge, womöglich Probleme mit 13 Sitzen. Oder ein dritter Partner muss her. Dies wäre schade.
    Warten wir mal das definitive Endergebnis mit den Vorzugstimmen heute abend ab.

    • KHLs zügelt man sich; ausserdem hält sowas nur von der Arbeit ab.

      Sofern neu SP-Leute den eine Notwendigkeit sein sollen, hätte diese Partei aus der Oppositionsperspektive sehr viel mehr Zeit und auch Motivation dazu.

  16. Fall für Zwei

    Seit 1999 war keine Zweierkoalition mehr möglich. Das ist jetzt der Moment. Zweierkoalition = unkompliziertere und kürzere Entscheidungswege + mehr Einfluss der beiden Mehrheitsparteien auf die Regierungsarbeit + gut fürs eigene Personal.

  17. Politenttäuscht

    Wenn im Norden des Landes, die NVA zu umgehen ist, ist ProDG auch im Osten zu umgehen…oder ? Überall (Flandern, Brüssel, Namur und DG), eine Koalition
    der 3 traditionellen Parteien wäre ideal !

    • ohje ohje

      In Belgien die NVA erneut zu umgehen wäre fatal und würde 33% der Flamen vor den Kopf stossen. Ausserdem wäre dies wahrscheinlich keine Langzeitlösung: die NVA würde dann wahrscheinlich in 4 Jahren bei 40% stehen und könnte dann den Rücken gestärkt eine 7 Staatsreform legitimiert durch einen massieven Wählerauftrag anstreben…

      Würde heute eine nationale Koalition mit der NVA gebildet, würden die Flamen vielleicht merken, dass die NVA auch nur mit Wasser kocht (wenn es denn so kommt) und die NVA bei der nächsten Wahl einiges an Stimmen verlieren.

    • Bürger der DG

      Ich hoffe das die traditionellen Parteien die macht ûübernehmen.Wenn Belgien Bart de Wever nicht braucht
      dann braucht Ostbelgien auch nicht diese Populisten.
      Wie sagte ein Mitglied der jetzigen Regierungmir
      Die Geister die KH uns rief die werden wir nicht los!!!

  18. mal nachdenken

    KHL hat doch in den letzten Jahren seinen Sprachgewandten Lehrling für Ihn die dr… Arbeit machen lassen.
    Wie war das mit den Lehren (Gehaltskürzungen schön reden…) die gewaltige Investitionen in Schulneubauten (kostet ja nix, ist ja nur auf Pump für die nächsten Generationen), …und wenn er mal oben sitzt wierden Ihm sicher neue Schikanen einfallen die Bürger ohne zu fragen zu unterdrücken. Die immer wieder gepriesene Bürgernähe hört dann an der Ministertür auf.

  19. Vereidiger

    In dem Fall, dass es zu einer Koalition mit der CSP käme, müsste diese auch den MP stellen – alle anderen Varianten würden sie da unglaubwürdig erscheinen lassen.

    Wenn O. Paasch also MP sein möchte, geht das nur, wenn die CSP weiter in der Opposition verbleibt.

    Lambertz hat mit MP-Ambitionen eigtl. schlechte Karten, da 2 mögliche bzw. realistische Koalitionspartner zahlenmäßig stärker als die SP sind.

    Aus seiner Sicht müsste es am besten oder einfachsten sein, eine mit Namur möglichst parallel laufende Mehrheit hinzukriegen – mit einiger Wahrscheinlichkeit würde das die Parteien CSP-SP-PFF betreffen.

    Das wäre (neben CSP-ProDG) die „realistischste“ Alternative zur aktuellen Mehrheit (SP-ProDG-PFF), für die ich weiterhin gute Chancen sehe.

    CSP und ProDG halten also die entscheidenden Schlüssel in Händen. Einigen sie sich ohne Personalambitionen, wäre das natürlich die „einfachste“ Variante. Aber der Wirt sitzt in Namur…

    • ohje ohje

      Das sehe ich anders…

      Die CSP würde alles tun, um wieder in die Mehrheit zu gelangen.
      Eine Koalition unter MP Paasch wäre da das kleinste Übel. 2 Minister und ein Senator/PDG-Präsident, das wäre für die CSP wie Weihnachten und Ostern zugleich…

      Gleiches gilt übrigens auch für eine Koalition mit Lambertz als MP. Der einzige Unterschied ist, dass das publik nicht so ankommen würde, mit den 2 verlierenden Ex-Regierungsparteien zu koalieren, obwohl man denen 5 Jahre lang populistisch eine Verschuldungspolitik und schlechte Arbeit vorgeworfen hat. Ausserdem mit 7 Sitzen Junior-Partnet einer Partei mit 4 Sitzen zu werden, kann ich mir nur schlecht vorstellen, selbst wenn die CSP 2 Minister + den Senator als Köder vorgelegt werden sollte…

  20. Jürgen Margraff

    Mittlerweile schreibt man 27.05.2014 – 16h40′ sind die doof? Ich kann meinem Vorreder nur Recht geben, zumindest bleibt ein arger Nachgeschmack was die Legalität des Prozederes anbelangt. Wer garantiert jetzt womit dass die Zahlen die hernach rauskommen auch korrekt sind? Die Innenministerin? Bei einem derartigen Erreigniss sollte es zumindest so sein – früher hätte schon längst einer seinen Hut nehmen müssen, das ist doch zum Mäusemelken. Warum klagt denn da keiner?

  21. In Brüsel, in Namur und bei den Flamen wird es eine rot-blau-orange Koalition geben, wäre wahrscheinlcih auch für die DG das beste. Schöne Mehrheit von 15 Sitzen, gut abgefedert in den andern Gebietskörperschaften. Gut für die DG, ist wirklich “ pro“ DG . Back to the roots.

  22. Option 3; was haben Sie denn da geraucht Herr Cremer?? Wenn die CSP als stärkste Fraktion in eine Regierung geht, um sich dann hinter KHL zu stellen, dann ist das Verarsche ihrer Wähler im Quadrat. Wenn ich CSP Wähler bin, und meine Partei als stärkste Fraktion in eine Regierung geht ohne dabei den MP zu stellen, dann war’s das für mich; die würde ich nie wieder wählen….

  23. Frau Mahlzahn

    Das für mich logischte Szenario finde ich garnicht. CSP – PFF – Ecolo vereint mehrere Vorteile.

    – Kein MP Lambertz
    – Kein ProDG die zu mächtig werden
    – Nelles wird MP
    – Die einzige Konstalation wo die PFF 2 Posten erhalten kann
    – Ecolo kann Ihre Arbeitsplätze retten und Fraktionsstatus in der Geschäftsordnung ändern.
    – Vivant würde von dieser Änderung mit profitieren
    – In den Gemeinden herrscht Friede bei CSP in der Eifel, und PFF- Ecolo im Norden

    • Wahlfisch

      Aha,Ihrer „Logik“ zufolge so nach dem Motto :“ für jeden etwas“. Ich habe ja Verständnis dafür, dass Sie mit Ecolo leiden Diese Partei ist aber in der WR vernichtend abgestraft worden und in der DG so gerade nochmal davon gekommen. Die gehören bestimmt nicht in eine Regierung, weder in Namur noch in Eupen. Ihre Bemerkung, Ecolo könnte „ihre“ Arbeitsplätze retten“ klingt nach
      Hohn und Arroganz ( wobei letzteres typisch ist für diese Besserwisser- und Bevormundungs-Partei), für tausende Menschen, die dank Nullet und Co ihre Arbeitsplätze verloren haben.Nun, „das Volk hat gesprochen“. Gut so und ab in die Wüste!

      • Frau Mahlzahn

        Ja Hohn und Arroganz bringt man als erstes mit grüner Politik in Verbindung, ist klar. Das die Fotovoltaik von Antoine verbockt wurde interessiert ja keinen. Soit. Wir werden sehen. Bei den anderen Alternativen bleibt bei drei möglichen Ministerpräsidenten immer mindestens einer mit Gesichtsverlust auf der Strecke. Bin mal gespannt wie Sie denn die Arroganz als Bezeichnung noch steigern wollen, wenn derjenige nach Ausreden suchen muss, weil er es dann trotz großer Klappe nicht hinbekommen hat und seine Wähler vor den Kopf stoßen muss. Bei einer Koalitionsbildung ist nicht immer der in der besseren Ausgangslage der die Wahl vermeindlich gewonnen hat. Und nach den Wahlen ist vor den Wahlen. Sollte ProDG demnächst bei den Gemeindewahlen antreten, kommen noch ganz andere Probleme auf die anderen Parteien zu. Wäre für eine Modepartei ohne historische Wurzeln bestimmt nicht einfach mit einer Niederlage umzugehen. Die ganzen Mitläufer gehen dann plötzlich verloren und die Euphorie geht in den Keller. Das müsste man dann erst mal verkraften, zumal die neue Mehrheit 5 Jahre zeit hat zu zeigen, dass sie es auch können. Ist aber auch nur eine Möglichkeit von mehreren, aber bestimmt nicht die dümmste. Hängt natürlich von den jeweiligen Interessen ab. Klarer Sieger ist aber die CSP und die PFF. In keiner anderen Koalition könnte man so selbstbewusst die Posten angehen. Es bleibt spannend.

        • Historischer Blödsinn

          Historische Wurzeln… Das hätte man genauso gut vor 30 Jahren von Ecolo behaupten können: Mode-Anti-Atom-Demonstrationspartei. Das zeugt doch von einer recht konservativ-reaktionären Geisteshaltung dieser Bewegung. Im Grunde genommen könnte man sich für Ecolo ebenfalls die Entwicklung der PDB (übrigens eine Partei, die lange vor Ecolo formiert wurde) vorstellen: Der Umweltschutz wird mehr und mehr in die Programme der restlichen Parteien einfließen, ähnlich wie die Autonomiebestrebungen, und irgendwann hat Ecolo kein Alleinstellungsmerkmal mehr und muss sich auflösen. :-)

        • Wahlfisch

          Bei Ihrem Kommentar fällt mir spontan der Spruch ein : „Ich habe mal neben einem gesessen, der hat einen gesehen, Forellen essen. Mit anderen Worten :
          Mir erschließt sich nicht, warum Ecolo
          Teil der nächsten Mehrheit im PDG sein sollte, wie in Ihrem vorherigem Post gefordert. Dann noch Ihr Zitat:
          „Klarer Sieger ist aber die CSP und die PFF. In keiner anderen Koalition könnte man so selbstbewusst die Posten angehen“.
          Da haben Sie wohl ein Wahrnehmungsproblem
          Wie definieren Sie denn den Begriff „Sieger“? Die CSP und die PFF haben lediglich dieselbe Anzahl Mandate erhalten wie in 2009. Einziger“ Sieger“ ist Pro DG mit 2 Sitzen mehr.

  24. Frau Mahlzahn

    @Historischer Blödsinn

    Ja wie die CDH grüne Ideen umsetzt, sieht man am Beispiel Fotovoltaik. Wen ProDG den Spagat zwischen sozial- ökologisch- ökonomisch und liberal schaffen will, geht das nun mal nicht ohne Verluste. Nicht Fisch nicht Fleisch. Natürlich hatte Ecolo immer aktuelle Themen die die Wurzeln haben entstehen lassen. ProDG hat aber kein Thema, die haben alles.

    @Wahlfisch

    Sieger ist der, der am Ende der Verhandlungen mindestens 13 Sitze hat. Punkt. Ob man Vivant gegen Ecolo in meiner These austauscht, ist natürlich möglich. Das mit der Wahrnehmung ist schon so eine Sache. Es ist ein Vorschlag der möglich ist. Mehr nicht. Es ist kein Thema wo man Recht bekommen muss und ebensowenig ist es eine Forderung. Es ist lediglich ein Denkanstoss, der zufällig auch Ecolo oder Vivant mit einbezieht. Mir wäre Ecolo lieber, was ja kein Geheimnis ist. Die Spielräume der nächsten Regierung werden eh eingeängt sein durch die bereits eingegeangenen Verpflichtungen. Da wird man nicht viel falsch machen können, wenn man dazu, wie angekündigt, auch noch sparen will. SOooder so, wird es eine ruhige Legislatur.

  25. Wie Recht Sie hatten, Herr Cremer! Was die CdH jetzt über ProDG erzählt (s.RTL Tvi) beweist das. Die CSP wollte, ProDG loswerden; bieten Lambertz dafür sogar den MP an. Das hätte ich nie geglaubt. Aber Nelles hat es im BRF zugegeben. Als sog. Erstwählerin zweifle ich jetzt an unserem System! Herr Nelles, wie konnten Sie nur so einen Verrat machen?

    • Wasserbett

      Wenn man Vivant außen vor lässt, gab es praktisch keine Koalitionsmöglichkeit wo nicht zwei MP-Anwärter aufeinandergetroffen wären. „Verrat“ musste es also in jedem Fall geben, so oder so.
      Mit einer Ausnahme: CSP-PFF-Ecolo. Da hat sich jedoch Frau Weyckmans quergestellt. Letztendlich ist sie die Königsmacherin gewesen und es war nur eine Frage der Zeit, bis die SP einknicken würde.
      Eindeutiger Sieger ist OP, der nicht nur den Oli(M)P erklungen hat, sondern auch noch die Umsetzung der Staatsreform auf die beiden Koalitionspartner abgewälzt hat.
      Minister Mollers hat nun wieder 5 Jahre Zeit, in einem gemachten Nest seine Studien zu beauftragen und die beiden anderen Minister können mit mehr oder weniger langem Arm für ProDG die Kohle(n) der Staatsreform aus dem Feuer holen.
      Bleibt abzuwarten, ob der Rest des Landes sich nun von der DG distanziert und unseren neuen MP auflaufen lässt.

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