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Pro League verkauft Fußball-TV-Rechte 2020-2025 an Eleven Sports, aber Gent und Antwerp machen nicht mit

Foto: Shutterstock

Die Pro League hat die Fußballrechte an den Sportkanal Eleven Sports vergeben. Trotzdem ist der Deal noch nicht perfekt, weil AA Gent und Antwerp ihn nicht billigen wollen. Beide Clubs drohen damit, die Rechte für ihre Heimspiele selbst zu verkaufen.

Für AA Gent ist die Gesamtsumme von 103 Millionen Euro pro Jahr, die Eleven Sports für den Zeitraum 2020-2025 zu zahlen bereit ist, immerhin rund 23 Millionen Euro pro Jahr mehr als im letzten Rechtevertrag, noch zu niedrig.

Gent-Vorsitzender Ivan De Witte hatte bereits im November 2019 gesagt, dass die Pro League „mindestens 120 Millionen Euro“ pro Jahr rausholen müsse.

Luciano D’Onofrio, Vizepräsident und Technischer Direktor des FC Antwerp. Der „Great Old“ will den Deal mit Eleven Sports nicht unterschreiben. Auch AA Gent legt sich quer. Foto: Belga

Auch Antwerp wird sich nicht an dem Sammelverkauf beteiligen, wenngleich aus einem anderen Grund als Gent. Beim „Great Old“ ist man mit dem Verteilerschlüssel zwischen den 16 Erstligisten nicht einverstanden. Demnach sollten die 23 Millionen Euro pro Jahr, die im neuen Rechtevertrag mehr erzielt wurden, zu 80 Prozent an die sogenannten „G5“ gehen (Anderlecht, Brügge, Genk, Gent und Standard Lüttich) und nur zu 20 Prozent an die „K11“ (die 11 anderen, darunter die AS Eupen).

Der FC Antwerp, der sich selbst neuerdings als einen der belgischen Spitzenclubs betrachtet, weigert sich, den vorgeschlagenen Verteilerschlüssel zu akzeptieren und nimmt daher nicht am kollektiven Verkauf teil.

Jetzt bleibt abzuwarten, wie die Pro League vorgehen wird. Wahrscheinlich wird der Generaldirektor der Pro League, Pierre François, versuchen, AA Gent und Antwerp zurück ins Boot zu holen.

Bis zum Ende der laufenden Saison haben Telenet, VOO und Proximus die Übertragungsrechte für die Jupiler Pro League. Der Sportsender Eleven Sports, den man heute sowohl über VOO als auch über Proximus empfangen kann, verfügt bereits über die TV-Rechte für die Bundesliga, die Serie A (Italien), La Liga (Spanien) sowie den FA-Cup, den Liga-Pokal und die zweite Liga (Championship) in England. (cre)

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