Politik

PFF startet Prozess zur Schärfung ihres Profils

Sacha Brandt, Vorsitzender der ostbelgischen Liberalen. Foto: PFF

Bei sommerlichem Wetter trafen sich am Samstag rund 50 Mitglieder und Freunde der PFF zur Mitgliederversammlung in St. Vith. In entspannter Atmosphäre habe der Austausch gestanden, heißt es in einer Pressemitteilung der ostbelgischen Liberalen.

„Eine Partei muss sich kontinuierlich weiterentwickeln und auf die Herausforderungen der Zeit reagieren“, erklärte PFF-Präsident Sacha Brandt in seiner Ansprache. „Wir wollen die PFF gemeinsam mit unseren Mitgliedern weiterentwickeln und unser liberales Profil weiter schärfen. Es ist uns wichtig, unsere Mitglieder aktiv in diesen Prozess einzubinden.“

Ziel sei es, an den politischen Prioritäten der Partei zu feilen und jene Themen herauszuarbeiten, die das liberale Projekt in Ostbelgien in Zukunft besonders prägen sollen.

Die PFF-Fraktionsvorsitzende Evelyn Jadin (M) bei ihrer Ansprache auf der Mitgliederversammlung der ostbelgischen Liberalen. Foto: PFF

Wie die Mitglieder konkret eingebunden werden, erläuterte die Fraktionsvorsitzende Evelyn Jadin. Ab dem Herbst plant die PFF mehrere Workshops, in denen gemeinsam zentrale Zukunftsthemen gemeinsam diskutiert und vertieft werden sollen.

„Wir möchten einen offenen Austausch ermöglichen und die Erfahrungen, Ideen und Perspektiven unserer Mitglieder direkt in die weitere Entwicklung der Partei einfließen lassen. Gemeinsam wollen wir herausarbeiten, welche Schwerpunkte uns in den kommenden Jahren besonders beschäftigen sollen“, erklärte Jadin.

„Neben den politischen Diskussionen bot die Mitgliederversammlung vor allem Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Bei guter Stimmung und vielen Gesprächen zeigte sich einmal mehr die Verbundenheit innerhalb der Partei. Die PFF blickt motiviert auf die kommenden Monate und freut sich darauf, gemeinsam mit ihren Mitgliedern neue Impulse für die Zukunft des liberalen Engagements in
Ostbelgien zu setzen“, heißt es abschließend.

In der Tat benötigt die PFF unbedingt einen neuen Elan. Bei der PDG-Wahl von 2024 konnte zwar der seit 2004 anhaltende Abwärtstrend gestoppt werden, aber auch nur deshalb, weil es viel tiefer als 2019 nicht mehr gehen konnte. Die Liberalen verbesserten sich von 11,36 auf 12,03 Prozent, konnten aber keinen Sitz hinzugewinnen. Allenfalls haben die Liberalen die Rote Laterne als schwächste Fraktion im Parlament der DG an Ecolo abtreten können.

Merke: Trotz einer fast permanenten Talfahrt ist es den Liberalen gelungen, mit Ausnahme einer kurzen Zeitspanne von vier Jahren (von 1995 bis 1999), seit Gründung der DG Mitte der 1980er Jahre immer in der Mehrheit zu sein. (cre)

47 Antworten auf “PFF startet Prozess zur Schärfung ihres Profils”

  1. Merke: Trotz einer fast permanenten Talfahrt ist es den Liberalen gelungen, mit Ausnahme einer kurzen Zeitspanne von vier Jahren (von 1995 bis 1999), seit Gründung der DG Mitte der 1980er Jahre immer in der Mehrheit zu sein.
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    Wobei genau das das „süße Gift“ ist woran jede Partei langsam aber sicher zu Grunde geht! Machterhalt über politischem Profil, man verbiegt sich bis zum „geht nicht mehr“ (nennt das dann euphemistisch „demokratischer Kompromiss“) und wundert sich dass die Stammwählerschaft von der Fahne geht. Die PFF sollte einmal in sich gehen und nachdenken was eine liberale Partei ausmacht, was sie von anderen unterscheidet und was sie für eine Stammwählerschaft wählbar macht. Sicher nicht die Feststellung „Hurra, wir haben wieder einen Minister im Kabinett“. Eine PFF die keinerlei Skrupel zeigt bei Koalitionen mit den Grünen, aber VIVANT hinter einer „Brandmauer“ sieht, kann verschwinden, solche „Liberale“ braucht niemand. Das man mich richtig versteht, heißt nicht dass man alles toll findenden soll was von VIVANT kommt, aber so zu tun als seien das die „Parias“ gegen die man sich mit allen anderen (ECOLO 🤦‍♂️) verbünden müsse, ist reiner Schwachsinn. Das sehen immer mehr Wähler genau so….

    • Dax Ihre Ausführungen zur Brandmauer verstehe ich nicht. Von Brandmauern spricht man beim Mehrheitszugang nicht bei einem Oppositionsabkommen. Vivant tritt nur in der DG und der EU an. In der DG bestimmt die Mehrheitspartei das Spiel, höchstens mal die zweite. ProDG und vorher SP haben sich aber die PFF ausgesucht, nicht Vivant.

      • https://brf.be/regional/1805547/
        Neujahrsempfang von ProDG: Partei schließt Koalition mit Vivant aus
        ….
        Auch über zukünftige Koalitionsformen wurde gesprochen. ProDG-Gründer und Ministerpräsident Oliver Paasch fand dazu klare Worte: „Eine Koalitionsaussage wird es von mir nicht geben. Das sage ich seit vielen Monaten. Das Rennen ist vollkommen offen. Für mich ist aber klar, dass die Positionen von Vivant und ProDG unvereinbar sind. Vivant hat ein komplett anderes Konzept für die Entwicklung Ostbelgiens. Vivant steht nicht zur Autonomie der DG. Auch kann ich nicht mit den europapolitischen Positionen der Partei einverstanden sein. Die Unvereinbarkeit mit Vivant ist so groß, dass ich mir eine Koalition nicht vorstellen kann, obwohl es auch Gemeinsamkeiten in dieser Legislatur gegeben hat.“
        …..
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        Die Aussage kommt von ProDG wird aber von den anderen Parteien genau so gesehen. VIVANT ist der gemeinsame Feind, der Paria, die Partei der „Populisten“. Ähnlichkeiten zur AfD oder zum VB sind nicht zufällig auch die DG-Politiker brauchen den „bösen Feind“ der nur gemeinsam (d.h. man bleibt samt Postenverteilung unter sich) besiegt werden kann. Wenn die PFF weiter auf dem Wagen mitfährt bleibt sie auf der Strecke….

  2. Der Alte

    Die PFF war einmal eine Partei deren Mandatstraeger mehrheitlich in der freien Wirtschaft gelernt hatten wie das Leben laeuft oder eben nicht. Dann kam die Generation Kreisaal, Hoersaal, Plenarsaal. Die PFF hat uebrigens nicht ein Monopol auf dieses Problem.

  3. Bonn serra

    Mon Dieu , auf dem obigen Foto erkennt man noch einen echten Liberalen welcher es dort ganz hoch geschafft hat .
    Alle Achtung für dessen einmaliger Karriere und herzlichen Glückwunsch.

  4. Krisenmanagement

    Solange sich dort Menschen wie Wertz, Jadin und Freches tummeln, hat diese Partei nichts und nein gar nichts mit Liberal zu tun. Wer Steuersubventionen im Gießkannenprinzip verteilt hat rein gar nichts verstanden.

  5. Ein alter Eupener

    Liest man die Reden, die Wünsche, die Sprüche: zu anderen kaum ein Unterschied Unterschied.
    Was bedeutet konkret „liberales Profil“ in Ostbelgien? Fred Evers, Bernd Gentges, Ferdel Schröder, Félicien Dejozé verkörperten das. Tatkräftige Persönlichkeiten, bürgernah ohne blaue Schminke. Sascha und die Jadin-Sisters stehen für Pöstchenschieberei und heiße Luft.

  6. Radikal Schnitt

    Sehr geehrte Damen und Herren Liberale!
    ein guter Einfall von ihnen, die Idee:
    Schärfung des Profils! Dann fangt mal zuerst bei Euch selber an damit!
    Verringert üppig die politische Posten in Belgien!
    Ihr seht na selber wo unser Land steht, mit all den „Doppel- und Mehrfachjobs“ eures Berufs!?
    Alles noch komplizierter wie schon bereits vorher, damit ja jeder Posten supergut bezahlt wird, selbst beim Ausscheiden noch Super-Prämien!
    Eure Pensionen sind mehrfach zu Hoch gegen die des Dachdeckers und die der Putz- und Pflegekräften, vergleicht das mal, und fangt bei euch an!
    Erst dann werdet ihr wieder das Vertrauen des Volkes und der Wähler zu spüren kriegen!
    Unser Land braucht dringend eine bessere Politik!
    Wir stehen lange genug auf Podestplätzen, in Sachen Schulden und Steuern!
    All dieses habt ihr mit Verschuldet, daher Kehrtwende! Aber sofort und jetzt!
    Geht mit gutem Beispiel voran!

    • Der Chef der wallonischen Schwesterpartei ist, meiner Meinung nach, die Verkörperung dessen, was bei dieser liberalen Partei nicht mehr stimmt. Was will man schärfen wenn man als Partei diesen Typ zu seinem Chef wählt?

  7. Sacha Brandt

    Ich kann einige Kommentare sicherlich nachvollziehen.
    Jedoch würde ich nicht Menschen aufgrund Ihrer beruflichen Tätigkeit stigmatisieren. Ich möchte betonen das meine PFF Kollegen enorm viel Herzblut und Einsatz zeigen während andere diese Zeit lieber mit Ihren Familien verbringen oder am Handy sitzen.
    Ich persönlich habe nichts mit Pöstchenschieberei zu tun. Ich habe noch nie, und werde auch nicht nur 1 Euro vom Staat für ein politisches Amt annehmen.
    Mein Ziel ist es die Liberalen wieder eine dunkelblaue DNA zu verpassen. das heißt konkret:
    Weniger Staat, weniger Steuern, mehr Eigenverantwortung, Leistung muss sich lohnen. Und dafür werde ich meine ganze Kraft einsetzen. Mitstreiter die in diese gleiche Richtung denken sind sehr willkommen. Die Partei erfindet sich gerade neu, und wir werden keinen Zweifel daran lassen das wir die Partei der „Effizienz“ sind und sein werden.

    • Der Alte

      Ab und an ist eine Marke in den Augen der potentiellen Kunden dermaßen verbrannt, dass es besser ist das Projekt zu begraben und etwas neues zu beginnen, ohne die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Schauen Sie nach Kelmis als Beispiel für das, was mittelfristig nicht funktioniert. Nur um den Bürgermeister verdienterweise ins Aus zu schießen hat sich eine Liste aus PDB (pardon, ProDG), SP, Ecolo und PFF gebildet. Mit einer Alle gegen einen Taktik, die an bundesdeutsche Verhältnisse erinnert wird auf Dauer die Demokratie gefährdet.

    • Krisenmanagement

      Sorry mir wurden vor einigen Jahren die Augen geöffnet über die PFF. Dann hat die Pandemie mir die Augen geöffnet, wer ihr wirklich seit. Freiheit ist eben nicht verhandelbar. Schaut euch euer Personal doch an. Ein abgehalfterter Berufssoldat, der nur dumme Sprüche drauf hat. Ein Minister Freches, der zwar fleissig ist, aber eher ein Champagner-Sozialist ist, der Gelder verteilt, die der Steuerzahler aufbringen muss. Kultur kann auch aus privaten Initiativen entstehen, ohne Unterstützung des Staates. Eine seltsame Frau Jadin, die gar keine Zeit hat sich mit der Materie zu befassen. Diese Dame hat während der Pandemie unverantwortliche Dinge gesagt. Sie lügt und diffamiert. Verantwortung heisst sich mit der Materie zu befassen. Ein Herr Wertz, die Exmitglieder der PFF versuchte auf Facebook zu diffamieren. Nein und nochmals nein. Wer solches Personal hat braucht für die Feinde nicht zu sorgen. Trennt euch endlich von der PRODG. Dann könnte eventuell ein Neuanfang gelingen. Nur es geht ihnen eigentlich nur um die Posten. Listen und Parteien haben nicht mehr viel mit Demokratie zu tun.

      • Der Alte

        Wenn er dreimal Versuch in die Opposition zu gehen nicht von Mandatsgeilen kurzerhand abgesetzt wird. Sein Wille selber kein Mandat anzustreben ehrt ihn, ob es allerdings innerparteilich klug ist? Es gilt ja die Steigerung Feind, Totfeind, Parteifreund.

  8. Den bisher oben aufgeführten Meinungen ist nichts hinzuzufügen.
    Ändert das was? Nein!
    Suche den Fehler!
    Ich für meinen Teil vermeide es, auch nur in der Nähe von Polikerdarstellern gesehen zu werden.

  9. Ich bin Mitglied

    Ganz einfach, Mitglied werden und mitreden anstatt sich über Politik aufzuregen.
    So einfach ist das!

    S. Brandt ist ein guter Präsident der auch mal Tacheles redet, man sollte ihm zuhören, dann kann man auch mitreden!

    • Kein Mitglied

      An ich bin Mitglied! derer wie sie gibts sehr viele, nur sie sollten zuhören und nicht umgekehrt! dDswegen sitzt unsere Karre bis zur Achse im Dreck! Viel zu viele der „Macker“ sind am wursteln! Satte Diäten, Grosse Renten, noch Grössere Schulden, all dies trotz viel zu hohen Steuern, so das noch bald ein F… Steuerbar wird, weil sie alle nicht mehr ein noch aus wissen?! Wohl überall sehr gut dabei was Entlohnung betrifft!? Bezahlen sie auch ihren Handwerker, der so schlechte Arbeit getan hat?

        • Ex-Miglied

          Gerade in der PFF herrschen keine demokratischen Zustände. Darum ist Ostbelgien Direkt so wertvoll. Die Kandidaten-Aufstellung läuft doch alles als neutral ab. Ich war beim letzten Mal dabei, wie Weykmans sich einfach so nach oben auf die Liste gesetzt hat. Die Listen wurden im Hinterzimmer aufgesetzt. Damals noch Frau Kattrin Jadin Parteivorsitzende. Es ging nur um ihre eigene Selbstdarstellung und ihre selsame Auswahl der Kandidaten. Es wurden viele Fehler gemacht. Es gab keine geheimen Abstimmungen auf dem Parteikongress. Auf den Listen der DG gibt es Doppelkandidaturen, wie z. B. Frau Mauel. Die Kandidatur von Frau Mauel ist bleibt ein ganz schlimmes Kapitel der PFF und der MR. Es gab sogar einen Vorfall, da las Frau Mauel einen Text der Ecolos im Parlament der Wallonie ab. Nicht nur Frau Mauel ist den grünen Ideen verfallen. Im Parlament der DG erzählt Frau Jadin öfters vom Klima Wandel. Unternehmer wurden aus den Parteigremien rausgeeckelt. Ich denke da an Herrn Keul aus Recht. Wer stellt sich dieser Partei noch zur Verfügung?

  10. Akneverkäufer

    Man kann eine Partei mögen oder nicht. Aber ich glaube OD ist das falsche Medium um ernsthaft über Politik zu reden. Ist doch schön, wenn jemand eine Partei verändern will, oder neu aufstellen will. Man muss den Herrn Brandt nicht mögen, aber finden sie mal Leute die in der Freizeit heutzutage den Kopf hinhalten wollen. Weil wenn es darum ginge, nach Beliebtheit und Kompetenz zu wählen, hätte Balter maximal nur 5 Prozent der Stimmen… Ohne Politik geht es eben auch nicht. Und wie schon so oft erwähnt, wenn Wahlen sind und Kandidaten gesucht werden, verstecken sich die Schreihälse ängstlich hinter Mutters Rock. Mein Ur-Opa sagte immer: Man muss mit den Pferden reiten, die da sind… Ohne jetzt PFF-Fan zu sein, ist es momentan die einzige Partei die etwas an ihrem Image tun will.
    Jeder versucht sein eigenes Leben so maximal liberal zu gestalten wie möglich. Eigentlich müsste die PFF von der Einstellung der Leute her mindestens 80 Prozent haben, und der Rest wählt grün… :)
    Vielleicht entwickelt sich ja was neues bei der PFF, wenn der Herr Freches in Pension ist, und die Leute verstanden haben, dass Evelyn nur die kleine Schwester von Kathrin ist. Man muss auch keine Shayne Piront mögen, aber die ist mir immer noch lieber als Steffi Pauels, Marco Hoffmann oder Liesa Scholzen. Oder was bleibt von ProDG wenn man den Olli wegnimmt? Gut, die SP schaufelt mit Linda schon länger ihr eigenes Grab. Und wenn die CSP wie in der Wallonie ihr C mal streichen würde, verlören sie 80 Prozent der sehr alten Wähler… Abwarten… Es braucht halt neue engagierte Leute.

  11. Knackvogel

    Ob man die PFF magt oder nicht, dass ist eine Sache. Aber wir als Bürger sollten uns einig sein, dass wir generell weniger Steuern zahlen müssen. Herr Brandt’s Vision für die PFF ist genau die richtige! Weniger Politiker, weniger Staat, weniger Steuern. Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, aber ist ja nichts neues dass ProDG die DG immer „fetter“ haben möchte. Von einer „großen“ DG haben wir als Bürger aber nicht viel, ausser unnötige Bürokratie und noch mehr Kosten. Die nächsten Jahren werden zeigen, ob die PFF diesen Wechsel ernst meint.

    • Siehe Burg-Reuland

      …da verzichtete der Herr Dollendorf (PFF/MR) auf das Bürgermeisteramt und überliess es dem Herrn Stellmann, der immer noch den Bürgern erklärt, er wäre nur auf GI/CI List, dabei hat er unlängst im GE bekannt gegeben, dass er Parteifreund des Herrn Paasch wäre ! Hat er den Bürgern offen gelegt, vor den Wahlen, dass er im Grunde ProDG-ler ist ? Oder ist er wärend seines ersten Jahres der Partei ProdDG beigetreten ? …ungeklärte Fragen !!! … Das müsste die PFF doch mal Klärung im PDG verlangen, oder nicht, denn wenn ein Amtsträger die Partei wechselt, muss, wie es das Gesetz für Demokratie verlangt, alle seine Mandate niederlegen !
      Wenn die PFF sich neu profilieren will, bzw ihr Profil schärfen will, stellt sich die Frage, welches Profil ? Ich sehe da zwei Optionen, das Profil-vonKorruptheit, oder -nichtKorruptheit !
      Die Frau Weykmanns kann den Herrn Brandt bestimmt gute Ratschläge geben, bezüglich allem wo sie ihre Finger drint hatte, bzw immer noch hat (durch ihr Schweigen), als Arbeits- und Kommunikationsministerin !

      • Siehe Büllingen

        Apropos Frau Weykmans hatte einen Berater, der ist heute Bürgermeister in Büllingen. Beschwerden bei der damaligen Gemeindeaufsicht über die Gemeinde verliefen im Sande. Die Beschwerde nahm Herr Stoffels entgegen. Nur Herr Stoffels war auch im Gemeinderat, also alles andere als neutral. Ich habe ihn damals zur Rede gestellt, warum den Steuererhöhungen zugestimmt hat. PFF-ler die für hohe Steuern sind, haben in dieser Partei nichts zu suchen.

      • Reuländer

        Bürgermeister zu sein ist kein besonders glamouröser Job. Gemeinden stehen am Ende der politischen Hierarchie: Immer mehr Verantwortung wird nach unten delegiert, während die Mittel knapp bleiben. Gleichzeitig verliert die grosse Parteipolitik vor Ort oft an Bedeutung. Ob parteilos oder mit Parteibuch – wenn am Ende kein Geld da ist, lösen auch politische Beziehungen die Probleme nicht. Die GI-Liste war IMMER eine gemischte Liste, auch zu Zeiten von unserem Jüppchen, das war nie eine reine CSP Liste- genauso wie die Oppositionsliste auch nie eine reine Pro-DG Liste war. Dass sich dennoch Menschen für dieses Amt zur Verfügung stellen, ist alles andere als selbstverständlich. Eben dieser letzte Punkt gilt besonders für die Gemeinde Burg-Reuland.

          • Reuländer

            das es diese Regel gibt hat bestimmt seinen Grund. Ich würde einen Gegenvorschlag wagen: Löst den Wasserkopf in Eupen auf und ersetzt den Ministerpräsidenten durch einen „Oberbürgermeister“ und das Parlament der DG durch ein Parlament bestehend aus Vertretern der Gemeinderäte.

  12. Scharfes Profil

    Sacha Brandt, der aktuelle Präsident der PFF Ostbelgien mag durchaus ein sympathischer Mensch sein. Sein Projekt zur „Schärfung des Parteiprofils“ ist allerdings von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es ist löblich, wenn Parteien sich ab und zu einen frischen Anstrich verpassen wollen. In Zeiten in denen die Parteien offenbar immer überflüssiger werden und viele ihrer Inhalte austauschbar sind, muss die Frage erlaubt sein, ob ein runderneuertes Image überhaupt noch erstrebenswert ist. Vielleicht sollte man mal ein Blick auf die Entstehung der Partei für Freiheit und Fortschritt zurückwerfen, ohne zu sehr auf Details einzugehen. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelte die PFF sich zu einer zentralen liberalen Kraft in der DG, wobei sie einige bedeutende politische Rollen einnahm (s. Ministerpräsident B. Fagnoul, Minister B. Gentges und natürlich Fred Evers, sowohl langjähriger Bürgermeister in Eupen, als auch Senator, Abgeordneter und Präsident des PDG). „Böse Zungen“ behaupten bis heute, die Liberalen seien damals eigentlich nur ein Fred Evers-Wahlverein gewesen. In den vergangenen 25 Jahren erlebte die Partei allerdings einen ständigen Rückgang ihrer Bedeutung, auch wenn sie in der aktuellen Regierung der DG noch vertreten ist.
    Als erklärter Fan von MR-Präsident Georges-Louis Bouchez will Sacha Brandt zweifellos dessen Vorstellungen 1:1 übernehmen. Im künftigen Profil der PFF wird es demnach wenig Platz für sozialliberale Ideen bleiben und am ganz bestimmt nicht für Themen wie Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung und regenerative Energien.
    Interessant ist sein Interview im GrenzEcho vom 23.09.24. Der neue Vorsitzende beabsichtigte schon damals die Mitgliederzahlen seiner Partei zu vervierfachen(!). Dieses Ziel wird wohl nicht mehr zu erreichen sein, zumal viele Altliberale sich inzwischen längst von ihrer Partei abgewandt haben. Interessant auch seine Idee, künftig enger mit den liberalen Kräften in Belgien und darüber hinaus kooperieren zu wollen. Wenn man bedenkt, dass die VLD in Flandern ebenso wie die FDP in Deutschland quasi von der Bildfläche verschwunden ist und die letzten Wahlprognosen belegen, dass die Liberalen sich landesweit im freien Fall befinden, fragt man sich, woher der Vorsitzende seinen Optimismus herholt. Da wird wohl auch ein geschärftes Parteiprofil nichts mehr dran ändern. Lassen wir uns überraschen.

    • Scharfes Profil! ich kann Ihnen nur beipflichten! Die heutige Politik ist fast durchgehend mittelmässig bis schlecht! Viele Versprechungen und Parolen vor den wahlen, und danach Reinfälle auf Reinfälle! All dis stimmt nicht nur für uns Belgier, sonder es ist auch ein Problem der ganzen Welt!
      Politiker denken zu allererst an ihr eigenes Wohl und Geldbeutel! Siehe Belgien mit den viel zu vielen Typen auf all den selbstgebastelten Nebenjobs! Diäten, Bonis, Pensionen in rauen Mengen, bis ans Lebensende! Ein Übermass gegen dem Normalbürger und Steuerzahler! Deren leistungen tendieren fast bis zu „Gleich-Null“, also krasses Gegenteil gegen die verbleibenden Leistungen, das Resultat dieser Leute
      Das die MR, die Liberalen da sind wo sie jetzt sind, ist total vergleichbar mit anderen Liberalen, siehe besonders in unserm BRD Nachbarland! Da spricht fast keiner mehr von der FDP, dasselbe kann man getrost „allen anderen (Volks) Parteien“ anhängen! Die einzig zufriedenen, auf der Welt sind die rechten Parteien. Deren Gebahren und Geplapper kommt noch gut an bei den Leuten, obschon sehr vieles dabei Unglaubhaft und Unwahr ist! Verstehe wer will!? Aber das ist die jetzige Situation der Politik auf der ganzen Welt!
      Wo bleiben die Seriösen und Glaubwürdigen Damen und Herren, die uns endlich des besseren belehren, welche das Volk motnehmen in eine bessere und normalere Welt!?

      • Klara, mit der Mittelmäßigkeit haben Sie Recht. „Das die MR, die Liberalen da sind wo sie jetzt sind, ist total vergleichbar mit anderen Liberalen,“: Meinen Sie die Umfragen? In der Abgeordnetenkammer hat MR, die drittgrößte Fraktion, 18 von 150 Sitzen. In Estland, Frankreich und den Niederlanden sind die Liberalen auch gut aufgestellt.

  13. Der Alte

    Sozialliberal, Klimaschutz, regenerative Energien. Hoert sich nach Kopie von ProDG, CSP und Ecolo an. Ob man sich diese Waren in den Bauchladen stellen soll? Haben die drei Damen vom Grill schon versucht. Da geht der Kunde moeglicherweise lieber sofort zum offiziellen Haendler.

  14. Krisenmanagement Fortschrttsglaube

    https://www.instagram.com/p/DZ9c13pMkXm/ Die Parlamentariergruppe der PFF macht Werbung für den Einsatz der KI im Unterricht, ohne wirklich dieses Thema begreifen zu können. Die KI ist eben kein Ferrari, wie Herr Wertz es beschreibt. Die KI wird knallhart die menschlichen Lehrkräfte ersetzen und die Kinder sitzen zuhause und folgen mehr oder minder erfolgreich dem Unterricht. Die KI liefert gesetzeskonforme gefilterte Wahrheiten. Viele Fähigkeiten der Heranwachsende Schüler werden damit nicht mehr gefördert. Die sozialen Fähigkeiten und die Feinmotorik bleibt wahrscheinlich auf der Strecke. Diese Partei sollte sich umbenennen. Unkritischer Fortschrittsglaube ohne Sinn und Verstand.

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