Allgemein

DG-Ministerin Klinkenberg fordert eine Lösung des Problems der überfüllten Busse bis zum 9. November

Ein Bild aus der Zeit vor Corona: Ein Bus der TEC nach Schulschluss am Bahnhof in Eupen. Foto: OD

AKTUALISIERT – Lydia Klinkenberg (ProDG), Ministerin für Bildung, Forschung und Erziehung in der DG, hat sich bezüglich des Problems der überfüllten Busse für Schüler und Arbeitnehmer und des damit verbundenen höheren Risikos einer Ansteckung mit dem Coronavirus an die wallonischen Verkehrsbetriebe TEC sowie an den für die Mobilität zuständigen wallonischen Minister Philippe Henry (Ecolo) gewandt.

In ihrem Schreiben drängt die Ministerin darauf, dass bis zum Ende der Ferien von Allerheiligen eine Lösung gefunden wird und zusätzliche Busse eingesetzt werden.

Die Ministerin schreibt in ihrem Brief vom 20. Oktober 2020: „Angesichts der zunehmenden Anzahl Covid-19-Fälle im ganzen Land ist die aktuelle Situation nicht weiter hinnehmbar. Wir möchten vermeiden, dass sich die Schüler morgens und nachmittags in überfüllten Bussen versammeln. Es ist von größter Wichtigkeit, zu verhindern, dass Schulbusfahrten zu einer Infektionsquelle werden. Angesichts der steigenden Anzahl Infektionen halten wir es für notwendig, die bestehenden Standards bezüglich der zulässigen Personenzahl pro Bus anzupassen.“

Die neue Unterrichtsministerin Lydia Klinkenberg bei ihrer Eidesleistung im Parlament der DG. Foto: Gerd Comouth

In dem Schreiben bittet Klinkenberg darum, spätestens nach den Allerheiligenferien, also ab dem 9. November 2020, zusätzliche Busse bereitzustellen.

„Das Problem der teils überfüllten Busse zu Stoßzeiten ist nicht neu. Seit Jahren steht die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Kontakt mit der TEC, die ja im Zuständigkeitsbereich der Wallonischen Region liegt, um eine Lösung herbeizuführen. In Anbetracht der aktuellen Situation läuft uns allerdings die Zeit davon. Die Schulen sollen offen bleiben. Doch das können wir nur gewährleisten, wenn die sanitären Maßnahmen auch in den Bussen eingehalten werden können“, erklärt die Ministerin.

Abschließend betont sie, dass der durch die DG selbst organisierte Schülertransport, der mit lokalen Busunternehmen organisiert wird und die Strecken abdeckt, die nicht durch die TEC bedient werden, zurzeit kein Problem darstelle, da man dort nach dem Modell „ein Schüler – ein Sitzplatz“ funktioniere.

17.10.2020, Belgien, Brüssel: Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz wartet an einer Bushaltestelle. Foto: Zhang Cheng/XinHua/dpa

Die Gruppe „Open Borders Belgium“ hat vor einigen Tagen eine Petition gegen die überfüllten Busse gestartet. Gerichtet ist sie an den Chef der wallonischen Regierung, Elio Di Rupo (PS).

Arbeitnehmer und Schüler die in der DG und der Wallonischen beklagen unzumutbare Zustände in den Bussen. Die Eltern von Schülern und Arbeitnehmern befürchten, dass wegen der vollen Busse der Abstand kaum einzuhalten sei und das Ansteckungsrisiko steige.

Deshalb fordert „Open Borders Belgium“ von den Behörden, dass mehr Busse eingesetzt werden. Zu diesem Zweck könnten auch Busse von Reiseunternehmen, die wegen der Corona-Pandemie weniger Fahrzeuge im Einsatz hätten, verwendet werden.

„Die Zustände der täglich überfüllten Busse sind in dieser Corona-Pandemie, in der Restaurants und Kneipen für 4 Wochen geschlossen wurden, nicht mehr hinnehmbar, da auch da der Abstand nicht mehr eingehalten werden kann und die Gesundheit der Fahrgäste nicht gewährleistet werden kann“, kritisiert Margarete Rossberg aus Moresnet. „Wir erwarten ein umgehendes Eingreifen der zuständigen Behörden, um diesen gesundheitsgefährdenden Umstand zu beenden.“

Hier geht es zu der Petition:

PETITION GEGEN ÜBERFÜLLTE BUSSE

33 Antworten auf “DG-Ministerin Klinkenberg fordert eine Lösung des Problems der überfüllten Busse bis zum 9. November”

  1. volkshochschule

    An den Schutz der Busfahrer hat man richtigerweise gedacht, aber die Fahrgäste hat man ungeschützt gelassen, bis auf die erst spät eingeführte Maskenpflicht während der Fahrt. Mindestens alle 5 Stunden sollten die Busse innen und außen gründlich mit Desinfektionsmitteln gereinigt werden. Da es hier aber nur halbherzige Maßnahmen gibt, ist es kein Wunder das die Fallzahlen durch die Decke gehen unter die Krise außer Kontrolle gerät.

  2. Fleckenharald

    Aah, Fräulein Geltungssucht muss mal wieder in der Öffentlichkeit aufschlagen, in Ihrer Open Borders Gruppe bei Facebook wird Sie ja nicht mehr ernst genommen
    Immer wieder toll zu beobachten wie da nach und nach die Leute rausfliegen die sich wagen auch nur einen Hauch von Ihrer Meinung abzuweichen, da wird die Kaiserin böse

    Auch jetzt wieder, einfach nur Geltungsdrang und Profilierungssucht , der geht es einen ***
    um die Kinder , die will nur Ihren Namen wieder in den Medien lesen und sich dann als
    heilige Mutter Theresa hinstellen….

    • Kaiserin

      @Fleckenharald
      Bitte bleiben Sie gesund und passen Sie gut auf sich auf.
      Ich verzeihe Ihnen von Herzen denn Sie sind bestimmt im Herzen ein guter Mensch und freuen sich mit den Schülern und Arbeitnehmern wenn diese sich nicht in die Busse quetschen müssen wie in eine Sardinenbüchse.

  3. Mithörer

    Hier wird wieder ein Fass aufgemacht, ohne über entsprechendes Hinterwissen zu verfügen. Aber die selbst ernannte Kaiserin, Frau Margareta Rossberg aus Moresnet in Person, braucht hin und wieder diesen emotionalen Kick, diesen selbstinszenierten Medienrummel. Und oh lach, die Medien spielen auch noch mit. Sind die vollbesetzten Busse wirklich die Hotspots in der DG? Oder ist es wieder die Panik einiger, die hier aufgegriffen wird?

  4. Tja die überfüllten und vollbesetzten Busse gab’s auch schon in den 80ern, hab diese selbst jahrelang benutzt um zur Schule zu kommen und zu der Zeit gab’s auch nicht mal diese ganzen Elterntaxis so wie heute . Jaja die Zeiten haben sich doch irgendwie geändert bis auf die übervollen Busse nicht.

  5. Elio der Busfahrer

    Gute Initiative! Die öffentliche Hand stellt die Restaurants unter Generalverdacht und Quarantäne und ist selbst (inklusive DG Regierung) nicht in der Lage oder gewillt in Corona Spitzenzeiten etwas gegen vollgestopfte Busse (pure Virenschleudern), volle Klassen und Schulflure oder Hörsäle etc zu unternehmen. Könnte die hiesige Politik den Jugendlichen (und mir) mal erklären, warum zu zehnt locker feiern streng verboten, zu 70 im Bus stehen oder zu 25 in kleinen Klassen sitzen „no Problem“ ist? Vorbild geht anders…

  6. Peter Müller

    Es ist immer einfach einzelne zu Massregeln. Wenn es um Gruppen geht sind sie machtlos. Oder wissen nicht wie sie es anstellen sollen etwas zu regeln. So ist es eben mit der Politik.

  7. Ich bin auch dafür das mehr Busse fahren sollten. Ich würde meine Kinder am liebsten Zuhause lassen das Sie von zuhause aus arbeiten. Von meine Kinder fahren 4 mit dem buss. In RSI dürfen die Kinder was Mittagessen bleiben ihnen essen und die Kinder was brott essen müssen draußen essen dürfen auch nicht trinken ihnen dürfen ja die Maske nicht mehr ausziehen. Für mich ist das unlogisch. Wenn eins von meinen Kinder krank wirt dann könnte es sein das der Rest von meiner Familie auch krank wirt. Wir sind eine Großfamilie mit 6 Kinder. Mehr Busse were nicht schlecht wenn Schule ist.

  8. Tja,was soll man sagen.
    Ich war letzte Woche 2 Mal in Eupen City, geparkt auf dem großen Parkplatz am Minigolf.
    Wollte zur Aachener Straße gehen ,als mir hunderte Schüler entgegenkamen aus dem Park ,unweit einer großen schule.dicht an dicht auf Kuschelkurs, Zigaretten U Getränke wurden sich gereicht,sich umarmt,…,habe sie auf Abstand vorbei ziehen lassen,ein Mädchen hatte eine Maske ,fiel direkt auf(ist ja auch nicht Pflicht)
    Schlussfolgerung,dir Busse sind nicht das Problem
    ,Da ist vorher schon alles zu spät.
    2 Tage später,Schule am Werthplatz sah das schon viel besser aus ,grosse Löcher zwischen den Gruppen ,und auffallend viele Kinder mit Maske.

    • Die Ministerin hat schnell gelernt die TEC ist schuld. Um schnell einzugreifen und nicht die TEC als Sündenbock hinzustellen könnte die Ministerin auch handeln. Zum Beispiel mit versetzten Uhrzeiten die Schulen beginnen lassen. Positiver Effekt in den Pausen sind es auch weniger Kontakte.

  9. ich bin Busfahrer, fahre jeden morgen und Abend einer der überfüllten Busse. Wenn alle Schüler sich wenigstens im Bus an der Maskenpflicht hielten und die Maske wenigstens bis zur Schule aufließen. Spricht man diese dann an mit Bitte, Maske aufsetzen, ich sage noch Bitte. Dann kann man sich noch von den Halbstarken, dumme und blöde Bemerkungen anhören wie z.b. bringt sowieso nichts, brauch ich nicht, ich soll mich am fahren halten, kümmere dich um dein Schei…. usw. Sagt man denn das sie an der nächsten Haltestelle rausmüssen, kriegt man gleich wieder was hören. Sogar von 14 und 15 jährige aus unserem Dorf. Wenn mein Kind nicht so alt wäre, glaub mir Gott die ständen an der nächsten Haltestelle draußen. Also ich hab es aufgegeben was zu sagen, von mir aus können die sich alle den Virus einfangen und dabei noch den richtigen Dünnschiss bekommen.

    • M. Leisten

      Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht.
      Die Schüler ziehen sich den Mundschutz unter das Kinn. Selbst schon beobachtet!
      Vielleicht findet sich ja wirklich eine Lösung mit den ganzen privaten Busunternehmen und man könnte diese vielleicht vor der Insolvenz bewahren.

  10. Da ihr alle soviel zu motzen habt,bestellt doch für jedes Kind ein Taxi,wo ist das Problem?
    Ach ja stimmt ,zu Arm . Es sollen ja immer andere zahlen.
    Und dann noch diese Umweltverschmutzung , Arme Greta.

  11. Fleckenharald

    Die Diktatorin hat wieder gesprochen, läuft es nicht nach Ihrem Plan , springt die Tec nicht uns sind die ostbelgischen Parlamentarier nicht sofort zu Dienste Ihrer Majestät kann man folgendes bei Facebook lesen :

    Margarete Rossberg
    1 Std. ·
    Vorerst wird die Kommentarfunktion deaktiviert bis wieder Ruhe eingekehrt ist. Es werden solange auch keine neuen Beiträge gepostet oder genehmigt.
    Bleibt alle gesund und munter

    Ein Hoch auf unseren Herrn Cremer der sich davon nix anzieht, höchst selten ins Geschehen hier eingreift und uns machen lässt

    Danke dafür

    • Maeggy Rossberg

      Herr Flecken…
      Sie verstecken sich hinter einem Phantasienamen
      Obwohl wir doch schon seit langem wissen wer Sie wirklich sind. Kämpfen Sie mit offenem Visir.

      Ich nenne meinen Namen und Sie verstecken sich.
      Wie feige

      • volkshochschule

        Das sie sich seit Monaten gegen die Verbreitung einer neuen Variante der Coronaviren einsetzen ist mehr als lobenswert. Denn wir können nicht mit diesem Virus leben, es wurden seitens der Regierung naive Fehler gemacht. Das sie auch dies mutig ansprechen verdient weitere Anerkennung. Aber Zensur geht gar nicht in einer freiheitlichen Grundordnung. Legen sie sich ein dickes Fell zu, sollte jeder tun der in die Öffentlichkeit geht. Sie sind durch ihr handeln eben auch eine öffentliche Person die mit Lob aber auch mit Kritik konfrontiert wird.

  12. Kritisch denken!

    Ja, jetzt versucht die neue Ministerin, das was ihre Vorgänger nie geschafft haben! Lobenswerte Initiative, aber man beginnt immer wieder bei Null! Besser wäre der Einsatz von privaten Busunternehmen im Rahmen der Krise, aber das kostet . ..!

    • Tja, Herr Zeimers.
      Sie haben natürlich vollkommen recht.
      Aber unsere zahlreichen Instanzen sind nun einmal da, damit die Betroffenen sagen können, sie hätten zwar eine gute Idee, aber die Entscheidung läge nicht bei ihnen.
      Hier war mal die Rede von einem Lottomillionär. Vielleicht streckt er die Kosten vor ?

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern