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Patrick Meyer

Patrick Meyer. Foto:
Patrick Meyer, seit 17 Jahren Schöffe der Stadt Eupen und langjähriger „Hans-Dampf-in-allen-Gassen“ der CSP, befindet sich seit Wochen auf Tauchstation.

Nicht nur, dass er als einziges Mitglied des Gemeindekollegiums bei der kürzlichen „Bürgerbegehung“ in der Eupener Innenstadt fehlte, er macht sich auch sonst sehr rar bei öffentlichen Terminen. „Jedes Ende ist schwer“, ist man da geneigt zu sagen.

In Eupen ist es ein offenes Geheimnis, dass die langjährige Freundschaft zwischen Bürgermeister Dr. Elmar Keutgen und seinem ersten Schöffen nicht mehr so schnell zu kitten ist. Meyer hat aus seinen Ambitionen, Keutgens Nachfolger zu werden, nie einen Hehl gemacht. Da aus seiner Spitzenkandidatur auf der CSP-Liste nichts geworden ist, hat er bekanntlich das Handtuch geworfen und tritt nicht mehr an – auch nicht als „Listendrücker“.

Es heißt, dass in Eupen schon Wetten auf sein Comeback abgeschlossen würden… Denn dass Patrick Meyer auf längere Zeit ganz von der politischen Bühne verschwindet, daran glaubt eigentlich niemand.

 

3 Antworten auf “Patrick Meyer”

  1. Werner Pelzer

    Der Appetit kommt beim Essen, und so ist es normal, dass der erste Schöffe auch auf den Bürgermeisterstuhl schielt. Eine ähnliche Situation gibt es in Kelmis mit Luc Frank. Auch anderswo gibt es innerhalb der Parteien sicher viele Diskussionen um die Postenverteilung. Es ist eben wie im richtigen Leben: Oft muss man einen langen Atem haben, um sein Ziel zu erreichen.

  2. Thierry Debey

    Irgendwann ist der Bogen der Geduld für jeden Nachfolger überspannt. Nicht jeder möchte ein „Prinz Charles“ in seinem Amt bleiben.
    Ich kenne Patrick Meyer seit langem, habe seinen Weg immer aufmerksam verfolgt, und kann sein Verhalten sehr gut verstehen und begrüsse es.
    In dem er sich bereits jetzt aus der Öffentlichkeit zurückzieht zeigt er erneut Größe.
    Er will den Fokus in dieser Zeit des Wahlkampfes nicht auf sich gerichtet sehen, zumal dieser Wahlkampf für den machtbesessenen Herrn BGM E. Keutgen und seine Gefolgschaft sowieso kein Zuckerschlecken wir.
    Der Kronprinz in Kelmis hingegen hat es immer noch nicht verstanden, daß er nie den Thron besteigen wird, solange der andere Machthungrige im Norden der DG es nicht möchte.

    Patrick Meyer gratuliere ich zu seiner konsequenten Haltung und wünsche ihm alles Gute in seinem neuen Wirkungsbereich. Dort kann man sich auf einen solchen engagierten Menschen freuen. Und wer weiß ob, wann und wo er wieder politisch aktiv wird.

    Seinem kelmiser Pandent rate ich, sich endlich einmal zu hinterfragen, ob er sich selber nichts vormacht. Jemand der sich Monate vor den Wahlen in der Presse derart weit aus dem Fenster lehnt und Anspruch auf den BGM-Sessel anmeldet, wirkt nun, nachdem er sich wieder in Reih und Glied hinter dem großen Zampano einreiht, als wenig glaubwürdig.

    Kelmis, den 31. August 2012
    Thierry Debey

  3. Franz Keutgen

    Ich habe Patrick Meyer immer als netten und sympatischen Politiker angesehen, was man leider von dem jetzigen BM Keutgen nicht behaupten kann. Ich wünsche Herrn Meyer alles Gute für seine weitere Zukunft und hoffe das er doch eines Tages wieder in der Politik antreten wird.

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