Notizen

Paasch protestiert erneut gegen Missachtung der Sprachengesetzgebung durch Energieversorgungsfirmen

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG). Foto: Gerd Comouth

Unangenehme Post in deutscher Sprache erhielten in diesen Tagen neun in Ostbelgien tätige Energieversorger von der Regierung der DG. Erneut geht es um die Missachtung von Sprachengesetzen gegenüber Deutschsprachigen.

Zusammen mit dem Geschäftsführer der Verbraucher-Schutz-Zentrale (VSZ), René Kalfa, protestierte Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) dagegen, dass die Adressaten ihren gesetzlichen Verpflichtungen zum Gebrauch der deutschen Sprache nicht nachkommen würden.

Gemeinsame Nachforschungen der Regierung der DG und der Verbraucher-Schutz-Zentrale haben ergeben, dass die betroffenen Energieversorger beim Dienst an ihren Kunden der belgischen Sprachengesetzgebung nicht gerecht werden.

So verlangen entsprechende Gutachten der „Ständigen Kommission für Sprachkontrolle“ von den Energieversorgern, ihre Dienste für deutschsprachige Kunden in deutscher Sprache zu gewährleisten.
Dies sei bei den betroffenen Unternehmen jedoch gar nicht oder nur bruchstückhaft der Fall.

Ministerpräsident Paasch und VSZ-Geschäftsführer Kalfa fordern die angeschriebenen Unternehmen dazu auf, ihren Pflichten schnellstmöglich nachzukommen. „In Ermangelung einer konstruktiven Antwort behalten wir uns entsprechende rechtliche Schritte vor“, hieß es dazu drohend aus dem Kabinett des Ministerpräsidenten.

Bereits im Oktober 2018 hatte Paasch beim Energieversorger Essent gegen dessen Sprachenpolitik im Umgang mit Bürgern in der DG protestiert. (cre)

14 Antworten auf “Paasch protestiert erneut gegen Missachtung der Sprachengesetzgebung durch Energieversorgungsfirmen”

  1. Ja da gibt’s einige Beispiele von Firmen entlang der Herbesthaler Straße und sonst wo, deren Personal im Service, kein Wort deutsch versteht oder verstehen will oder nicht einmal bemüht ist dieses zu tun. Statt wie von der CSP gefordert französisch zu fördern, sollte lieber innerhalb der DG deutsch gefördert werden. Olli du machst das schon, top.

      • Ich bin in Weihnachtsstimmung und da soll man auch mal loben. Olli ist bislang ein guter und das sage ich als CSP Anhänger. Und wie gesehen, kritisiere ich auch die CSP wenn es sein muss. Dazu gehört nach der Wahl die beleidigte Leberwurst zu spielen und halt eben der Kappes mit dem „wir brauchen mehr französisch“. Aber klar, deutschsprachiges Personal hat halt die Möglichkeit sein Geld in D oder Lux zu verdienen. Sollten die Wallonen sich mal hinter die Löffel schreiben, vielleicht klappt’s dann auch besser auf dem Arbeitmarkt. Die Arbeitslosenstatistik der Wallonie spricht Bände.

  2. Wenn den Firmen das zu lästig wird streichen die die DG Kunden einfach aus dem Kundenbestand, die Einhaltung der Sprachgesetzgebung käme teurer als der Verdienst in Ost-Absurdistan. Es bleibt dann den „Deutsch-Belgiern“ nur noch einer oder zwei Versorger, alles auf Deutsch, aber doppelt so teuer wie auf Französisch. Und dann verstehen die „Ost-Belgier“ plötzlich wieder alle Französisch – wenn es etwas zu sparen gibt…..

  3. B. Ramscheid

    Ist doch normal, dass in vielen Läden Französisch gesprochen wird. Deutschsprachiges Personal zu finden wird immer schwerer, denn im Norden laufen viele nach D, im Süden hingegen nach Lux. „Geld regiert die Welt“!

  4. Alfons van Compernolle

    Ich bin entweder zu Dumm oder nicht intelligent genug um dieses Problem zu verstehen ?????
    Tatsache ist , Electrabel , Lampiris wo wir bisher Kunde waren / sind senden mir seit 2004 jeden Monat
    unsere Vorschussrechnung problemlos in DEUTSCH. Selbst die Jahresabrechnung erhalten wir in Deutsch !! Was laeuft in der DG. falsch ??????? oder was ist dort anders ????

  5. Press 1 for English

    Ich mag OP nicht. Aber hier er recht. Die Tatsache, daß ein Ministerpräsi auf die Knie fallen muß damit eine der drei Landessprachen respektiert wird spricht Bände über die eigentliche „Macht“ von Politiker. Jede macht in der Politik komt von Außen – nicht von der Politik selbst.

    • Da haben Sie recht, „Press 1 for English“. Die DG bekommt hinsichtlich der Respektierung unserer Sprache nichts „gebacken“. Dafür rettet der Oli P. aber das Klima! Sie haben doch sicher seine vollmundigen Kommentare dazu in den Medien gehört. Tja, unser Baron von Münchhausen auf der ostbelgischen Kugel…….

      • Press 1 for English

        Nee, das tue ich mir nicht an! ;-))
        Ich spreche perfekt Englisch, aber diese „All-English“ geht mir auf die Nüsse. Wir haben 3 Landessprachen, die sollen Vorrang haben. Appuyer sur 1… pour le français, Druk 2 voor NL, Wählen Sie 3 für D.
        Easy, ain’t it?

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