Politik

Paasch beziffert und rechtfertigt die Ausgaben zum Tag der DG 2017

V.l.n.r.: Ministerpräsident Oliver Paasch, Christian Schmitz (HC Eynatten-Raeren), PDG-Präsident Alexander Miesen, André Palm (AS Eupen) und Edgar Boemer (Roller Bulls Ostbelgien) bei der Vorstellung des Programms zum Tag der DG 2017. Foto: PDG

Wenn es um die Ausgaben der DG für Empfänge und andere Veranstaltungen geht, beispielsweise anlässlich des Tages der DG am 15. November, ist der Fraktionssprecher von Vivant, Michael Balter, einer der ersten, der den Ministerpräsidenten nach dem Nutzen und vor allem den Kosten der verschiedenen Events fragt.

Das ist auch jetzt wieder der Fall. Dabei ging es um die beiden Empfänge in Brüssel und Eupen, den sogenannten „Bürgerdialog“ mit dem Präsidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, in St. Vith sowie um die Einladung an die Vereine, Spielen der AS Eupen, der Roller Bulls und des HC Eynatten-Raeren kostenlos beizuwohnen, da diese zuvor Partner der DG bei der Bewerbung der Standortmarke „Ostbelgien“ geworden waren.

Auf der Bühne des Triangels in St. Vith am 15. November 2017: Pascal Arimont, Oliver Paasch, Jean-Claude Juncker und Karl-Heinz Lambertz (v.l.n.r.). Foto: Alfons Henkes

Es ging außerdem um die Kosten der „Ostbelgienlounge“ bei der Veranstaltung „SEITENstraße – Lesen hinterm Tresen“ am 25. November 2017 in Eupen.

Balter stimmte in seiner schriftlichen Frage an Paasch einem Redakteur des Grenz-Echo zu, der kritisiert hatte, dass bei der Veranstaltung mit Juncker im Triangel die hiesigen Politiker (neben Paasch waren dies der EU-Abgeordnete Pascal Arimont und Senator Karl-Heinz Lambertz) „nach wie vor im Mittelpunkt des Geschehens standen – was auch in den Augen der Vivant-Fraktion viel zu oft der Fall ist“.

Balter wollte von Paasch wissen:

1. Wie sieht es mit den Kosten der verschiedenen Veranstaltungen aus? Bitte eine Auflistung aller einzelnen Kostenpunkte anfügen.

2. Wie viele Besucher haben die diversen Veranstaltungen besucht? Bitte eine genaue Liste der Besucherzahlen pro Veranstaltung anfügen.

3. Was sind die Ergebnisse des „bürgernahen“ Events im Kloster Heidberg, und welchen Nutzen hatte dieses?

4. Hat der Konzeptwechsel des Abends im Heidberg Ihrer Meinung nach Früchte getragen? Wenn ja, welche? Wenn nein, warum nicht?

5. Was gedenken Sie zu verbessern?

Broschüren über Europa gab es am 15. November 2017 beim „Bürgerdialog“ mit Jean-Claude Juncker sogar „tütenweise“. Paasch: „In Zeiten, in denen populistische Hetzer die Idee eines friedfertigen und geeinten Europa kaputtreden wollen, bot sich eine einmalige Chance, den Festtag der Deutschsprachigen in den Dienst der europäischen Idee zu stellen, die gerade für eine von der Geschichte geschundene Grenzregion wie Ostbelgien so wichtig ist.“ Foto: Alfons Henkes

Zu dem Empfang im Kloster Heidberg habe es sich um eine Veranstaltung des DG-Parlaments gehandelt, folglich könne er darüber keine Auskunft geben, sagte Paasch eingangs seiner Antwort.

Am Empfang der DG in Brüssel nahmen laut Paasch rund 200 Personen teil. Die Veranstaltung „gab die Gelegenheit, vor den Vertretern der Föderalregierung und der Regierungen der übrigen Teilstaaten die Position der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu wichtigen innenpolitischen Fragestellungen darzulegen“. In direkter Folge dieses Empfangs seien bezüglich des Zugangs deutschsprachiger Studenten zum Medizinstudium deutliche Fortschritte erzielt worden, so der Regierungschef, der die Kosten für diese Veranstaltung auf 9.752,03 Euro bezifferte.

Am „Bürgerdialog“ mit Jean-Claude Juncker in St. Vith am gleichen Tag nahmen rund 700 Besucher teil. Auch diese Veranstaltung habe Sinn gemacht, so Paasch.

Paasch: “In Zeiten, in denen populistische Hetzer die Idee eines friedfertigen und geeinten Europa kaputtreden wollen, bot sich eine einmalige Chance, den Festtag der Deutschsprachigen in den Dienst der europäischen Idee zu stellen, die gerade für eine von der Geschichte geschundene Grenzregion wie Ostbelgien so wichtig ist.“

Die Kosten für diese Veranstaltung beliefen sich für die DG auf 1.292,92 Euro, wobei diese Summe im Rahmen von „Europe Direct“ von der EU-Kommission bezuschusst werde.

Identifikation mit Standortmarke Ostbelgien

Zu den Heimspielen der AS Eupen, der Roller Bulls St. Vith und des HC Eynatten-Raeren kamen insgesamt rund 6.000 Besucher.

Paasch: „Sie boten die herausragende Möglichkeit, die Standortmarke Ostbelgien in den Fokus zu rücken, die Marke visuell bekannt zu machen, die Markenbotschaften zu vermitteln. Die persönlichen Einladungen an Vereine aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft, mit ihren Mitgliedern diesen Veranstaltungen beizuwohnen, und die Begeisterung bei den Heimmannschaften haben viel zu der so wichtigen Identifikation mit der Marke beigetragen.“

Der Spielball zum Tag der DG bei der Begegnung zwischen der AS Eupen und dem FC Antwerp am 18. November 2017. Foto: DG

Die direkten Kosten für diese Veranstaltungen können laut Paasch nicht beziffert werden, da sie im Rahmen des Sponsorings und des Standortmarketings der Gemeinschaft vertraglich abgedeckt seien.

Schließlich konnte bei der „Ostbelgienlounge“ im Rahmen der Veranstaltung „SEITENstraße – Lesen hinterm Tresen“ rund 250 „eher kulturell interessierten Besuchern“ die Standortmarke näher gebracht werden. Dies geschah teils visuell, aber vor allem durch das Vorlesen der „Ostbelgien-Geschichten“, mit denen die Markenbotschaften authentisch transportiert werden könnten, so der Regierungschef in seiner Antwort.

„Durch diese Geschichten wird deutlich, dass die Standortmarke nicht eine übergestülpte Marketingmaßnahme darstellt, sondern dem Lebensgefühl der Menschen in Ostbelgien entspricht“, betonte der Ministerpräsident. Die direkten Kosten für diese Veranstaltung bezifferte er auf 363 Euro.

„Ich hoffe, ich konnte das ehrenwerte Mitglied davon überzeugen, dass die Veranstaltungen im Rahmen des Festtages der Gemeinschaft ein Erfolg waren. Es ist uns gelungen, die Gemeinschaft zu stärken, den europäischen Gedanken zu festigen und die Identifikation der Menschen mit dem Standort Ostbelgien zu stärken“, so Paasch abschließend.

Neben den direkten Kosten für jede einzelne Veranstaltung fielen für Logistik, Branding- und Werbematerial sowie Mediaschaltung Kosten in Höhe von 11.838,68 Euro an. (cre)

  1. Man weiss ja das beim Staat viel Geld ausgegeben wird von dem man nicht immer den Eindruck hat das es wirklich nötig ist. Aber Herr Balter ihre Fragerei ist kindisch, haben Sie nichts anderes zu tun?

    • Pensionierter Bauer

      Es ist nunmal die Aufgabe der Parlamentarier der Regierung auf die Finger zu schauen. Auch wenn ich beileibe oftmals nicht mit den Positionen der Vivantisten einverstanden bin, muss ich die Arbeit die Herr Balter im Parlament leistet, loben. Im übrigen ist die Regierung dazu verpflichtet jede Frage und sei diese noch so „doof“, wahrheitsgemäß zu beantworten.
      Herr Balter, gehen Sie den Weg den Sie eingesvhlagen haben ruhig weiter.

    • Lieber Herr EifelEr und Frau Gerta;
      Ich kenne Herr Balter nicht, und Herr Paasch auch nicht persönlich.
      Aber eins weiss ich; die Frage die den Herr Balter jedes Jahr auf Neue das DG-Parlament stellt bezüglich die Ausgaben bei etwaige Feierlichkeiten, sind nicht nur légitiem, sondern ist es die Aufgabe der Opposition die Ausgaben der gelder der Bevölkerung (u.A.die die für Feierlichkeiten der Obrigkeiten betreffen) nachzufragen.
      Es ist das Recht des „Fußvolks“ zu wissen wie seine Steuergelder ausgegeben werden und wofür.
      Wenn Ihr, die von mir beide angesprochene Personen dieses nicht gefällt, dann sei es eben so, anderen interessiert es wohl.
      Es werden durch die Politiker genügend Gelder verschwendet ohne dass die Bevölkerung irgendeine Info darüber „finden kann“…
      MfG.

    • Warum denn gleich so giftig und persönlich, EifelEr? Wie bereits von PB angemerkt, ist es Aufgabe der Opposition, die Regierung zu hinterfragen und zu kontrollieren. Die Minister stehen im Dienste der Bevölkerung und somit hat diese auch das Recht, diese Zahlen und Antworten zu kennen.

      • auch Eifeler

        Weil der Eifeler mit zahlreichen seiner Eifeler Mitbürger so seine Probleme hat, ist schon des Öfteren aufgefallen, oder es ist einfach Neid.
        Im Übrigen hat Balter’s Betrieb mit dem Rest nichts zu tun und zu mutmaßen das da einiges im argen liegt ohne Beweise ist schon eine Frechheit.

  2. Ausgaben Bürgerdialog: Die Kosten für diese Veranstaltung beliefen sich für die DG auf 1.292,92 Euro, wobei diese Summe im Rahmen von „Europe Direct“ von der EU-Kommission bezuschusst werde. Also, wieviel hat denn die aus Köln geholte Moderatorin gekostet? Die kommt doch nicht für einen Euro. Über welchen Topf wurde sie dann bezahlt, dass die Ausgaben hier nicht chiffriert werden? Herr Balter, forschen sie mal nach. Da könnte Überraschendes an den Tag kommen.

  3. Dieden Jean-Marie

    Hallo GERTA. Ist Kindisch so eine Fragerei ??? Man kann ja Eine Auflistung Verlangen was mit unserem Geld Passiert oder Gerta wenn Sie Einkaufen Gehen Bezahlen Einfach Was man Ihnen Sagt und Schauen Nie nach ob Sie Zuviel oder Zuwenig Bezahlt haben ??Machen Sie Weiter So Herr Balter ,sehr sehr Gut. Die Veranstaltung mit Herrn Jean-Claude Juncker mit 700 Besucher mit Essen und Getränke und Weiteren Unkosten 1.292,92 € ???? Wie viel ist der Genaue Betrag Herr Paasch die Wahrheit Bitte.

    • „Die Veranstaltung mit Herrn Jean-Claude Juncker mit 700 Besucher mit Essen und Getränke und Weiteren Unkosten 1.292,92 € “
      Paasch ist Jesus 2.0 , der konnte auch eine riesige Menschenmenge mit zwei Fischen und fünf Brote satt machen.
      PS: bei dem Schnäppchenpreis lade ich mir auch mal die lustige, tätschelnde Schnapsdrossel ein, um vor den Nachbarn etwas anzugeben. ;)

  4. Alfons Velz

    Ich schreibe grundsätzlich nicht anonym. Wenn ich was zu sagen habe, tue ich das unter meindm Namen. Wer hier unter dem Namen „Ein Mürringer“ schreibt und wer diesen „Mürringer“ mit mir in Verbindung bringt, der muss die OD-Leser für sehr dumm halten, sonst würde er sich eine weniger plumpe Masche ausdenken.

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