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Unwettergefahr: Heute wird die Notrufnummer 1722 ab 22 Uhr aktiviert

Die Leitstelle einer Notrufzentrale. Foto: dpa

An diesem Dienstag wird wegen der Gefahr von Unwetten der Notruf 1722 aktiviert. Er gilt als Ausweichnummer für dringende, aber nicht lebensgefährliche Notfälle.

Das Kgl. Meteorologische Institut (IRM) rechne mit Unwettern, deshalb werde an diesem Dienstag ab 22 Uhr die Notrufnummer 1722 aktiviert, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Die Nummer 112 soll man nur dann wählen, wenn Lebensgefahr bestehe.

Im Fall von Überschwemmungen oder anderen Schäden, die durch ein Unwetter verursacht werden und einen Einsatz der Feuerwehr nötig machen, wird empfohlen, die 1722 zu wählen. Sobald die Unwettergefahr gebannt sei, werde die 1722 wieder desaktiviert, hieß es in einem Schreiben des Öffentlichen Dienstes Inneres.

Grund für diese Maßnahme waren unter anderem der Tod eines erkrankten und hilfsbedürftigen Mannes, der die 112 wegen längerem Besetztton nicht erreichen konnte sowie die zeitweise völlige Überlastung aller Telefonnetze nach den Terroranschlägen vom 22. März 2016.

Bei Unwettern erhöht sich in Belgien die Zahl der Notrufe um das Fünffache, sodass es sein kann, dass Fälle, bei denen es um Leben und Tod geht, mit Verspätung behandelt werden.

Dieser Schritt wird allerdings nicht überall begrüßt, denn Fachleute befürchten, dass zwei Nummern im Notfall verwirrend sein können. Im Übrigen wird von der Europäischen Kommission immer noch empfohlen, in jedem Notfall die einheitliche Nummer 112 zu wählen (siehe Tweet anbei).

Überdies ist die 1722 vorerst nicht ständig aktiviert. Mindestens eine Stunde, bevor ein Sturm oder ein Unwetter losschlägt, wird die 1722 freigeschaltet. Die Freischaltung wird über die Medien angekündigt, so wie an diesem Dienstag.

Die 112 ist die kostenlose europäische Notrufnummer, die in allen Mitgliedstaaten der EU rund um die Uhr angerufen werden kann, wenn Menschen in Not sind, um sofortige Hilfe von der Feuerwehr, einem medizinischen Team oder der Polizei zu erhalten.

Das Innenministerium bittet in einer Pressemitteilung die Bevölkerung, in dringenden Fällen die Ruhe zu bewahren, geduldig zu bleiben, nicht gleich aufzulegen und schon gar nicht wiederholt anzurufen, nur um zu wissen, ob die Feuerwehr bereits unterwegs sei. Kurzum, man soll das Telefonnetz nicht unnötig belasten.

  1. Jo, dann hoffen wir mal dass jeder auch weiß welche Nummer er wann anzurufen hat. Es hat lange gedauert eine einheitliche europäische Notrufnummer einzuführen (112) und schwups denken wir uns in unserem Land wir können das besser.

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