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Noch kein Gehalt erhalten: Marc Wilmots will den Trainerjob in Iran kündigen

Der Belgier Marc Wilmots ist heute Trainer der iranischen Fußball-Nationalelf. Foto: Vassil Donev/EPA/dpa

Irans Fußball-Nationalelf muss das brisante Spiel in der WM-Qualifikation am 14. November gegen Irak womöglich ohne Cheftrainer an der Seitenlinie bestreiten.

Wegen ausstehender Gehaltszahlungen will der erst seit Mai amtierende belgische Chefcoach Marc Wilmots seinen Job in Iran kündigen. Der frühere Trainer der Roten Teufel, mit denen er bei der WM 2014 und der EM 2016 jeweils im Viertelfinale ausschied, fordert umgehend ein klärendes Gespräch mit den Verantwortlichen des iranischen Verbands (FFI), teilte das Nachrichtenportal Khabar-Online am Mittwoch mit. Dieses Gespräch soll in der Türkei stattfinden. Ob Wilmots den Iran bereits verlassen hat, wurde in dem Bericht nicht erwähnt.

Die Nationalelf des Irans (vorne in der Mitte mit der Nummer 9 AS-Eupen-Spieler Omid Ebrahimi). Foto: Shutterstock

Über Probleme mit der Gehaltszahlung für Wilmots war zunächst von belgischen Medien berichtet worden. Der FFI behauptet, das Gehalt bereits bezahlt zu haben, nur sei es wegen der Bankensanktionen gegen den Iran noch nicht auf Wilmots Konto überwiesen worden. Der Verband sollte iranischen Medien zufolge das Problem umgehend lösen.

Wegen der US-Sanktionen sind keine internationalen Banktransfers aus dem Iran ins Ausland möglich. Dies führt immer wieder zu Problemen bei der Gehaltsüberweisung für ausländische Trainer und Spieler im Land. Einige Trainer, so der Portugiese Carlos Queiroz und der Kroate Branko Ivankovic, haben deswegen beim Weltverband FIFA bereits Beschwerde eingelegt.

Wilmots begann seinen Job im Iran Ende Mai; er bekam einen Dreijahresvertrag bis zur WM 2022 in Katar. Mit der Auswahl Irans hat er in der WM-Qualifikation bisher zweimal gewonnen und einmal verloren. Nach drei Spielen belegt Iran mit 6 Punkten den 3. Platz hinter Irak (7) und Bahrain (7). (dpa)

6 Antworten auf “Noch kein Gehalt erhalten: Marc Wilmots will den Trainerjob in Iran kündigen”

  1. Arnold Heck

    Es war, meiner Meinung nach, überhaupt ein Fehler, den Job im Iran anzunehmen. Der Iran ist und bleibt ein Schurkenstaat; hier werden Homosexuelle mit dem Tode bedroht, Kritiker des Gottesstaates werden eingesperrt und öffentlich ausgepeitscht. Solche Staaten sollte niemand unterstützen.

    • Lieber Arnold,
      solche Kommentare wie der Ihrige interessieren hier kein Schw..n. Wenn es um Fussball geht und, noch mehr, ums liebe Geld kümmern Menschenrechte niemanden mehr. Wilmots macht das auch nur für Geld, auch wenn er damit einem menschenverachtenden System zu Ruhm und Ansehen verhilft. Geld beherrscht die Welt und besonders den Sport.
      Wilmots hätte sich sicher noch ein Kopftuch übergezogen, wenn nur die Kasse stimmt.
      Eigentlich finde ich es toll, dass er seinen Judaslohn nicht bekommt.

      • „Lieber Arnold,
        solche Kommentare wie der Ihrige interessieren hier kein Schw..n. “

        Mich hat der Kommentar interessiert, demnach bin ich wohl kein Schw..n. (Schwanz,Schwan,Schwein,…. oder was auch immer Sie nicht zu wagen schreiben?)

        NB: Im Rest Ihres Kommentars wiederholen Sie nur was der liebe Arnold bereits mit anderen Worten gesagt hatte und Sie nicht interessiert.

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