Gesellschaft

Viel Polemik um einen Nikolaus ohne Kreuz an diesem 6. Dezember 2018 im Fernsehstudio der RTBF

Auf der Mitra fehlte das Kreuz. Foto: Screenshot RTBF Auvio

Heute ist der 6. Dezember, wir feiern Nikolaus, den Schutzpatron u.a. der Schüler und Studenten. Auch in den frühen TV-Sendungen der RTBF war heute Morgen ein Nikolaus zu Gast, aber der hatte auf seiner Mitra kein Kreuz.

Sogleich entzündete sich in den sozialen Netzwerk „une énorme polémique“, wie die Zeitungen der Gruppe Sudpresse schrieben. Schon wurde dahinter ein Manöver von Linken und Antichristen in der RTBF vermutet. Einige User kündigten sogar ab, die Sendungen der RTBF ab sofort zu boykottieren.

Im Laufe des Donnerstags sahen sich die Verantwortlichen der RTBF zu einer Klarstellung genötigt. Dass die Mitra des Nikolaus in den beiden Morgensendungen „Le 6-8“ und „Le 8-9“ kein Kreuz gehabt habe, habe keinen politischen Hintergrund und sei auch nicht mit Absicht so geschehen.

Der Nikolaus im Gespräch mit den Moderatoren der RTBF in der Sendung „Le 6-8“ am Donnerstag. Foto: Screenshot RTBF Auvio

Laut RTBF sei das Malheur lediglich darauf zurückzuführen, dass das Kostüm, das man für den Besuch des Nikolaus bestellt habe, ohne Kreuz angekommen sei und niemand geprüft habe, ob ein Kreuz vorhanden sei oder nicht. Dahinter stecke „aucune mauvaise intention“, keine schlechte Absicht.

Tatsächlich hätte man hinter dem kreuzlosen Nikolaus schon ein Manöver vermuten können, sind doch in der Wallonie laizistische Strömungen seit jeher stark verbreitet. Nicht per Zufall wurden die Weihnachtsferien in „Winterferien“, die Osterferien in „Frühlingsferien“ und die „Allerheiligen-Woche“ in „Herbstferien“ umbenannt. (cre)

41 Antworten auf “Viel Polemik um einen Nikolaus ohne Kreuz an diesem 6. Dezember 2018 im Fernsehstudio der RTBF”

  1. Ich bin mal gespannt wann der erste Boykottaufruf für Coca-Cola, Milka und Lind kommt weil deren Nikoläuse auch kein Kreuz tragen. Man kann es auch übertreiben.
    Auf vielen mittelalterlichen Holztafeln die den Bischof Nikolaus von Myra zeigen trägt er übrigens keine Mitra, allerdings auch kein rotes Zipfelmützchen.

  2. Wie wollen die den zukünftig das „Christus Kind “ benennen ? Sohn Gottes geht ja dann auch nicht und Winterfest ist lachhaft, für einige dürft es eher Konsumfest heißen ….tja die westliche „christliche“ Welt lässt sich immer unterbuttern.

  3. @Eifeler
    Na wieder einen Geistes Blitz gehabt !! Oder wie versteh ich sie mit ihrer dummen unqualifizierten Aussage. Baumeln am nächsten Baum ,man(Frau) kann ihnen noch helfen tun sie es nicht .

  4. Walter Keutgen

    Ein echter katholischer Bischof hat tatsächlich kein Kreuz auf der Mitra, sondern ein stilisiertes Pflanzen- oder Blumenmuster. Hinten hängen daran zwei Bändchen an deren Ende ein Kreuz ist. Auf Statuen in der Kirche habe ich das Bandmuster wie auf dem Foto oben observiert, allerdings mit einem zusätzlichen horizontalem Band an der Basis.

    Die Traditionsfigur Nikolaus wurde bisher mit roten Gewand und einer roten Mitra mit Kreuz dargestellt außer früher in Eupen, wo sie wie ein echter Bischof auftrat, mit violettem Gewand und weißer Mitra. Alte Eupener wissen ja warum. Vor einem Jahr hatte die Direktion der sozialistischen Krankenkassen gefordert, das Kreuz auf Nikolaus‘ Mitra abzuschaffen wegen des harmonischen Zusammenlebens mit Moslems. Deren Organisationen haben sofort dementiert, ihnen machte das Kreuz auf den Nikoläusen nichts aus, was darauf schließen lässt, dass die Forderung aus der militanten atheistischen Ecke kommt. Allerdings hatte vor ca. 25 Jahren in Lille eine Organisation Einspruch gegen die Verteilung von Schokoladenikoläusen mit Kreuz auf der Mitra erhoben. Die Schule hat sich binnen zwei Tagen welche ohne Kreuz besorgt, wegen des Fests für die Kinder am 6.

  5. RöTöBö

    Die RTBF kennt keine grenzen, in ihrem Ideologischen „Display“. Sie ist auf eine Stufe zu stellen mit, zBsp, der TAZ in Deutschland. Seit Jahren wird in diesem ÖRSender nur Propaganda für alles, was die Gesellschaft zesrtört, ob Migration, Islamisierung und Afrikanisierung, Gender-Quatsch oder EU, immer in eine bestimmte Richtung. Das ist nicht der Auftrag eines ÖRSenders.

  6. Zaungast

    @ EdiG
    „Ich bin mal gespannt wann der erste Boykottaufruf für Coca-Cola, Milka und Lind kommt weil deren Nikoläuse auch kein Kreuz tragen. Man kann es auch übertreiben.“

    Leider irren Sie da, lieber EdiG. Na ja, niemand ist unfehlbar, ich übrigens auch nicht…
    Der amerikanische „Santa Claus“ von von Coca Cola war nie ein katholischer Bischof und trug also auch nie eine Mitra, weder eine mit noch eine ohne Kreuz, wovon man sich hier überzeugen kann:
    https://www.coca-cola-deutschland.de/wer-ist-dieser-mann-die-wahrheit-ueber-santa-claus

    Die Witzfigue eines pausbäckigen, bärtigen, übergewichtigen Lebemannes (und wahrscheinlich Alkoholikers, der Gesichtsfarbe wegen) eignet sich ja auch viel mehr zur Werbung für allerlei nötige und unnötige Konsumgüter als ein kleines, in Windeln gewickeltes Baby, das höchstens für eine Pampersfirma von Interesse sein könnte.

    Bei Milka trägt der echte Nikolaus unzweifelhaft (noch?) ein Kreuz auf seiner Mitra, scheint aber in der Bildergalerie sehr unterrepräsentiert zu sein in der Flut von milkafarbenen Weihnachtsmännern: https://www.google.com/search?q=milka+nikolaus&client=firefox-b&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=2ahUKEwidu9qxy4vfAhXF_aQKHeWMBoQQsAR6BAgEEAE&biw=1085&bih=631

    Im Übrigen ist die ganze „Vita“ dieses „Heiligen Mannes“ Nikolaus fast nur eine einzige Legende:
    https://www.heiligenlexikon.de/BiographienN/Nikolaus_von_Myra.htm
    Aber immerhin handelt es sich um eine historische Persönlichkeit, im Gegensatz zum hl. Vitus, dem die Stadt St. Vith gerade erst ein teures Denkmal gesetzt hat, dessen Vita jedoch zu 100 % erfunden ist.

    Ganz im Vertrauen: Was wissen die Kinder heutzutage noch mit dem Begriff „Bischof“ anzufangen?

    Aber im Grunde haben Sie natürlich Recht: Man kann es auch übertreiben, wie in den Niederlanden bei der geradezu fanatisierten Diskussion um den „Zwarte Piet“ oder hier bei uns um den „Hans Muff“, der angeblich die Kinder traumatisiert.

    • Zaungast

      „Weihnachtsgeld“?
      Das hieß bei uns schon immer „prime de fin d’année“ oder „treizième mois“.
      Ich kann mich nicht erinnern, dass auf meiner Gehaltsabrechnug je etwas anders gestanden hätte.
      Ist auch logisch, denn weder der Weihnachtsmann noch das Christkind, sondern der Arbeitgeber bezahlte diese Prämie, und das auch nicht auf Weihnachten unterm Tannenbaum, sondern am Monatsende, also am 31.12.

    • Pille Palle

      Jaja Opi…komm leg dich wieder gemütlich hin. Haste wieder vergessen, deine Medikamente zu nehmen? Da komm, nimm sie mal und dann beruhige dich wieder…alles wird gut!

      @Zaungast

      Sehr treffend! Danke dafür!

    • Richtig, Opi. Es war wohl bildlich gemeint, was den beiden entgangen ist. Es geht darum, wenn ich Opi richtig verstehe, daß Moslems hier gern von den Vorzügen unserer „liberalen“ Gesellschaft profitieren aber gleichzeitig ihren Islam kulturell über alles stellen. Nein, der Opi ist weder ein Rassist, noch ein Nazi. Er hat sogar den Krieg erlebt und weiß aus erster Hand, was es bedeutet beudetet unter einer Diktatur zu leiden. Die beiden hier sind Diktatoren, weil sie nichts anderes als die eigene Meinung für gültig erklären.
      Danke, Opi, wir verstehen Sie.

  7. Selbst die katholische Kirche distanziert sich am liebsten vom Nikolaus, weil er zu einer reinen Kommerzfigur geworden ist und Figuren wie Hansmuff und Zwarte Piet aber auch überhaupt nichts mit Religion zu tun haben.

  8. Zaungast

    „Und in Brügge wurde der WEIHNACHTSmarkt in Wintermarkt umgetauft, angeblich damit er vor Weihnachten und nach Weihnachten noch bestehen kann. Wer sowas glaubt, der glaubt wohl an den… Weihnachtsmann! Houellebecq nennt es „soumission“, die Moslems: „Dhimmitüde“.
    So heißt es weiter oben.

    Und in Molenbeek-St-Jean (über 40 % Moslems) findet schon seit Jahren überhaupt kein Weihnachtsmarkt statt. An der Stelle wird ein orientalischer Basar organisiert, wie man hier sehen kann:
    http://www.culture1080cultuur.be/fr/agenda/categorie/23e_Marche_de_Noel_au_chateau_Karreveld/3879/

    Und in Malmedy (4 % Moslems) findet auch keiner mehr statt. Es gibt dort nur mehr „Les Hivernales“ mit Festivitäten von November bis Januar: https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&ved=2ahUKEwi80eLN_I_fAhVILFAKHVoSCEQQFjACegQIABAC&url=http%3A%2F%2Fwww.malmedy.be%2Fdocuments%2Ftourisme%2Fhivernales-2018.pdf&usg=AOvVaw059pYi_fLDYx-pxww2TrLv
    Na ja, das Wort „Noël“ taucht ab und zu doch noch auf.

    Und in Traben-Trarbach (Anzahl Moslems unbekannt, wahrscheinlich im Promillebereich)? Da feiert man den „Mosel-Wein-Nachts-Markt“ in den Weinkellern der Stadt, unter völliger Missachtung der deutschen Rechtschreibung und jeder christlichen Tradition. Das Fest der Geburt Christi als Anlass zu Besäufnissen im Weinkeller. Motto: „Wein, Genuss und Kultur“, in dieser Reihenfolge.
    https://www.mosel-wein-nachts-markt.de/

    An all die, die sich hier derart ereifern, dass die christliche Tradition des Advent und des Weihnachtsfestes verloren geht: Ich hoffe, wir sehen uns in der Mitternachtsmesse und nicht am Glühweinstand auf einem wie auch immer genannten Rummelplatz. Jedem sei allerdings seine Freude gegönnt.

    Bis dahin auch schön Adventslieder („Tauet Himmel, den Gerechten, …) singen und den Weihnachtsbaum erst an Heiligabend aufstellen und nicht schon am 1. Advent.

    • Was heisst „in Molenbeek-St-Jean (über 40 % Moslems) findet schon seit Jahren überhaupt kein Weihnachtsmarkt statt“, da steht doch>>> Marche_de_Noel_au_chateau_Karreveld!
      …marche de NOEL…
      Zaungast, bitte!

      • Zaungast

        Na, dieser ironisch gemeinte Satz war dann doch wohl zu subtil, liebe Daniela.
        Immerhin ehrt es Sie, dass Sie die Neugier hatten, den Link anzuklicken, statt gleich einen wütenden Kommentar loszulassen.

  9. Bis dahin auch schön Adventslieder („Tauet Himmel, den Gerechten, …) singen und den Weihnachtsbaum erst an Heiligabend aufstellen und nicht schon am 1. Advent.

    @ Zaungast

    Hätten Sie darauf nicht früher hinweisen können? Ich bunkere schon seit zwei Monaten Christstollen und Marzipan. Ja, ich hab mich sogar schon an den Zimtsternen vergriffen.

    • Zaungast

      @ EdiG

      Sie können sich aber auch gar nicht beherrschen, lieber EdiG, Sie Konsumsklave, Sie…
      Es ist auch schwer. Schon als Kinder hatten wir Probleme damit, die „Adventszeit“, die damals noch eine solche war und keine „Vorweihnachtszeit“, durchzustehen. Süßigkeiten gab es keine, und wenn doch, dann kamen die in eine Dose. Zum Glück gab es am 6. Dezember welche, die dann aber von der Mutter eisern „verwaltet“ wurden.

      So um den halben Oktober herum waren wir in Aachen, und im dortigen Aldi gab es schon jede Menge „Weihnachtsgebäck“, u.a. Stollen. Sind Sie da fündig geworden?
      In der „Mayerschen“ sah man es schon weihnachtliche Dekoration, und auf den Tischen lag auch schon die übliche „Weihnachtsliteratur“ aus.

      In diesem Sinne: „Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann…“

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