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Niederlande beenden nach fast vier Wochen Lockdown, aber Gaststätten, Kinos und Kultursektor bleiben dicht

14.01.2022, Niederlande, Valkenburg: Menschen genießen die Wiedereröffnung von Geschäften, Bars und Restaurants, die im Rahmen einer Protestaktion geöffnet wurden. Nach wochenlangem Lockdown sollen die Maßnahmen nun gelockert werden. Foto: Peter Dejong/AP/dpa

Die Niederlande beenden nach fast vier Wochen und unter starkem Druck von Unternehmern den strengen Corona-Lockdown. Aber strenge Maßnahmen bleiben.

Geschäfte, Friseure und Sportclubs sowie Hochschulen dürfen ab Samstag wieder öffnen. Das kündigte Premier Mark Rutte am Freitagabend in Den Haag an. Geschlossen aber bleiben weiter Gaststätten, Museen, Theater und Kinos. Gastwirte und der Kultursektor sind empört.

Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen könnten nicht mehr Sektoren zugleich geöffnet werden, sagte Rutte. „Alles zugleich geht nicht, das Risiko ist zu groß.“ Ende des Monats werde es möglicherweise neue Lockerungen geben.

14.01.2022, Niederlande, Valkenburg: Ein Catering-Unternehmer bereitet seine Terrasse vor. Trotz des Lockdowns hatten am Freitag, 14.01.2022, Unternehmer in der niederländischen Kleinstadt Valkenburg ihre Gaststätten und Geschäfte geöffnet. Die Unternehmer protestierten mit dieser Aktion gegen die harten Corona-Maßnahmen. Foto: Marcel Van Hoorn/ANP/dpa

Gesundheitsminister Ernst Kuipers sprach von einer „neuen Phase der Pandemie“. Die Not bei Bürgern und Unternehmern sei groß. „Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben.“ Das Risiko einer Überlastung des Gesundheitssystems bleibe aber hoch.

Der Widerstand gegen die harten Maßnahmen hatte in den vergangenen Tagen stark zugenommen. Gastwirte kündigten bereits Proteste für Samstag an und wollen trotz des Verbots ihre Cafés und Restaurants öffnen. Sie werden vielfach von Bürgermeistern unterstützt. In der Stadt Valkenburg nahe der Grenze zu Belgien waren am Freitag bereits zahlreiche Geschäfte und Gaststätten geöffnet.

Nach der Entscheidung der Regierung dürfen Geschäfte wieder bis 17 Uhr täglich Kunden empfangen. Bürger dürfen zu Hause vier Besucher empfangen, das waren bisher zwei. Die Quarantänepflicht entfällt für diejenigen, die eine Booster-Impfung bekommen haben oder in diesem Jahr infiziert waren. Bisher waren nur Supermärkte oder Apotheken geöffnet.

Der Lockdown ab dem 19. Dezember sollte den Krankenhäusern Luft verschaffen. Trotz täglicher Höchstwerte bei Neuinfektionen sinkt die Anzahl der Patienten in den Krankenhäusern. Am Freitag wurden mehr als 35.000 Neuinfektionen registriert – so viel wie nie zuvor. Das sind mehr als 1.300 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. (dpa)

9 Antworten auf “Niederlande beenden nach fast vier Wochen Lockdown, aber Gaststätten, Kinos und Kultursektor bleiben dicht”

    • Erate humanes Geäst

      Nö.
      Millionen waren aber trotz Lockdown auf der Straße. Und dennoch sinken die Krankenhausaufenthalte. Komisch^^
      Dass die immer noch am PCR- Testverfahren festhalten, der nachweislich aber auch so gar nichts über das Infektionsgeschehen aussagen kann, verdeutlicht, dass denen nichts an der Wahrheit liegt, wohl aber daran, ihre Bürger einzusperren und zu demütigen.
      „Gastwirte kündigten bereits Proteste für Samstag an und wollen trotz des Verbots ihre Cafés und Restaurants öffnen. Sie werden vielfach von Bürgermeistern unterstützt. In der Stadt Valkenburg nahe der Grenze zu Belgien waren am Freitag bereits zahlreiche Geschäfte und Gaststätten geöffnet.“
      Super! Hoffentlich schließen sich viele an, weltweit!

      • Hubert Aussems

        Millionen waren auf der Straße? In den Niederlanden? Sind sie sicher das es nicht Milliarden waren, bestimmt waren es mehrere Milliarden, denn Millionen von Niederländer waren ja schon in Belgien und Deutschland unterwegs :-) :-) :-)

          • Hubert Aussems

            Wenn sie so gut verstanden hätten als ich was man machen kann um aus dieser Lage zu kommen, dann hätten wir die Lage nicht in der wir uns befinden. Und zum anderen verbitte ich es mir von Namenlose geduzt zu werden.

            Ich sehe meine Rechte nicht beschränkt oder bedroht.

            Ich sehe mich bedroht durch Rechte und Beschränkte…….

            Lieber glaube ich Wissenschaftlern, die sich auch mal irren, als Irren die glauben sie wären Wissenschaftler.

            • Normalität

              Herr Aussems: Also empfinden SIE es als ganz normal, dass man alles offen legen muss nur um einen Kaffee zu trinken? Ich halte dies nicht für normal und ich akzeptiere es auch nicht als neue Normalität, persönliches offen zu legen was niemanden was angeht und ich halte es auch nicht für normal bis an mein Lebensende halb vermummt durch die Gegend zu laufen?
              Das mag vielleicht keine „Einschränkung“ in ihren Augen sein, aber ich halte das auf Dauer für eine Schikanierung per Gesetz.
              Müsste man in jeder Grippe-Welle diese Tests und Inzidenzen offen legen, dann wäre wahrscheinlich jeden Winter absoluter Lockdown.
              Und ihre Parolen aus dem Netz in den letzten 2 Sätzen behalten sie besser für sich. Das ist Nachplapperei.
              Glauben Sie wirklich, dass wenn wir uns alle 4 Wochen eingesperrt hätten alles vorbei wäre?
              Glauben Sie noch ernsthaft daran, dass selbst bei 100 % Impfquote alles vorbei wäre, wenn man davon ausgehen muss alle 4-6 Monate zum Zelt zu wandern um sich seinen „Schuss“ in die „Freiheit“ abzuholen und ein Stempelchen zu bekommen (warum schimpft sich sowas als Impfung bei so geringer Wirkdauer). Was bekommt man denn gratis zum 10. Stempel? Ich brauche nur noch 7, daher möchte ich das gerne mal erfahren.

              • Robin Wood

                @Normalität
                Ich stehe das genau so!

                Jetzt hat das RKI am Wochenende still und leise auf seiner Webseite angegeben, dass der Genesenen-Status nur noch 3 Monate gelten soll. Obschon namhafte Wissenschaftler den Genesenen-Status eher verlängert sehen wollen.
                Pure Willkür seitens des RKI!
                Nachdem das RKI so viele falschen Zahlen in seinen Berichten veröffentlich hat in den letzten Monaten, kommt nun noch diese eigenmächtige Entscheidung. Und was in D passiert, wird ja oft in unserem Land gerne kopiert.
                Es lohnt sich, mal das in das kurze Video (ja, auch wenn es von der „bösen“ BILD-Zeitung ist) reinzuhören.

                https://www.youtube.com/watch?v=FQAeEtDCKyI

                • Normalität

                  Wundert einen nicht, wenn man bedenkt, dass der Chef des RKI Veterinärmediziner ist. Der soll sich gemäß deiner Berufung um Tiere kümmern anstatt Panik zu schüren.
                  Den einzigen deutschen Virologen, den ich ernst nehmen kann ist Herr Streek. Aber das bringt uns in Belgien herzlich wenig. Ein belgisches Pendant zu den von der Regierung berufenen und bezahlten Experten sehe ich nicht.

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