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Neue Kampagne: Der Slogan #WIRSCHAFFENDAS soll die Roten Teufel zur EM 2024 in Deutschland bringen

Belgiens Nationalspieler Leandro Trossard mit dem Slogan #WIRSCHAFFENDAS. Möglicherweise wird der Spieler von Arsenal London wegen einer Verletzung an den beiden Länderspielen in Schweden und Deutschland nicht teilnehmen können. Quelle: RBFA

„Wir schaffen das“: Die Roten Teufel machen sich mit einem deutschen Trainer auf den Weg zur EM 2024 in Deutschland. Der belgische Fußball-Verband hat sich deshalb dafür entschieden, eine neue Kampagne zu starten mit dem Hashtag #ONVALEFAIRE, #ALLESGEVEN oder #WIRSCHAFFENDAS.

Dass der Slogan „Wir schaffen das!“ von der damaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahr 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise verwendet wurde und ihr in den Monaten und Jahren danach auch viel Ärger bereitete, tut hier nichts zur Sache und dürfte den Initiatoren der neuen Kampagne des belgischen  Fußball-Verbandes vor dem Start der Qualifikation für die EM 2024 in Deutschland wohl nicht einmal bewusst gewesen sein.

Der Slogan „Wir schaffen das“ bezieht sich auf die Teilnahme an der EM 2024 in Deutschland, die „geschafft“ werden soll.

08.02.2023, Belgien, Tubize: Domenico Tedesco (r), neuer Trainer der belgischen Fußball-Nationalmannschaft, sitzt neben Franky Vercauteren (l), dem neuen Technischen Direktor. Foto: Eric Lalmand/BELGA/dpa

Übrigens hat sich die belgische Fußball-Nationalelf bisher nie für ein großes Turnier im Nachbarland Deutschland qualifizieren können – weder für die WM 1974 noch für die EM 1988 und auch nicht für die WM 2006.

Der deutsche Slogan #WIRSCHAFFENDAS sei eine Anspielung auf den Austragungsort des nächsten großen Turniers, auf die Wurzeln des neuen belgischen Nationaltrainers Domenico Tedesco und auf die dritte Landessprache, heißt es in einer Pressemitteilung der Union Belge.

Mit der Wahl von Tedesco als Trainer der Roten Teufel beginnt eine neue Ära für die Nationalmannschaft. Am Freitag, dem 17. März, wird der Nachfolger von Roberto Martinez sein Aufgebot für das erste Qualifikationsspiel am 24. März in Stockholm gegen Schweden und für das Länderspiel in Köln gegen Deutschland vier Tage später vorstellen. Als Gastgeber der EM 2024 ist die DFB-Auswahl automatisch für die Endrunde vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 im eigenen Land qualifiziert.

Eine Werbung des Fanclubs 1895 der Roten Teufel für möglichst viele Supporter-Busse zum Länderspiel am 28. März in Köln gegen Deutschland. Quelle: RBFA

Zum Beginn einer neuen Ära will sich der Verband auch um mehr Nähe zu den Fans bemühen. „Die URBSFA wird alles daran setzen, die Spieler und ihre Fans regelmäßig zusammenzubringen“, heißt es auf der Webseite des Verbandes. Einige Trainingseinheiten sollen im Proximus Basecamp in Tubize wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Außerdem würden Fankonferenzen organisiert, bei denen die Supporter Spieler der Roten Teufel treffen und ihnen Fragen stellen können.

„Wegen der Pandemie konnten wir den Supportern in letzter Zeit nur ein virtuelles Erlebnis bieten. Unsere Spieler wollten auch eine Kampagne, die sie wieder näher an ihre Fans heranbringt“, begründete Manu Leroy, Marketing- und Kommunikationsdirektor des Fußball-Verbandes, die Entscheidung.

Für die Begegnung der Roten Teufel in Schweden im Stadion von Stockholm am 24. März ist zum Beispiel ein Tifo geplant, auf dem möglichst viele Namen von Fans zu sehen sein werden. Für das Länderspiel in Köln gegen Deutschland am 28. März sollen zahlreiche Fan-Busse organisiert werden. (cre)

29 Antworten auf “Neue Kampagne: Der Slogan #WIRSCHAFFENDAS soll die Roten Teufel zur EM 2024 in Deutschland bringen”

    • der heilige josef

      Trotz vieler Schwierigkeiten ist Deutschland die 4 Größte Wirtschaftsnation der Welt, so schlimm kann es also gar nicht sein. Und die Wahlergebnisse zeigen eine gute Zufriedenheit der Bürger mit dem Kurs ihrer Regierungen im Bund und in den Bundesländern.

  1. Der Zyniker

    Autsch…!!!
    Da hat sich die PR-Abteilung aber schön in die Nesseln gesetzt.
    Ich kenne kaum jemanden, der nicht bei dieser Phrase einen dicken Hals bekommt und anfängt zu schnaufen. Und dann auch noch in Deutschland – Na, Prost Mahlzeit!

  2. Robin Wood

    Also wenn die Roten Teufel so viel „Erfolg“ haben wie damals Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik – Prost Mahlzeit!
    Vielleicht können sich die Spieler ja den Slogan auf die Armbinde schreiben… (Ironie)

  3. Geschmacklos und dem Untergang geweiht

    Es ist:
    1) geschmacklos, da wir die Folgen dieser Parole in Europa bestens kennen
    2) also werden die Roten T. verlieren, denn Europa hat es NICHT geschafft…
    Wie blöd sind Fußballer und Fans?

  4. AS-FAN-KELMIS

    Wir schaffen das, In Anspielung an die Dritte Landessprache ?? Ich lach mich platt. Die Heuchler bei der Union Belge toppen ihre Antipatie gegen uns Deutschsprachige, siehe KAS Eupen.Da fällt mir ja beinah etwas aus dem Gesicht !!!

  5. Besorgte Mutter

    Dadurch bedingt, dass die EM in Deutschland ist, finde ich den Spruch zuerst einmal gar nicht so schlecht. Auch als Motivation für all jene die jetzt neu bei den Roten Teufeln einsteigen werden ist er gut.
    Schade ist nur, dass der Spruch durch die Merkel schon irgendwie negativ behaftet ist.

      • Die BRD war das einzige Land, dem es damals gelang, der Krise Herr zu werden.
        Zwergäffchen wie François Hollande -24.000 über 2 Jahre- machten es sich einfacher, und brauchten nichts zu „schaffen“.
        Die Worte von Frau Merkel im Nachhinein als „Einladung“ hinzustellen, tun nur die, die an der Krise und ihrem Ausmass -gewollt oder aus Dummheit- nichts verstanden haben.

  6. Anonymos

    Der Slogan ist bei Angie auch nach Hinten losgegangen !

    Narzismuss kommt vor dem Fall. Dann wird dass diesmal ja erst recht nichts mit der EM.
    Die sollten die Klappe nicht so weit aufreissen sondern Trainieren.
    Denn wenn die Verlieren, waren es immer die anderen Schuld !

  7. Prinz Kuckuck

    Bitte entschuldigt, wenn ich mich hier in das erwartbarte und in seiner Stereotypie einschläfernde Deutschland- und Migranten-Bashing auf OBD einmische, aber es muss angesichts der unüberschaubaren intertextuellen Referenzialität öffentlicher Diskurse unbedingt darauf hingewiesen werden, dass dieses Zitat gar nicht von Frau Merkel stammt, sondern von Bob dem Baumeister. Und der scheint mir mit Blick auf das Auftreten der Roten Teufel in den letzten 12 Monaten keine schlechte Inspirationsquelle zu sein. Seht selbst: https://youtu.be/z5NzqZr3-N8

  8. Auch vor Frau Merkel haben diese Phrase „Wir schaffen das“ schon Tausende benutzt. Ich weiß nicht warum mit diesem Ausspruch jetzt unbedingt ein Zusammenhang zwischen Fußball und Flüchtlingskrise hergestellt werden muß.

    • @flipke: Der Verband spart mit diesem Slogan sogar viel Geld, weil sich jetzt Menschen drüber aufregen, die mit Fußball nichts am Hut haben. Und ihr Deppen fallt voll drauf rein und merkt den Trick nicht mal.

  9. Eigentlich völlig egal wie die Kampagne heisst, wenn die Leistung stimmt. Hiess die letzte zur WM nicht # Devilstime oder so was.
    Ziemlich dämlich ist #WirschAFFENdas schon.
    Eine Verneigung an das deutsche Trainertrio. Tedesco will seinen Bruder ja auch noch ins Team holen. Dann sind’s halt 4.
    An deutschen Slogans war in Tubize sicher alternativ noch #99Luftballons, #Oktoberfestprosit und #JawohlmeinFührer bekannt und in der Auswahl.
    So gesehen noch Glück gehabt.

  10. Germano-Belgier

    Sie können ja mit gelbem Helm und blauer Latzhose auflaufen, dann passt es wieder ;)
    Mixi wirbelt im Sturm, Rollo macht das Mittelfeld platt, Buddel untergräbt die gegnerische Abwehr, während Bob eine Mauer vor dem Tor baut!
    „Können wir das schaffen? Jo, #WIRSCHAFFENDAS!“

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