Politik

PFF: Natürlich Hunger oder wer?

Für die Spitzenkandidatur der PFF bei der Stadtratswahl in Eupen 2018 wird immer wieder sein Name genannt: Eupens Finanz- und Kulturschöffe Philippe Hunger

Bis auf die PFF und eventuell eine immer mögliche Bürgerliste ohne Parteibindung sind alle Spitzenkandidaten für die Eupener Stadtratswahl 2018 zumindest inoffiziell bekannt – von Claudia Niessen (Ecolo) über Werner Baumgarten (SPplus) bis zu „Joky“ Ortmann (CSP). Wen die Liberalen als Listenführer ins Rennen schicken werden, ist hingegen noch offen.

Nachdem der amtierende Eupener Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg Ende Juni 2017 angekündigt hatte, dass er sich nicht mehr als Spitzen- und Bürgermeister-Kandidat zur Verfügung stellen wolle, war eigentlich mit einer raschen Entscheidung gerechnet worden. Jedoch lässt diese auch noch Mitte September auf sich warten.

Eine Schultüte bekam Philippe Hunger (Bildmitte) zum Beginn seiner Tätigkeit als Schöffe Anfang September 2013 überreicht. Foto: Gerd Comouth

Genannt wird seit Klinkenbergs Ankündigung, nicht mehr die PFF-Liste in Eupen anzuführen, immer wieder der Name des amtierenden Kultur- und Finanzschöffen Philippe Hunger, der schon vor Monaten vom früheren Eupener Stadtoberhaupt Fred Evers wärmstens als Spitzenkandidat empfohlen wurde.

„Wenn ich entscheiden dürfte, würde ich mich für Philippe Hunger aussprechen“, hatte Evers im März 2017 erklärt: „Er stellt was dar, kann gut reden und macht seine Arbeit als Finanzschöffe ordentlich. Er verfügt über die nötige Erfahrung und ist in Eupen verankert.“

Dass die Spitzenkandidatur von Philippe Hunger, der im Sommer 2013 Evers als Finanz- und Kulturschöffe ablöste, noch auf sich warten lässt, könnte darauf zurückzuführen sein, dass Hunger neben seinem Schöffenamt auch noch ein Unternehmen führt, das sich übrigens „Natürlich Hunger PGmbH“ nennt.

Kattrin Jadin bei der Grundsteinlegung für das neue Justizgebäude in Eupen. Foto: Gerd Comouth

Zu den Unternehmenszielen der Gesellschaft gehören nach eigenen Angaben „Produktion und Verkauf von regionalen Produkten, Schwerpunkt Käse, Pädagogischer Bauernhof, Kindergeburtstage, Ferienlager und kleine Restauration“.

Die Frage könnte also lauten: Wer wird Spitzenkandidat der PFF bei der Stadtratswahl im Oktober 2018 – natürlich Hunger?

Als mögliche Anwärterin auf die Spitzenkandidatur wurde auch die Kammerabgeordnete Kattrin Jadin genannt, wobei deren Name eigentlich immer fällt, wenn bei den deutschsprachigen Liberalen oder auch bei der Schwesterpartei MR ein wichtiger Posten neu besetzt werden muss.

Über Kattrin Jadin hatte Alt-Bürgermeister Evers in dem Interview von März 2017 gesagt: „Sie sitzt im Parlament und soll sich auch weiterhin gut um ihre Arbeit in Brüssel kümmern.“ Das hörte sich absolut nicht wie eine Empfehlung an… (cre)

  1. Auch mal eine Anekdote

    Nach Art unseres verehrten @Mischutka
    erinnere ich mich an ein Gespräch in einer Eupener Kneipe vor ungefähr 8 Jahren zwischen Herrn Hunger und einige Anwesenden. Er wurde gefragt, wie er denn zur Politik gekommen sei. die Antwort war recht einfach: ….man hatte mich gefragt und ich habe es dann mal probiert ….und bin selber überrascht das ich gewählt wurde( so ähnlich, den genauen Wortlaut kann ich nicht mehr wiedergeben)

    Und jetzt schon Bürgermeisterkandidat, so wie die Jungfrau zum Kinde kommt.
    Allerdings in meinen Augen die wesentlich bessere Wahl als Frau Jadin

    • @ Zeugnissssss

      Der Slogan „Hunger für Eupen – Brot für die Welt.“ ist ein alter Hut. Betrachtet man es aber realistisch ist Hunger die logische Konsequenz der kleinen Brötchen.

  2. Louis Jana

    Ich habe Frau Jaddin kennenglernt und meiner Meinung nach scheint sie mir sehr weltfremd. Auf Fragen kamen nur belanglose 08/15 Flosken und teilweise hatte ich den Eindruck, dass sie nicht wirklich weiss, was es heisst, als Arbeitnehmer mit einem kleinen Gehalt auszukommen und eine Familie damit zu versorgen.
    Leider leben wir nicht alle in der Welt der Schönen und Reichen, oder werden mit dem goldenen Löffel großgezogen.

    Herr Hunger dagegen war kompetent, gab klare Antworten und interessierte sich auch für Dinge, die ausserhalb seines Zuständigkeitbereiches waren. Er stellte die richtigen Fragen und hat, meiner Erfahrung nach, auch keine Angst in ein Westennest zu stechen, wenn es der Wahrheitsfindung dient.
    Jemand der Rückrad hat, anstatt mit dem Strom zu schwimmen und sich am liebsten beim Feiern mit Parteikollegen oder beim Joggen auf Facebook präsentiert.

  3. die hat noch nie gearbeitet, seit Jahren Abgeordnete und sie wird NIEMALS ein Exekutivmandat der MR erhalten. Die verdaut noch immer nicht gegen Weyckmans das Rennen verloren zu haben denn in der PFF wollte man sie nicht und wohnt sie nicht in THEUX oder ?
    Ja, Minister wird sie wohl nie, aber ein Aschenputtel denn sie weint auf Knopfdruck, wenn es angebracht ist um ein paar Stiimen zu erhaschen..
    In EUPEN will man einen waschechten Öpener und nicht Wallonen die aus Zem Vekt stammen.

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