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In Ostbelgien zuletzt mehrere Fälle von versuchtem „Enkeltrick“ oder „Neffentrick“ [VIDEO]

Foto: Gerd Comouth

Sowohl im Norden als auch im Süden der DG wurde in letzter Zeit vermehrt versucht, Anwohner anhand des sogenannten „Enkeltricks“ um ihr Geld zu betrügen, meldete die Polizeizone Weser-Göhl in ihrem Bericht von Mittwoch.

Mehrere Anwohner wurden zuletzt durch eine unbekannte deutschsprachige Person angerufen, die sich als ihr Verwandter ausgab. Der Anrufer hat jedes Mal erklärt, in einer Notlage zu sein und schnellst möglichst eine größere Summe Geld zu benötigen. Er erklärte sich bereit, das Geld am Wohnsitz der Opfer abholen zu kommen.

Untern den Opfern, die sich bis jetzt bei den Diensten der beiden Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel gemeldet haben, sei keines am Telefon auf die Forderungen eingegangen und auch noch bei keinem der Opfer eine verdächtige Person zu Hause vorstellig geworden. „Wir bitten die Bevölkerung, nicht auf die Betrugsmache einzugehen“, so die Polizeizone Weser-Göhl.

Illustrationsbild: Shutterstock

Nicht zum ersten Mal warnt die hiesige Polizei vor Betrügern, die den „Enkeltrick“ bzw. den „Neffentrick“ anwenden.

Die betrügerischen Anrufer nennen den eigenen Namen nicht und wählen die Du-Anrede. Mit einer freundlich intonierten Eingangsfrage „Rate mal, wer hier spricht?“ können sofort potentielle Beziehungen ausgelotet werden (siehe auch VIDEO).

Je nach Antwort der möglichen Opfern geben sich die Anrufer am Telefon beispielsweise als Enkel/in, Neffe/Nichte, sogar als Kinder oder als andere ziemlich nahe Verwandte oder „gute alte“ Bekannte aus.

Sie bitten das potenzielle Opfer um einen Geldbetrag für ihre behauptete Notlage. Dazu werden als Gründe für die Geldnot oft schwierige Umstände wie Unfall, überfällige Rechnungen oder Kauf eines günstigen Autos oder einer günstigen Wohnung genannt.

Mehrmalige Anrufe in kurzen Abständen nehmen dem Opfer die Möglichkeit, sich über das Geschehene Gedanken zu machen oder sich mit den eigenen Verwandten zu beraten.

Gefährdete Opfer

Unter emotionalem Druck willigen diese ein, heben Geld bei ihrer Bank ab und treffen sich dann mit einem Komplizen, der vom vermeintlichen „Enkel“ geschickt wurde, um das Geld an der Haustür abzuholen. Mitunter werden die Opfer auch dazu gedrängt, Geld auf ein (ausländisches) Konto zu überweisen oder leicht transportable Wertgegenstände auszuhändigen.

Die Wahl der Opfer verläuft meist über Telefonbücher. Hierbei werden gezielt Vornamen ausgewählt, die auf ältere Jahrgänge schließen lassen, z. B. Klara, Hedwig, Josef, Alfred. Gefährdete Opfer sind ältere, vereinsamte, schwerhörige, seheingeschränkte sowie demente Menschen. Immer werden solche Menschen um ihre ganzen Ersparnisse gebracht.

Nachfolgendes VIDEO veranschaulicht, wie die „Enkeltrickser“ vorgehen, wenn sie beispielsweise eine ältere Frau anrufen:

2 Antworten auf “In Ostbelgien zuletzt mehrere Fälle von versuchtem „Enkeltrick“ oder „Neffentrick“ [VIDEO]”

  1. Mischutka

    Wenn ich irgendwo anrufe, dann sage ich immer sofort meinen Namen. Und sollte sich der Angerufene mal nur mit „Hallo“ melden, frage ich immer „mit wem habe ich die Ehre ?“. Sicher ist sicher.
    Also wenn jemand bei mir anruft und fragt nur „Hallo – bist du es XXX ?“ und nennt nicht vorher seinen Namen, dann habe ich immer ein (für mich) sehr gutes Mittel : Ich sage dann „Entschuldigung, hier ist der Papst“ und singe (!!!) dann so etwas wie „Sanktus Dominus Benediktus Amen“. Bisher haben ALLE, ohne Ausnahme dann (verärgert ?) aufgelegt. Nachdem einige gute Freunde von meinem „Papst-Dasein“ am Telefon erfahren haben, machen sie es alle gleich. Mit Erfolg.

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