Politik

Ex-Ministerin Maggie De Block spricht offen über ihre Fettleibigkeit: „Alle Diäten schon sieben Mal gemacht“

Die ehemalige Gesundheitsministerin und heutige Fraktionssprecherin der Open VLD in der Kammer, Maggie De Block. Foto: epa

Maggie De Block spricht nicht oft über ihre Fettleibigkeit. Anlässlich der Vorstellung der TV-Serie „Albatros“ ab Montag, 15. Februar, im zweiten Fernsehprogramm der VRT, die vom Problem der Fettleibigkeit handelt, machte die 58-Jährige eine Ausnahme.

Maggie De Block, verheiratet, Mutter von zwei Kindern und einmal Großmutter, hat gelernt, mit dem Problem des Übergewichts zu leben.

„In meinem Alter hat man wahrscheinlich alle Diäten schon sieben Mal gemacht“, sagte die ehemalige föderale Ministerin für Gesundheit am Sonntag in der Fernsehsendung „De Zevende Dag“. Irgendwann habe sie dann beschlossen, keine Diät mehr zu machen. Sie habe gelernt, sich selbst so zu akzeptieren: „Es ist, wie es ist.“

11.03.2020, Belgien, Brüssel: Maggie De Block, Gesundheitsministerin von Belgien, spricht während eines königlichen Besuchs bei Sciensano, dem belgischen Institut für Gesundheit, bei einer Informationssitzung über das Coronavirus. Foto: Laurie Dieffembacq/BELGA/dpa

2015 war Maggie De Block der populärste Politiker in Belgien. Seit der Bildung der Regierung ihres Parteifreundes Alexander De Croo ist De Block Fraktionsführerin der Open VLD in der Abgeordnetenkammer.

Als sie noch Gesundheitsministerin war, musste Maggie De Block wegen ihres Aussehens viel Häme über sich ergehen lassen. Die Tatsache, dass sie auch Medizinerin ist, warf bei vielen Kritikern die Frage auf: Wie kann nur jemand, der so fettleibig ist, Gesundheitsministerin werden? Andererseits gibt es Frauen, die ihr wohlgesinnt sind und ihr eine E-Mail schicken, um von ihr zu erfahren, wo sie ihre Kleidung kauft.

„Mit der Diät aufzuhören, war eine Erleichterung“, so De Block. „Mein soziales Leben hatte darunter gelitten. Jetzt habe ich mich akzeptiert, so wie ich bin. Mein Körper ist so.“ Sie wolle nicht ihr ganzes Leben unglücklich sein.

14.09.2020, Belgien, Brüssel: Maggie De Block, Ministerin für Gesundheit und Soziales in Belgien, steht während der Eröffnung des neuen Covid-19-Testzentrums am Brüsseler Flughafen neben einem Plakat mit der Aufschrift „Wir kümmern uns um Ihre Gesundheit“. Foto: Thierry Roge/BELGA/dpa

Den eigenen Körper so zu akzeptieren, wie er ist, sei ein mentaler Prozess, dem sich viele, die zu Fettleibigkeit neigen, stellen müssten, sagte die 58-Jährige. Wenn Maggie De Block mit ihrer Mutter ein Bekleidungsgeschäft betritt, sind Leute überrascht, wenn sie erfahen, dass sie die Tochter ist. „Meine Mutter ist eine kleine, schmale Frau mit Kleidergröße 38.“

Derweil ist sich De Block als Medizinerin der gesundheitlichen Risiken von Fettleibigkeit bewusst. „Es ist ein chronischer Zustand. Und es ist eine Belastung für Ihren Körper. Sowohl für Ihre Gelenke als auch für Ihr Herz.“  Das bedeute jedoch nicht unbedingt, dass man ungesund lebe.

De Block erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Maßnahmen, die sie als Gesundheitsministerin zur Bekämpfung der Fettleibigkeit ergriffen habe: ein Abkommen mit der Lebensmittelindustrie, um die Portionen von Fertiggerichten kleiner zu machen, die Einführung der Nährwertkennzeichnung („Nutri-Score“) auf Lebensmittelverpackungen oder die Vergütung von Ernährungsberatern für Kinder. „Weil Vorbeugung das Beste ist.“ (cre)

 

47 Antworten auf “Ex-Ministerin Maggie De Block spricht offen über ihre Fettleibigkeit: „Alle Diäten schon sieben Mal gemacht“”

  1. Diäten sind kontraproduktiv. Wer abnehmen will, muss seine Ernährung dauerhaft umstellen. Gesund essen und Zwischensnacks vermeiden, heißt die Devise. Das heißt wenig Fett und noch weniger Zucker. Dazu regelmäßig Bewegung in den Alltag einbauen. So kommt jeder zu seinem Idealgewicht, ohne zu hungern und ohne in die Fitnesshalle zu gehen.

  2. Was die Sinnhaftigkeit von politischen Maßnahmen einmal mehr in Frage stellt.
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    De Block erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Maßnahmen, die sie als Gesundheitsministerin zur Bekämpfung der Fettleibigkeit ergriffen habe: ein Abkommen mit der Lebensmittelindustrie, um die Portionen von Fertiggerichten kleiner zu machen, die Einführung der Nährwertkennzeichnung („Nutri-Score“) auf Lebensmittelverpackungen oder die Vergütung von Ernährungsberatern für Kinder.
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    Sie verweist auf ihre Maßnahmen und ist selbst der lebende Beweis dass die Maßnahmen nicht greifen. Ich muss keinen „Nutri-score“ auf z.B. einer Tüte Salzchips kleben um zu wissen wie es um deren Wertigkeit in Sachen Ernährung steht. Die Politik verliert sich in Aktionismus, alles ist besser als nichts zu tun, so lautet die Devise. Und das Ergebnis? Sie sagt es selbst: „Es ist, wie es ist.“… Politik eben.

  3. Frittewelsch

    ‚Ne Ärztin, die mehrere Diäten nicht gebacken bekommt, und danach nicht das Gewicht gehalten, falls sie denn überhaupt erfolgreich Gewicht verloren hat… Ja super.

    Bei ihr setzen bestimmt auch die Gesetze der Thermodynamik aus. Zumindest laut ihrer Ansicht.

    Geballte Kompetenz. So jemand trifft dann medizinische Entscheidungen für andere. Siehe die parallelen Kommentare in der Facebook-Kommentarsektion als ein Beispiel.

    • Es gibt auch Pathologien (wenn Sie nicht wissen was das Wort bedeutet, eifach googeln), die zur Fettleibigkeit führen. Diäten sind da machtlos, wenn Hormonde oder Drüsen nicht so funktio nieren :-)) wie sie sollen.
      Aber heute ist es einfach nur noch zum Reihern, auch wenn man nicht an Anorexie erkrankt ist: Alles A-normale muß thematisiert und gehypt werden.

      • Frittewelsch

        Diese Pathologien sind aber in einer absoluten Minderheit. Wenn man sich so umhört, behauptet ja jeder irgendwelche hormonellen oder sogar genetischen Probleme zu haben. Wenn man dann unter ärztlicher Aufsicht kommt, stellt man fest das a) keine Erkrankungen dieser Art bestehen, und b) die Diät dann auf wundersamer Weise funktioniert. Inklusive knurrender Magen, der sich vorher komischerweise nie bemerkbar gemacht hat.

        • B. Alter

          Nein, diese Pathologien sind real. Sie MÜSSEN real sein, da sogar Guido Scholzen eine hat. Und Guido Scholzen spricht generell nur die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Damit müssten alle Zweifel ausgeräumt sein.

      • Frittewelsch

        Und desweitern, solche Erkrankungen sind in den meisten Fällen zu bewältigen. Das Fett kommt nicht aus dem Nichts. Wenn jemand etwas anderes behauptet, dann ist da ein Nobelpreis in Physik bei rauszuholen.

  4. Nonstop Nonsens

    Frau de Block ich kann ihnen gerne helfen, wenn sie das alles mit der Ernährung nicht verstanden haben. Diät hilft fast keinem. Einfach mal gesund essen, Weißmehl, Zucker komplett weglassen und Kohlenhydrate drastisch reduzieren. Nur langsame Kohlenhydrate wenn überhaupt. Hauptsache Ballaststoffreich! Fruchtzucker am morgen, spätestens Mittags. Einmal die Woche hochwertiges Fleisch (niemals Schwein und keine Wurst, das ist das größte Gift), einmal die Woche hochwertigen Fisch (vorzugsweise Lachs). So wenig wie möglich industriell verarbeitete Lebensmittel. Ich empfehle wärmstens den Ernährungskompass von Bas Kast. Da geht es nicht um Diät sondern um ausgewogene Ernährung mit wenig Verzicht durch die man als positiven Nebeneffekt langsam aber nachhaltig abnimmt. Ausprobieren und Spaß haben…

  5. Friedrich Meier

    Ich bin auch zu dick, aber ich weiß weshalb. Ich bin zu faul. Du musst einfach dich entscheiden. Ich hab das schon mehrmals gemacht. Entscheide nicht zu essen…entscheide nicht zu rauchen… entscheide nicht zu trinken. Wenn man will, geht es auch.
    Zur zeit will ich nicht, aber wenn ich mich dazu entschließe, schaffe ich das auch.

  6. Ach Maggie

    Gut, wenn man schon wie eine Gewürzmischung heißt, ist es schwierig. Hat Ihr keiner gesagt, dass man nicht 7 Diäten auf einmal machen soll. Naja, dafür kann sie ja nichts. Das Einzige was bei ihr an Diäten abgenommen hat, sind die finanziellen Zuwendungen an unser Gesundheitssystem. Aber glauben wir wirklich, dass wir eine Lehre aus der Krise ziehen, ich glaube nicht.

  7. Paul Siemons

    Und wenn sie platzen würde: Es wäre ihre Sache. Allerdings NICHT als Gesundheitsminster. Da muss man beweisen, dass man selber seine Gesundheit pflegen kann, ehe man es von anderen erwartet. So wie sie aus den Fugen zu geraten ist nichts anderes, als zu jedem öffentlichen Auftritt im Vollrausch mit einer Kippe in jeder Hand zu erscheinen. Es gibt andere Möglichkeiten, seine Fresssucht zu bekämpfen, man sehe sich Kalli Calmund an. Oder Ex-Minister Gabriel.

    • @Paul Siemons: Ein Übergewichtiger darf also kein Gesundheitsminister sein, meinen Sie. Auf dem ersten Blick scheint dies logisch. Ist aber falsch. Oder soll ein Lungenkrebspatient seinen rauchenden Arzt sagen: „Tut mir leid, aber von Ihnen möchte ich nicht geheilt werden“?

      Was ich sagen will: Eine Person, die ein öffentliches Amt innehat, braucht selber nicht dem Idealbild zu entsprechen, solange sie kraft ihres Amts der Bevölkerung dient.

      Das, was Sie tun, ist Diskriminierung einer Person aufgrund der Reduzierung auf ihr Äußeres.

      • Halbwahrheiten

        >Logisch< mögen Sie sich ja hier nennen, aber logisch ist das jedenfalls nicht was Sie schreiben.
        Beweis: "Eine Person, die ein öffentliches Amt innehat, braucht selber nicht dem Idealbild zu entsprechen, solange sie kraft ihres Amts DER BEVÖLKERUNG DIENT."
        Letzteres hat MdB sicherlich NICHT getan. Ganz im Gegenteil. Sie hat alles kaputt gespart und somit so manches Elend in der Bevölkerung bewusst in Kauf genommen, ja sogar gewollt!!!
        MdB hätte nie dieses Amt übernehmen dürfen, will schweigen ausführen. Jede Stund und jeder Tag war einer zu viel.
        Spät bzw. viel zu spät musste Sie das Amt aufgeben. Hoffentlich bekommt so eine Koryphäe nie mehr ein Amt zugeschustert. Bitte nie mehr.
        Braucht sie im Übrigen auch nicht mehr, bekommt ja trotz mangelnder Leistung so richtig Rente / Pension (und noch vieles mehr…)

        • @Halbwahrheiten: Sie verwechseln zwei Dinge: Diskriminierung einer Person aufgrund ihres Aussehens und welche Entscheidungen sie im Amt trifft. Ersteres geht gar nicht und Zweiteres, das Sparen im Gesundheitswesen, wird in der Partei entschieden bzw. Koalition entschieden. Will heißen: Egal, ob die zuständige Ministerin aussieht wie Miss World oder eben wie Maeggy de Block, spielt bei der Entscheidung, im Gesundheitswesen zu sparen, keine Rolle. Übrigens wird nicht nur dort gespart. Die ganze Politik und natürlich auch die Privatwirtschaft ist aufs Sparen eingerichtet. Überall heißt die Devise: Gewinnmaximierung durch Einsparungen beim Personal und Niedriglohn.

          • Halbwahrheiten

            Und schon wieder liegen Sie völlig daneben.
            Ich habe nichts, aber auch gar nichts verwechselt. Und „Diskriminierung einer Person aufgrund ihres Aussehens“ wie Sie es mir unterstellen liegt mir sehr fern.
            Dafür und deswegen liegt es eher nahe dass Sie einen an der Waffel haben.
            Weswegen ich nicht mehr weiter auf Ihren Mist reagieren werde.

          • Die belgische Politik ist auf Gewinnmaximierung eingerichtet? Was haben Sie den geraucht? Gewinnmaximierung in Belgien ist eine Minimierung des politischen Systems in Belgien. Kein Senat, keine Provinzen, keine Regionen, keine Gemeinschaften, weniger Beamte ausser Polizisten und Lehrer.

      • Paul Siemons

        Dass Sie sich logisch nennen, ist ein echter Witz. Das Äußere ist Symptom für eine charakterliche Schwäche, die im Ressort des Gesundheitlichen nichts zu suchen hat. Nur darum geht es. Deshalb nenne ich ja auch weitere Beispiele, die gegen eine Eignung sprechen. Dass Sie sich des derzeit so modischen Diskriminierungs-Vorwurfs bedienen, ist klar. Billig und unlogisch.

  8. Corona2019

    Wer mit einer Diät oder mehreren ,von der Grotten schlechten fahrlässigen Arbeit als Ex Gesundheitsministerin ablenken möchte ,
    der möge sich weiter Zucker und Fett in den Rachen schieben, um das Gewissen zu beruhigen .

    Die Corona Toten werden dadurch aber nicht wieder auferstehen .

    • Krankenschwester

      @ Zuhörer
      Eben weil Madame Der Block eine Stoffwechselstörung hat, wobei es darauf an kommt welche , (Diabetis oder Schilddrüse zB), sollte sie sich an gewisse Diäten halten. Sie müsste es eigentlich wissen, als Medizinerin.
      Was gibt sie hier für diese Patienten für ein Beispiel?

  9. Zuhörer

    Man sieht doch dass diese Frau eine Stoffwechsel Störung hat. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Die jenigen, die „Normalgewicht“ haben, sollen zu Gott beten dass es so bleibt. Ich hatte einen Freund der sich immer über mein Gewicht lustig gemacht hatte. Er Ist jetzt viel schwerer als ich. Man sollte sich lieber über die Lebensmittelindustrie aufregen. Zum Beispiel fettarmer Sachen werden mit Zucker schmackhaft gemacht. Diät Cola und so, machen dicker als normale Getränke. Das haben amerikanische Wissenschaftler bewiesen. Außerdem machen sie krank.

  10. Corona2019

    @ – Krankenschwester

    Ich kannte auch jemanden der angeblich unter einer Stoffwechsel Störung leidet .
    Mit 14 Jahren zeigte die Wage 140 Kilo .
    500 Gramm Spaghetti Kochen für sich alleine, empfand diese Person als etwas für den Hohlen Zahn .

    Da ich mehrere Leute kenne die mit der Heu-Gabel Essen und dabei versichern das Sie eine Stoffwechsel Störung haben , bleibt meine Skepsis groß .

    Mein Wunsch das die Krankenschwester ein schönes Wochenende erleben wird bleibt dennoch 🍺🍟🍗🍦😘

    • Zuhörer

      @. Corona 2019. Weil ihr bekannter soviel isst müssen alle Menschen die Übergewicht haben auch so sein. Ich bin auch sehr übergewichtig. Meine Frau und Bekannten sagen immer, bei dem was du isst, müsstest du Dürr sein. Ich esse nur Abendbrot. Und davon nur die Hälfte was meine Frau isst. Meine Frau ist mit 60 Jahren noch immer schlank. Früher haben meine Freunde mich beneidet, weil ich so schlank war. Mehrere Ärzte sagten mir das ich Schilddrüsenunterfunktion habe. Und Hormontabletten Vertrage ich nicht. Genauso wie Blutdruckmedikamente. Von Medikamenten bekomme ich Herzrhythmusstörungen. Also muss ich es akzeptieren wie es ist. Bitte keine Ratschläge mehr über wechsel der Blutdruckmedikamente. Ich habe schon zig verschiedene ausprobiert.

  11. Corona2019

    @- Zuhörer

    Das es Ausnahmen gibt , möchte ich nicht bestreiten .

    Ich nehme aber auch zu wenn ich wenig esse , Bewegung ist eine der Besten Diäten .

    Wer durch eine Behinderung eingeschränkt ist sich zu bewegen hat natürlich auch nur begrenzte Möglichkeiten .

    Es gibt auch Leute die behaupten zu Dick zu sein um sich zu Bewegen .

    Das klingt aber dann eher wie ein Alkoholiker der immer behauptet er ist zu Betrunken um damit aufzuhören .

    Aber nicht’s für ungut ,
    ich Rauche dafür nicht wenig .
    So hat jeder seine Laster , manche sogar mehrere .
    Ein Spediteur lebt dann sehr ungesund .)- 😉

  12. Krankenschwester

    @ Corona
    Guten Morgen
    Ja , das Rauchen…ich habe das gleiche Laster
    Viele Menschen sind krank, leiden aus diesem Grund an Adipositas. Sie leben damit, geben es zu, und fühlen sich nicht wohl in ihrer Haut.
    Andere sind es einfach nur, weil MC Donalds sie formte.
    @Zuhoerer, es tut mir leid für Sie, und wünsche Ihnen alles Gute

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