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Luxemburg verlängert seine Corona-Maßnahmen

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Luxemburg wird seine Maßnahmen zu Eindämmung der Corona-Pandemie bis zum 21. Februar verlängern. Das kündigte Premier Xavier Bettel nach einer Sitzung des Regierungsrates am Freitag an.

Die Zahl der Infektionen im Großherzogtum sei zwar gesunken. Angesichts der neuen Virus-Mutationen, die hochansteckend seien, gelte es aber vorsichtig zu bleiben. „Es ist nicht die Zeit für Lockerungen.“ In Luxemburg sei die in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B.1.1.7 bisher in zwölf Fällen nachgewiesen worden.

Man müsse wegen der Corona-Mutanten mit wieder höheren Infektionszahlen rechnen, sagte die Gesundheitsministerin Paulette Lenert. „Das Risiko ist real. Wir können das nicht ignorieren.“ Es sei schwer zu sagen, was die Zukunft bringe.

19.06.2020, Luxemburg, Bascharage: Ein medizinischer Mitarbeiter prüft die Daten einer Person, die mit dem Fahrzeug zu einer der Stationen gekommen ist, um sich auf den Coronavirus testen zu lassen. Luxemburg testet seine ganze Bevölkerung und Grenzgänger aus Deutschland, Frankreich und Belgien auf den Virus. Foto: Harald Tittel/dpa

Die Infektionszahlen sind in Luxemburg derzeit rückläufig. In der vergangenen Kalenderwoche (11. bis 17. Januar) lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bei 137. In der Vorwoche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 165 gelegen.

In Luxemburg ist die Gastronomie geschlossen, es gibt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung von 23 Uhr bis 6 Uhr. Bei den Kontakten gilt: Maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt dürfen zu Besuch kommen.

Der Einzelhandel ist seit dem 11. Januar unter strengen Auflagen geöffnet. Auch Kultureinrichtungen und Sportstätten sind mit Einschränkungen offen, in den Schulen läuft Präsenzunterricht.

Der sogenannte kleine Grenzverkehr mit Ausnahmen von der Quarantänepflicht für Pendler solle auch weiter bestehen bleiben, sagte Bettel.

Lenert sagte, man plane in Luxemburg bis Ende März gut 43.000 Menschen gegen das Coronavirus impfen zu können. Voraussetzung sei, dass genügend Impfdosen geliefert würden. (dpa)

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