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Im „LightHouse“ geht das Licht aus, auch „Liby’s Beef-Club“ schließt

Das "Light-House" am Eupener Kehrweg. Foto: Gerd Comouth

Die Eupener Restaurant-Szene gerät mal wieder in Bewegung. Zwei bekannte Restaurants stehen vor der Schließung bzw. vor der Übergabe. Dabei handelt es sich nach Informationen von „Ostbelgien Direkt“ um das „LightHouse“ am Kehrweg und um „Liby’s Beef-Club“ (früher „Duo“ und „Rotterwäldchen“) an der Monschauer Straße.

Für die Schließung des „LightHouse“ gibt es bisher noch keine offizielle Bestätigung, zumal das Lokal am Kehrweg erst am Mittwoch im späteren Nachmittag wieder öffnet. Die Info darüber, dass im „LightHouse“ das Licht ausgeht, ist in Eupen allerdings schon länger ein offenes Geheimnis.

Am Dienstag war unter der Rufnummer des „LightHouse“ niemand zu erreichen. Indes machten in den vergangenen Tagen selbst Mitglieder des Personals daraus keinen Hehl, dass das Lokal in Kürze schließt. Die Geschäftsführerin habe sich am Wochenende sogar von Kunden offiziell verabschiedet, wurde uns berichtet.

„Liby’s Beef-Club“ (früher „Duo“ und „Rotterwäldchen“) an der Monschauer Straße in Eupen. Foto: OD

Über die Gründe, die zu der für viele doch überraschenden Schließung geführt haben, wird zwar viel spekuliert, Näheres ist jedoch bisher nicht bekannt.

Bekannt ist dagegen der Grund, der den Betreiber von „Liby’s Beef-Club“ an der Monschauer Straße, Dieter Liebertz, dazu bewogen hat, ab September sein Restaurant zu schließen. Liebertz ist auch Betreiber des Restaurants an der Wesertalsperre.

In einer Anzeige im „Wochenspiegel“ (siehe unten) teilte Liebertz seinen Gästen mit, dass der „Beef-Club“ ab September „vorübergehend geschlossen bleibt“ und er sich bemühe, „eine qualifizierte Person zu finden, die unser beliebtes Konzept weiterführt“.

Zur Begründung meinte Liebertz: „Bedingt durch die Neugestaltung der Festsäle an der Wesertalsperre und die dadurch stark gestiegenen Besucherzahlen ist es uns bedauerlicherweise nicht mehr möglich, beide Gastronomiebetriebe gleichzeitig optimal zu betreuen.“ (cre)

Anzeige von Dieter Liebertz im „Wochenspiegel“.

 

  1. Im Horeca Sektor wurde immer schwarz verdient. Die Politiker haben das jetzt dank online-Kassen unterbunden. Fazit: Man holt sich besser den Minimex beim ÖSHZ statt im Horeca-Sektor zu arbeiten. In den übrig gebliebenen Betrieben werden Preise aufgerufen die ein Normalverdiener mit Familie nicht mehr bezahlen kann – 4 Getränke = 10 EURO! Für die, die es noch kennen, 10 € = 400 Bfr! für 4 Getränke auf einer Eupener Terrasse. Ein Salatteller – nicht besonders üppig – 11,90 EURO, da wird eben zu Hause gegessen und getrunken, daran ändert auch ein volles Tirolerzelt nichts, den Wirten fehlen die Alltagskunden.

    • Also jetzt mal im Ernst

      Man kann in der heutigen Zeit im Horeca Bereich nur schwer überleben!
      Und das ist der Staat schuld! GANZ EINFACH!
      Und das 4 Getränke knapp 10€ kosten kann das jeweilige Restaurant auch nichts für!
      LightHouse war auch nicht grade günstig (trotzdem immer super gegessen und bedient worden) und dennoch schafft man es nicht.

    • Tom Jones

      Sie können doch nicht den Euro mit einer Währung vergleichen, die es seit 15 Jahren nicht mehr gibt. Oder glauben Sie, dass der BEF in den 15 Jahren nicht an Wert verloren hätte?

    • ganz kluger Rechner

      Da haben Sie ja nochmal Glück gehabt, Dax und Kluger Rechner.

      Für den Wert von 400 Bfrs in 1983 wären 17 Jahre später 624,21 Bfrs nötig gewesen. Sind wir froh, dass es den Euro gibt! An den Wertverlust des Bfrs kann sich heute einfach keiner mehr erinnern…

      Um 25% Wert zu verlieren, brauchte die gute deutsche Mark lediglich von 1991 bis 2000. Früher war anscheinend alles besser.

      • Ihre Überlegung hat nur einen Fehler, Sie betrachten die Teuerungsrate vergessen aber die Lohnsteigerung gegenzurechnen. Das Problem bei der aktuellen Preissteigerungsrate im Horeca-Sektor, anders als früher, läuft sie der Einkommensentwicklung davon. Als 1 Bier noch 0,65 € (~ 25 BFR) kostete verdiente ich Netto mehr als 36% meines heutigen NETTO Einkommens. Die selbe Rechnung kann man auch mit einer Tüte Fritten machen, gemessen am VERFÜGBAREN Einkommen wesentlich teurer als früher. Das hat aber nichts mit dem EURO zu tun, in BFR wäre es nicht anders. Die Politik saugt immer mehr Kaufkraft ab um damit ihre Verwaltungen zu finanzieren. Der Belgische Steuerzahler ist mit einer der am höchsten besteuerte der Welt!

  2. Da rumort aber noch einiges mehr in der Horeca Branche Eupen!
    Am Werthplatz ändert eine Kneipe bald den Geschäftsführer, und am Marktplatz soll auch im Herbst eine Kneipe in einem Restaurant umgegliedert werden.
    Über das Macadam hört man auch immer mal so das Gerücht, der Schließung .
    Das Lighthouse hätte ich persönlich unter den Top 3 der Kneipen und Gastronomien in Eupen gesetzt. Wenn man aber einige Monate privates Eigenkapital einbringt, kann man schon ahnen wie die Szene kränkelt.
    Der Beef Club hat in Eupen keine Perspektive, der Grund des Umbau an der Talsperre kam vielleicht zur richtigen Zeit. Da es an Personalmangel für mich nicht liegen kann.
    Ob es die Blackbox oder andere Dinge wie das ausgehverhalten der jüngeren oder im allgemeinen sind, in 6-10 Jahren wird es keine reine Kneipe mehr geben!
    Dass die Preise steigen kann man als Grund nicht gelten lassen, Eine Frikadellenwurst kostete vor zehn Jahren um 1€ mittlerweile liegt die Wurst bei 1,50€ in einer Frittenbude hat sich der Preis auch fast verdoppelt.
    Korrekt ist es dass sich die Leute mittlerweile aussuchen wo sie ihr Geld ausgeben, und da rumpelt Eupen den Abstieg entgegen, ich höre die Leute nie motzen wenn man in Lüttich, Aachen oder Maastricht auf den Terrassen sitzt und dort auch mal mehr für ein Getränk zahlen, hört man immer dass sind andere Dimensionen wie Miete usw….
    Und dann kommt noch dazu, dass wie in den vergangenen Monaten ein Konzert im Eupen Plaza stattfindet wo eine junge Politiker Gruppe Regionale Bands einlädt was an sich ja eine Top Sache ist, aber dann dass Bier (Jupiler) an 1€ verhökert und Starkbier für 2€ anbietet. Oder wer geht schon zum Ratskeller oder umliegende Kneipen wenn Weihnachten der Sound auf dem Weserschiff ertönt und zu Weihnachtlichen Klängen es am Sonntag wie auf einem Festival aussieht?

    • alter Eupener

      Hasenbraten ist ein feines Essen, ich selbst hab es noch nicht gegessen, aber meines Freundes Freund sein Freund, der hat mal neben einem gesessen und der hat mal einem sehen einen Hasenbraten essen.
      Eupener Weisheit

  3. Man muss nicht vergessen dass wir in einer Kleinstadt leben und Investitionen wie ein Lighthouse in 6-700000 € kein Pappenstiel ist da muss der Umsatz stimmen Lieber 6000 € Miete in einer Großstadt wie Aachen Lüttich bezahlen wie 2-3000€ Kredite zahlen wie in Eupen.

  4. Réalité

    Die Misere in der Café- und Restaurantbranche ist grossteils von unserer Politik verschuldet! Die kriegen ihren Hals nicht voll genug, und dafür immer mehr an Steuern und nochmals Steuern!
    Da muss der arme Steuerzahler wieder tüchtig herhalten!
    So gibt es Restaurants die um die NEUN Euros für 1 Liter BRU fragen!
    Unglaublich, aber wahr!
    Denn Wein, Alkohol etc wird fast nicht mehr gefragt, alleine schon wegen den Polizeikontrollen!
    Wenn immer mehr Cafés und Restaurants schliessen müssen! Dann Adieu Geselligkeit!
    Hauptsache die Politiker haben ihre Taschen voll!

  5. Ach ja, es kann nicht mehr so viel Schwarz gewirtschaftet werden! Da und nur da, liegt dass größere übel für diese Branche. Privat die Taschen voller Geld und im Betrieb geht es schlecht somit bleibt nicht zu viel an Vater Statt zu zahlen. Die meisten kleinere Betriebe, bestehen nur aus „Black in the täsch“ Rechnung! wie Rechnung? geht nicht, mache ich nicht, usw… Aber als Arbeitnehmer kannst du bluten bis zum geht nicht mehr. Habe, sooooo ein Hals wenn ich dieses Möchtegern pack sehe.

        • Die Scheinselbständigen!

          @ Pierre

          Ihre Kommentare über die Eiflel und ihre Bewohner sind ja noch mässig amüsant. Aber hier habe Sie wahrscheinlich eine völlig falsche Vorstellung.
          Die Scheinselbstständigen sind die ärmsten Würstchen die es gibt. In der Regel Leute die ihren Arbeitsplatz verloren haben und danach von ihrem alten „Arbeitgeber“ als Subunternehmer auf selbstständiger Basis wieder beschäftigt werden.
          Oft Ältere oder Ungelehrnte die auf dem Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben,
          Als Fahrer eingesetzt müssen sie, oft auch noch mit eigenem oder als Franchise vom „Arbeitgeber“ gemietetem Fahrzeug, schlecht bezahlt auf eigenes Risiko und ohne soziale Absicherung ihrer Arbeit nachgehen. Das selbe gilt für die vielen Schausteller, Regaleinräumer und sonstige Subsklaven.
          Schimpfen Sie also meintwegen auf den Staat oder die Politik die solche Zustände zulassen aber nicht auf die armen Würstchen die ihnen ausgeliefert sind.

          • LosKotzos

            EdiG, ich bewundere Ihre Ausdauer einigen Leuten hier etwas beibringen zu wollen.
            Glauben Sie mir!
            Es hat keinen Zweck.
            Da ist kein Gehirn und Hoffnung das welches wächst müssen Sie aufgeben.
            Wie sagt der Gastronom, Rinderfilet essen, Lasagne bezahlen wollen und sich anschließend beschweren
            das Pferdefleisch in der selben ist.

  6. @Horst G. Laber
    …wohl nicht über Belgien hinaus gekommen.
    Die Mauscheleien gegenüber den Schülern aus sog.guten Familien konnten mich als Arbeitersohn nicht begeistern.
    In einem deutschen Gymnasium ging es ausschliessl. nach Leistung,später auf der Eliteuniversität in Aachen ebenfalls.

  7. kathschoi

    ich meine es gibt viele Gründe die da zusammen wirken,Verteuerung in allen Bereichen,Leute geben mehr Geld an ein sehr grosen Angebot aus zb.Elektrogeräte,Mode,Verträge,Autos,Kredite,Rauchverbot,Alkoholkontrolle,unprofisionelle Bedienung usw.

  8. Das Problem liegt einfach daran das heute keiner mehr arbeiten will wenn andere feiern früher war die ganze Familie mit dabei capitol in eupen Familie bühler als Beispiel hat immer funktioniert auch andere von den Gemeinden verwalteten Säle Kneipen ..finden auch schwer Leute die es übernehmen wollen

  9. zum Nachdenken

    Wie war das mit dem Hasenbraten? Das Lighthouse soll doch neu eröffnet werden und das unter Führung des Sohnes des alten Besitzers…Arme Selbständige…oder besser gesagt, warten wir den Hasenbraten ab….

  10. St.Vither

    Schon mal versucht am Wochenende in einem St.Vither Restaurant ohne vorherige Reservierung einen Tisch zu ergattern? Die Chance, das zu schaffen ist wohl eher gering.

    Kopf hoch! Eupen bleiben ja immer noch die Dönerbuden…. Da kann man sich ja dann, dem Budget angepasst, den Bauch vollschlagen.

  11. Eupen hat weit mehr qualitativ hochwertige Restaurants voruweisen als Sankt Vith.zugegebenermassen kein Sternerestaurant aber durchaus sehr gute Küche.
    Die Schließung des Ligth House hat nichts mit mangelnder Kundschaft zu tun. Da sind andere Gründe für verantwortlich.
    Es gibt Fortschritte hier auf OOBdirekt.Es hat ca 40 Postings bedurft bis das Eupenbushing anfing.
    Ich kann ja die Frust vieler Eifeler verstehen ,jeden Morgen in die von ihnen ungeliebte Hauptstadt fahren zu müssen um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen während die Eupener ihr Geld ohne weite Anfahrten verdienen können.
    Das ist übrigens mein erster Kommentar zu diesem Thema. Der Schwachsinn der vorhin hier von einem anderem Pierre geschrieben wurde stammt also nicht aus meiner Feder

    • „,jeden Morgen in die von ihnen ungeliebte Hauptstadt fahren zu müssen um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen während die Eupener ihr Geld ohne weite Anfahrten verdienen können.“

      Und schon wieder ein hirnloser Kommentar des Eifelhassers Pierre (dumm wie Stein (pierre).
      A propos : „um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, müssen sie in die ungeliebte “ Hauptstadt“ fahren .Darunter sind auch etliche Berufstätige in Öffentlichen Verwaltungen, beispielsweise der DG. Sollten die etwa nur den Eupener vorbehalten bleiben? Ja und weite Anfahrten brauchen auch die Arbeitslosen
      in Eupen idT nicht, obschon es dort mehr als doppelt so viele wie in der von Ihnen verhassten Eifel gibt
      PS: ich habe viele Bekannte in Eupen die durchaus eine positive Meinung über die Eifel bzw.Eifeler haben, genau so wie es umgekehrt der Fall ist; deshalb liegt es mir eigentlich fern dieses Eifeler/Eupener-Klischee zu bedienen. Aber einem wie „Pierre“ kann man seine Hetzkommentare nicht
      ohne Antwort belassen .NB: Übrigens heißt es“ Staat und nicht „Statt“, ( „Vater Statt“ wie in Ihrem Beitrag vom 8.8.um 17.30 Uhr gepostet); das weiß jeder Erstklässler in der Eifel)

  12. St.Vither

    @Pierre: Die „Hauptstadt Eupen“. Gut dass Sie’s erwähnt haben. Die beiden Hauptstädte Brüssel und Eupen kommen zusammen ja immerhin auf knapp 1,2 Millionen Einwohner. Übrigens: Die Volksrepublik China und das Großherzogtum Luxemburg bringen es zusammen auch auf gut 1,3 Milliarden Einwohner.

    Denken Sie mal drüber nach …

  13. Ja. Macht euch gegenseitig persönlich fertig. Weicht vom Thema ab und werdet beleidigend euch und den anderen gegenüber. Armseliger Haufen frustrierter Möchtgernwisser und Pseudo- Experten. Kommt mal aus eurer Anonymität hervor! Feiges Gerede teilweise hier von gewissen…

  14. Viele der Kommentare hier sind einfach nur „Blech“! Es ist eine Tatsache das der Eupener dem „Eupener“ nichts gönnt! Sobald jemand 5€ mehr hat wird gemault und gebasht bis dass die Balken sich biegen! Eupen (ich bin gebürtiger Eupener und wohne auch hier) geht mehr und mehr den Bach hinunter, es besteht keine richtige Idenfikation mehr mit unserer Stadt! Wer daran Schuld hat und wer dafür gesorgt hat, wurde bereits x-male an gleicher Stelle diskutiert! Es ist und bleibt nun mal so, das der „Eupener“ lieber sein Geld in Maastricht, Lüttich, Aachen oder Köln und Düsseldorf ausgibt als den Eupener Einzelhandel leben zu lassen! Liebe Eupener, tragt weiter eure Kohle anderswo hin und wird können bald von einer „Geisterstadt“ reden!

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