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Frau tötet ihren Ehemann, zerstückelt seine Leiche und entsorgt diese in der Maas bei Lüttich – Lebenslange Haft

17.10.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Die Angeklagte wartet zwischen ihren Verteidigern im Gerichtssaal auf das Urteil. Foto: Henning Kaiser/dpa

Der Fall hatte 2008 in Deutschland und Belgien Aufsehen erregt. Mehr als elf Jahre nach dem Auffinden einer zerstückelten Leiche in der Maas bei Lüttich hat das Kölner Landgericht eine Frau wegen des Mordes an ihrem Ehemann zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der damalige Liebhaber der Frau erhielt am Donnerstag wegen Beihilfe zum Mord eine Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren. Ohne seine Zusage, der 38-Jährigen bei der Beseitigung der Leiche zu helfen, hätte die Frau die Tat nicht begangen, war sich das Gericht sicher.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Polin ihrem gewalttätigen Mann zunächst Gift verabreicht und ihn dann mit zahlreichen Messerstichen in den Oberkörper getötet hatte. Der mitangeklagte 45-jährige Deutsche half ihr dann bei der Zerteilung der Leiche im Badezimmer. Die Leichenteile entsorgten sie anschließend in der Maas in Belgien. Sie wurden in Amay bei Lüttich gefunden.

Bereits wenige Tage nach dem Verbrechen im Juni 2008 hatten Fußgänger Leichenteile entdeckt. Doch die Polizei tappte in dem spektakulären Mordfall lange Zeit im Dunkeln.

Bewegung in die Ermittlungen kam erst, als über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ nach Zeugen gesucht wurde. Daraufhin meldete sich ein Mann, der das Opfer aufgrund einer Tätowierung an der Schulter identifizieren konnte. Dies brachte die Ermittler auf die Spur der Angeklagten. (dpa/cre)

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