Politik

Lambertz denkt auch mit 68 nicht ans Kürzertreten: PDG-Präsident für zwei Jahre Vorsitzender der AGEG

Karl-Heinz Lambertz am 8. Oktober 2018 bei einer Pressekonferenz in Brüssel in seiner Eigenschaft als Präsident des Ausschusses der Regionen (AdR). Foto: Shutterstock

Auch im Alter von 68 Jahren denkt Karl-Heinz Lambertz (SP) nicht ans Kürzertreten. Im Gegenteil. Wie am Dienstag der Referent des PDG-Präsidenten, Matthias Zimmermann, mitteilte, wurde Lambertz für zwei Jahre zum Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) gewählt.

Lambertz hatte diese Funktion bereits von 2010 bis 2017 ausgeübt, ehe er zum Präsidenten des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) gewählt worden war, von dem heute in Ostbelgien so gut wie nicht mehr die Rede ist.

Die ursprünglich im Eupener Kloster Heidberg geplante zweieinhalbtägige Veranstaltung fand – bedingt durch die Corona-Pandemie – online statt und brachte Vertreter aus den rund 100 Grenzregionen, die der AGEG angehören, virtuell zusammen.

Am Dreiländerpunkt in Vaals fließen die Niederlande, Belgien und Deutschland zusammen. Foto: Shutterstock

Die Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) wurde 1971 gegründet, um die Zusammenarbeit der Bürger über nationale Grenzen hinweg zu stärken. Sie vertritt die Interessen der europäischen Grenzregionen auf nationaler und europäischer Ebene. Zudem organisiert sie den Austausch von Erfahrungen, Informationen und Grenzproblemen.

Derzeit zählt die AGEG ca. 100 Mitglieder in den verschiedenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und des Europarates. Die Liste der Mitglieder umfasst auch verschiedene Verbände von Grenzregionen und seit kurzem ebenfalls Handelskammern in Grenzregionen.

Im Mittelpunkt der zahlreichen Referate und Diskussionsbeiträge standen einerseits die Auswirkungen der Corona-Epidemie auf das Alltagsleben in den Grenzregionen und andererseits der Beitrag dieser Regionen zu der geplanten Konferenz über die Zukunft der Europäischen Union, die auf Initiative des Europäischen Parlaments, des Europäischen Rates und der Europäischen Kommission, unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung, in den kommenden zwei Jahren stattfinden soll.

In seiner Antrittsrede als neugewählter AGEG-Präsident hat Karl-Heinz Lambertz die konkreten Ziele für die Arbeit der kommenden Jahre abgesteckt und darauf hingewiesen, „dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit heute aktueller und notwendiger denn je ist, da sie einen substantiellen Beitrag zum europäischen Zusammenhalt und zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Grenzregionen leistet“. (cre)

 

62 Antworten auf “Lambertz denkt auch mit 68 nicht ans Kürzertreten: PDG-Präsident für zwei Jahre Vorsitzender der AGEG”

  1. Floppolitiker senior

    Wieder ein (für die DG) nutzloses Pöstchen und Argument, spesenintensiv herumzureisen… mit einem Trupp Beamten des Ministeriums im Schlepptau um rechtfertigungsschwangere Projektchen zu erfinden… noch ein alter Herr, der abgewählt wurde und nicht gehen will!

    • Walter Keutgen

      Floppolitiker senior, ob so eine Pöstchen nutzlos ist, hängt vom Nutzen der Vereinigung ab. Eine Vereinigung braucht und hat nun einmal einen Präsidenten und, wenn Karl-Heinz Lambertz gewählt worden ist, zeigt das, dass man ihm das zutraut. Grundsätzlich sind Grenzregionen benachteiligt und für unsere Gegend ist das nicht nur dem mehrfachen Staatenwechsel geschuldet. Auch als wir noch im Herzogtum Brabant waren, gab es den Keil Fürstbischoftum Lüttich mit seiner Maut. Das war so schlimm, dass Maria Theresia dafür gesorgt hat, dass die Straße Aachen-Lüttich als befestigte Straße neu gebaut wurde. Davon abgesehen ist es nützlich, dass Ostbelgien in der Politikerwelt Europas bekannt ist. Man muss damit rechen, dass Belgien geteilt wird, vielleicht schon 1925.

      • Floppolitiker senior

        Herr Keutgen, Ihre Analyse ist an sich nicht falsch, wenn Sie auch Aktualität und Historie (inkl. Jahreszahl 1925) ein wenig durcheinander werfen. Ich bezweifle aber sehr, dass die große Geopolitik in diesem „Gremium“ gemacht und dass Herr Lambertz‘ Rolle alle diese Superlative rechtfertigt, mit denen er sich und seine „Beschäftigungstherapie“ ja so gerne belegt, rechtfertigen … da geht’s um viel heiße Luft und noch mehr um sein Ego, was beides den Steuerzahler üppige Spesen (die er ja so ungern offen legt) und die Gehälter seiner beamteten Entourage kosten wird.

  2. Standpunkt

    ich dachte (laut unseren Politikern) immer der Posten als Parlamentspräsident der DG sei ein Full Time Job…
    …der geht niemals freiwillig…erinnert mich an das Verhalten von Trump…

  3. kleine Marke

    Wir wären mal gespannt was das überhaupt für ein Posten ist? Wer spielt da mit, wer sind die Mitglieder? Wo residiert der Verein, wann tritt er zusammen? Wenn es denn ein so nötiger und wichtiger Posten ist, dann hätte man ganz sicher viel eher einen pensionierten Ranghöheren Politiker*in erkoren. Die Politik selber erfindet am laufenden Band solche Reserveposten, um Auslaufmodelle zu versorgen und Platzieren, und die betonen danach immer wieder deren äusserste Wichtigkeit, sowie Existenz und Bestand, ohne sie wäre alles nicht so toll wie es denn nun ist! All das ist Usus und allen bekannt. Diese Leute verdienen sich dann noch ein kleines (Grösseres) Zubrot auf den alten Tag! Mancher Politiker/in fand um 5 vor 12 noch einen lukrativen Beraterposten. So wie z Bspl der Bangemann der FDP bei einem Iberischen Telecomunternehmen, und viele andere dasselbe. Solche Spätberufenen ebnen sich diese Jobs weit früher, indem sie ja des Öfteren mit den Eigentümern debattierten und dinierten, dabei wurde dann das Terrain vorbereitet. So u a der ADR Posten des Herrn Lambertz bei den Stipvisiten des Jean Claude Junker in St Vith in den Vorjahren. Es sollte ja auch Politiker geben welche Orden sammeln? Jedenfalls, ömesös gibt es bei denen eher weniger. Na ja, ein Schelm der….
    All diese Erfindungen machen aus der realen Politik ein Massenprodukt! Zumeist gute Löhne, Sitzungsgelder, Bonis und allerhand „Spukzahlungen unterm Tisch“, so wie bei und Nettys und Co. Glaube wer will?

  4. Die europäische Wühlmaus

    Erschrenkend für alle ihren Frieden suchenden Bürger: Lambertz hat sich erneut einen zusätzlichen Posten. Bereits in dem von ihm selbst verfassten Pressekommunnique kann der Schwulstsüchtige sich nicht beherrschen. Alles was er anpackt ist fundamental, existenziell, dringend und unverzichtbar.

    Wieder dampft die superlative Küche mit Volldampf im Leerlauf.

    Das alles noch zwei Jahre lang: Sollte Trump auch gehen, Lambertz lässt sein Sitzfleisch schwellen.

    • Floppolitiker senior

      @Die europ. Wühlmaus: genau, der Mann ist einfach nur fundamental verzichtbar und dringend trumpverdächtig … wäre es nicht für die politische Kultur in der DG ein solches Armutszeugnis, könnte man den alternden Kleingliedmachthaber einfach nur noch belächeln…

  5. Hausmeister

    Wenn ich so Textfetzen wie „aktueller und notwendiger denn je“, „Verbesserung der Lebensbedingungen“ oder „substantiellen Beitrag“ lese ,und das im Zusammenhang mit KHL, könnte ich nach Herzenslust kotzen.

  6. Das nennt man: den Hals nicht vollkriegen.
    Er würde eh schon mehr Rente bekommen als ein jeder von uns träumen könnte. Zu viel um es ausgeben zu können.
    Aber vielleicht weiß der gute Mann noch nicht: das letzte Hemd hat keine Taschen und man nimmt nichts mit auf die andere Seite.

    • M. Baumgartlins

      Im „San Marino“ Belgiens kann doch nicht soviel Arbeit sein? Bei den Posten alle tritt ja einer dem anderen auf die Füsse. Sehr gute Diäten und Renten sind dafür vorgesorgt. Wer bezahlt? In meiner Firma würde heute noch kräftig daran aussortiert! Aber die Politik kreiert sich das selbst. Und predigt den Leuten die Ohren voll um die Wichtigkeit des ganzen. Stoppt den Wahnsinn mal!

    • Sozialamt

      @Bûrger
      Zum Glück. Es gibt eben immer wieder Politiker, welche glauben unverzichtbar zu sein. Erst wenn diese dann endlich weg vom Fenster sind, sieht man wie diese vollkommen überflüssig waren. KHL ist dann mit Sicherheit das beste Paradebeispiel. Er ist einfach nur noch eine Schande für die DG. Da ist mir ein TRUMP sogar noch sympathisch…

  7. Johann Martin

    Also ich habe kein Problem mit Herrn Lambertz, auch wenn ich ihn nicht gewählt habe. Er scheint aber seine Arbeit ordentlich zu machen und er wurde ordnungsgemäß mehrfach gewählt.

    • @Johann Martin: „ordnungsgemäß mehrfach gewählt“: In einem Gremium wie der Arbeitsgemeinschaft europäischer Grenzregionen gibt es eben vermutlich noch viele weitere Mitglieder, die so gestrickt sind wie KHL. Daher ist das kein stichhaltiges Argument. Übrigens ist diese AGEG wahrscheinlich weitgehend dazu da, dass solche eigentlich ausgediente Politiker wie KHL noch ihre Profilneurosen befriedigen können.
      Und noch etwas: Da hatte KHL doch tatsächlich mal behauptet, das Amt des PDG-Präsidenten sei ein Vollzeitjob… Der Mann ist echt eine Zumutung…

  8. Das Problem ist nicht die Person Lambertz (oder die unserer Minister…usw) sondern das Amt an sich. Wenn eine Person abtritt, rückt die nächste nach und das System funktioniert weiter. Ich habe versucht im Internet etwas über die Finanzstruktur hinter der AGEG zu finden, ich habe nichts wirklich aussagekräftiges gefunden. Wer finanziert das Ganze? Das werden am Ende wieder Steuergelder sein, aber aus welchem Topf? Oder stehen private Finanziers dahinter, dann ist die Frage ob ein Politiker, der dem Gemeinwohl verpflichtet ist, da am richtigen Platz ist. Wie werden die Akteure entlohnt? Die Reisen zu den diversen Aktivitäten bezahlt KHL sicher nicht aus seinem Privateinkommen, das gilt auch für seine Kollegen in der AGEG. Die Person Lambertz ist austauschbar, und wird es auch eines Tages, die eigentliche Frage ist die Systemfrage. Was bringen solche Institutionen der Allgemeinheit? Und diese Frage wird erst gar nicht gestellt! Kann auch eine Aufgabe das Präsidenten KHL sein, die Aufmerksamkeit auf seine Person ziehen um die Institution damit zu schützen. Die Medien sind ja mit anderen Themen beschäftigt….

  9. Süd DGler

    Lambertz sollte sich eher ruhig verhalten. Er hat seinen Hals noch nicht dick genug? Und dann prassen mit:
    Parlamentspräsident ist ein Full time Job! Gelogen! Denn vorher kutschierte er ja durch Europa für die EU.
    Bereits damals war bewiesen das dieses Eupener Minister und Regierungskarussel bedeutend zu Gross ausgefallen ist.
    Das ist Raubbau an unserm vielen Steuergeld, und Grossteils verkleinern und abschaffen!

    • Der einarmige Bandit

      Es ist und bleibt ein heilsame Gedanke , das dieses Monster genau wie eine handvoller “ Profiteuren A D “ in absehbarer Zeit endgültig aus dem Sichtblick verschwinden , bestimmt weint keiner diesen eine Träne nach .

  10. Ein Alibi Club?

    Dieser Verein ist noch so ein Alibiverein und Anhängsel von Bedeutungslosigkeit! Was soll das überhaupt? Haben wir nicht schon Ableger genug? Hier in Belgien haben wir die Höchste Regierungs- und Ministerdichte Weltweit. Wir haben deren schon genug Durch zu füttern, daher muss dringend darin gesiebt und verdünnt werden. Wir ersticken fast an der Misere.

  11. Zu dieser Geschichte gbt es für mich drei Bemerkungen:

    Zum Ersten denke ich nicht das der finanzielle Aspekt für Kalle noch eine Rolle spielt. Selbst wenn er sich zur Ruhe setzen würde hätte wr wahracheinlich genug auf dem Konto.

    Zum Zweiten ist es wohl eher der Machtmensch Lambertz der hier zum Vorschein kommt. Es muss für ihn ein Unding sein Unkraut zu jäten, da kommandiert er doch lieber den Gärtner der diese Arbeit für ihn erledigt.

    Die dritte Bemerkung ergibt sich aus der vorherigen.Mit 68 Jahren sollte man langsam einsehen das man Platz für die Jugend machen muss. Man sollte zwar noch aktiv mitgestalten aber nicht mehr in der vordersten Reihe. In diesen Alter ist man eher Berater und nicht mehr Aktiver.

    Unser Kalle ist auf dem besten Weg seinen Abgang zu vermurksen. Man sollte aufhören wenn es am Schönsten ist.

  12. Verpasste Chance

    Der Herr Lambertz verpasste wie so viele vor ihm die Chance auf einen passenden und vergoldeten Abschied! Er treibt seine Macht und Karriere soweit, dass am Ende ihn keiner mehr wahr nehmen will.
    Das lommt davon, wenn man nicht loslassen kann, immer mehr und höher, vergisst aber dabei, dass die Sturzhöhe auch immer sich weiter von der Realität entfernt hat. Somit nimmt dann am wirklichen Ende keiner mehr Notiz, und ist dann einer unter vielen. Ausserdem sind solche Leute niemals Vorbilder für jugendliche und Lehrkräfte. Einer der sich dermassen breit macht wird von denen total ignoriert.

  13. Klimaschutz ist sicher wichtig, aber der politische Apparat muss effektiver und schlanker gestaltet werden … ein Politiker sollte seine Effektivität und seinen Mehrwert vor einem Bürgerrat vortragen und verteidigen müssen, ohne Parteigeklungel….
    In welcher Partei ist Herr Lambertz aktiv ?
    War da nicht das ein oder andere … ?

  14. Einfach Lachhaft und Verdummung was da in Eupen bei der DG Regierung läuft. Man kennt sich , man versteht sich. Da werden immer neue Quellen entdeckt um Posten auf Posten! Wo ginge das hin, wenn jeder auf seiner Arbeitsstelle deren noch so ein paar „Nebenbei“ annähme? Der Chef würde dem schnell Stopp bieten!
    Nur bei der Politik, da sammelt man was nur so mitgeht und angeboten wird! Was fûr ein Scheinberuf!
    Und dann wundern die sich noch, dass die Bürger sie verachten und missbilligen!?
    Die machen doch vor, wie man Kasse machen kann auf anderer Leute Kosten.
    Verachtungsvoll bis dorthinaus.
    Die machen was die wollen, wir können zuschauen, UND BEZAHLEN!
    Schämt Euch.

  15. KHL schäm dich, wir kennen uns und ich hab es dir auch schon gesagt, aber mehr als ein müdes, verlogenes Lächeln war nicht drin.
    Eure Bürgerverblödung ist grausam mit anzusehen und schadet unserem Ansehen im In-und Ausland. Zum glück aber weniger im Ausland da einige km hinter der Grenze niemand mehr davon weiß, entgegen eurem Glauben.

  16. Das Beste an der Sache ist noch dass der aktuelle PS Präsident Matthias Zimmermann Referent des PDG Präsidenten Lambertz ist.
    Da weiß man, wer wirklich noch immer das Zepter bei den Roten schwingt.

  17. Referent?

    Muss er denn wirklich als Parlamentspräsident, der noch einige andere Posten hat, und ansonsten 4 Tage auf Tour war, noch einen Referenten haben? Es wäre für uns sehr viel billiger wenn nur ein Referent da wäre, der kriegt den Vollzeitjob sicher bewältigt!? Was fällt denn da schon für viel Arbeit an? Vill ze dür, heisst ein Schlager der Bläcke Föss.

  18. Erst wenn er weg ist werden die paar (es waren ja nur noch einige bei der letzten Wahl), die ihn noch gewählt haben, merken, das er nicht gebraucht wird. Im Gegenteil, er ist der Drahtzieher des immer mehr aufgeblasen Apparates in Eupen.

  19. Gaspillage

    So tun als wenn wir hier ein Supertoller Staat wären? Den Bauch und die Augen viel zu gross. Da stimmen die Dimmensionen schon seit der Gründung nicht. Das Unikum frisst Millionen an Steuergelder auf und weg, die fehlen dann den Leuten an allen Ecken und Kanten! Anstatt das Gebilde klein und der Grösse nach zu bilden, schlugen die gleich vier Minister und einen Regierungsapparat vor, der niemals in der Form nötig war! Niemals! Wenn die dann noch ordentlich gewirtschaftet hätten!? Nein! Im Gegenteil. Die haben uns soviele Schulden angehäuft das unsere Enkel und Urenkel noch dran bezahlen können! Und diese Schuldenmacherei geht munter weiter! Alles nur für eigene Punkte und Werbung.
    Grausam.

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