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Deutschland vor „kurzem einheitlichen Lockdown“

05.04.2021, Saarland, Saarlouis: In der Innenstadt stehen im Außenbereich einer Gastronomie Stühle. Seit Dienstag darf im Saarland die Außengastronomie unter Auflagen wieder öffnen -wenn das Wetter denn mitspielt. Foto: Oliver Dietze/dpa

In Deutschland ist die Bundesregierung für eine erneute Stilllegung des öffentlichen Lebens im ganzen Land und unterstützt indirekt die Idee eines von CDU-Chef Armin Laschet ins Gespräch gebrachten „Brücken-Lockdowns“.

Auf die Frage, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Laschets Vorschlag bewerte, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin, es gebe im Moment bei den Corona-Neuinfektionen keine gute Datenbasis, die Zahl der belegten Intensivbetten spreche aber eine sehr deutliche Sprache.

07.04.2021, Bayern, München: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, geht während eines Schneeschauers nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts zu einer abschließenden Pressekonferenz. Foto: Peter Kneffel/dpa

„Deswegen ist auch jede Forderung nach einem kurzen einheitlichen Lockdown richtig. Auch ein gemeinsames bundeseinheitliches Vorgehen wäre hier wichtig, sagte Demmer. „Die Vielfalt der beschlossenen Regeln trägt im Moment nicht zur Sicherheit und zur Akzeptanz bei.“

Für vorgezogene Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin, wie von Laschet ebenfalls vorgeschlagen, gibt es nach Worten der stellvertretenden Regierungssprecherin im Moment „erkennbar keine Mehrheit“. Die nächsten Beratungen der Kanzlerin mit den Länderchefs sind für Montag geplant.

Unterdessen ist erstmals ein ganzes Bundesland als Corona-Modellprojekt an den Start gegangen: Im Saarland dürfen seit Dienstag Außengastronomie, Kinos, Theater, Fitnessstudios und Tennishallen wieder öffnen. Voraussetzung für Gäste und Nutzer ist meist ein negativer Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Zudem können sich im Freien bis zu zehn Personen treffen, wenn sie negativ getestet worden sind. (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

11 Antworten auf “Deutschland vor „kurzem einheitlichen Lockdown“”

  1. Pierre II

    Ein Test machen um etwas zu trinken oder zu essen! Jetzt hackt es aber! Wer bitte soll diese Vorgehensweise bezahlen? Jetzt kommt mir nicht mit, ja einmal in der Woche ist der Test gratis. Darf der Menschen jetzt nur noch einmal die Woche am Leben teilhaben?
    Macht endlich mal etwas am Gesundheitssystem.

    • Jahn Konopka

      Ich glaub es hackt
      hätte man sich einfach an die kleinsten Regeln gehalten
      aber NEIN, Wir wollen machen Was WIR wollen
      Danke für über ein Jahr Massnahmen die nix bringen weil Ihr es alle besser wisst

      Bevor es losgeht und Ihr wieder anfangt und Ich zum 600ten male die selben lächerlcihen Sachen von Euch lesen muss : ja Ich sitze im Strahlenschutzanzug im Luftschutzbunker 60 Meter unter der Erde, war echt fummelei hier Internetanbindung zu bekommen, aber nachdem Ich mich an der verseuchten Oberfläche mehrere Minuten zwecks Kabelverlegung aufgehalten habe war diese Hürde auch genommen! Puuh bin froh wieder hier unten zu sein

      • Petronella Ganser

        Hier in Österreich wird der Negativtest über die Kankenkasse mit 30 Euro abgerechnet. Was das wieder für zusätzliche Kosten sind! Die Steuerzahler werden es nie mehr auffangen können, all die vielen Staatsschulden. Koste es, was es wolle, sagt der Bundeskanzler Kurz! Was danach kommt, darüber macht sich wohl niemand Gedanken.

        • @Petronella: Auch Österreich hat eine Gelddruckmaschine. Ihr werdet die Schulden ebenso wenig zurückzahlen müssen wie wir. Schließlich haben alle Staaten der Welt teils hohe Staatsschulden, und das seit Jahren. Trotzdem stieg überall der Konsum und die Lebensqualität der Menschen.

          • Rotes Schild

            Die Zentral bzw. Nationalbanken freuen sich und halten so die Regierungen an der Leine…
            Der „Anstieg“, den Sie erwähnen, das ist die Blase, die demnächst platzt und Chaos bringen. Richtiges Chaos…

  2. Erleuchtung Jean

    Es lebe das Corona-Modellprojekt im Saarland – viel Erfolg.
    Nur durch Versuche und Tests gewinnt man Erkenntnisse.

    Das gesamte Corona-Bekämpfungs-Projekt ist ein – vielleicht haben es einige schon bemerkt – Großversuch.
    Warum nicht ein kleines Land testen?

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