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Kokainfunde im Hafen von Antwerpen auf Rekordniveau

05.01.2021, Belgien, Antwerpen: Ein Zollmitarbeiter steht am Grenzkontrollpunkt Linkeroever in der Nähe eines Lastwagens (gestellte Szene). Der Hafen von Antwerpen ist ein wichtiger Umschlagplatz der internationalen Drogenmafia. Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

Belgische Fahnder haben im Hafen von Antwerpen im Jahr 2020 eine Rekordmenge an Kokain sichergestellt – insgesamt 65 Tonnen, wie die Agentur Belga unter Berufung auf den Zoll am Dienstag mitteilte.

Noch nie habe der Wert so hoch gelegen. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 61,8 Tonnen Kokain sichergestellt. Seit 2013 steigt die Zahl der Funde stark an.

Der Seehafen von Antwerpen ist einer der größten Europas. Ende Oktober hatten Fahnder bei einem Schlag gegen eine Drogenbande im Hafen von Antwerpen 11,5 Tonnen Kokain auf dem Weg von Guyana in die Niederlande beschlagnahmt.

05.01.2021, Belgien, Antwerpen: Ein Monitor im Grenzkontrollpunkt Linkeroever zeigt einen Lastwagen, dessen Inhalt gescannt wird (gestellte Szene). Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

Im Dezember zerschlugen Beamte aus Belgien und Bayern dann ein internationales Drogenkartell. Dabei nahmen sie in Antwerpen und Brüssel 17 Menschen fest. Zwei Männer stünden in dringendem Verdacht, zwischen südamerikanischen Drogenkartellen und europäischen Abnehmern vermittelt zu haben, teilte das bayerische Landeskriminalamt damals mit. Die Ermittlungen hatten begonnen, nachdem 2017 in bayerischen Supermärkten in Bananenkisten Kokain entdeckt worden war.

Europol hatte bereits im Herbst gewarnt, dass der Schmuggel von Kokain aus Südamerika nach Europa auf Rekordwerte zusteuere.

Im Kampf gegen Drogenbanden arbeitet der belgische Zoll daran, in den kommenden Jahren alle Seecontainer etwa aus Kolumbien, Brasilien und Ecuador zu durchleuchten. (dpa)

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