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Köln verzichtet auf Protest, fordert DFB aber zu Stellungnahme auf

Sie gehören jetzt zusammen: Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (rechts) begrüßt Peter Stöger (links), damals noch Trainer des 1. FC Köln. Foto: Ina Fassbender/dpa

AKTUALISIERUNG – Vor allem wegen der extrem geringen Chancen auf Erfolg verzichtet Fußball-Bundesligist 1. FC Köln auf den eigentlich geplanten Protest gegen die Wertung des Spiels bei Borussia Dortmund (0:5). Das teilte der Verein am Dienstag mit. Sportchef Jörg Schmadtke hatte unmittelbar nach der Begegnung am Sonntag beim BVB noch einen Einspruch angekündigt.

Allerdings forderten die Kölner den Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgrund der Unklarheiten in Sachen Videobeweis trotzdem zum Handeln auf.

„Der FC hält es von der Frage des Protests unabhängig allerdings für dringend geboten, dass im Sinne der gesamten Liga Rechtssicherheit an den strittigen Punkten geschaffen wird“, teilte der Verein mit: „Der FC hat vom DFB daher am heutigen Dienstag in einem Schreiben eine entsprechende Stellungnahme erbeten.“

Torschütze Sokratis (2.v.l) von Dortmund diskutiert mit Schiedsrichter Patrick Ittrich (links) nach dem 2:0 gegen Köln. Ittrich gab den Treffer erst nach Rücksprache mit dem Video-Schiedsrichter. Foto: Ina Fassbender/dpa

Zwar war der Dortmunder Treffer zum 2:0 irregulär, aufgrund der Regularien des DFB und der internationalen Regelhüter der International Football Association Board (IFAB) hätte ein Protest des FC aber wenig Aussicht auf Erfolg gehabt.

Der Treffer, den Schiedsrichter Patrick Ittrich nach Hinweis seines Video-Assistenten Felix Brych wertete, hätte nicht zählen dürfen. Ittrich hatte die Spielsituation abgepfiffen, bevor der Ball die Torlinie überschritt.

Kölns Trainer Peter Stöger erklärte, er finde die Entscheidung des Vereins richtig. «Ich finde es aber auch richtig, dass man das in dieser Klarheit und Schärfe thematisiert hat.

„Ich bin grundsätzlicher Befürworter des Videobeweises, das heißt, ich möchte, dass er bleibt. Aber man muss auf Probleme hinweisen dürfen“, sagte der FC-Coach.

Torschütze Sokratis (2.v.l) von Dortmund diskutiert mit Schiedsrichter Patrick Ittrich (links) nach dem 2:0 gegen Köln. Ittrich gab den Treffer erst nach Rücksprache mit dem Video-Schiedsrichter. Foto: Ina Fassbender/dpa

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte die Kölner nach der Einspruchs-Ankündigung als „schlechte Verlierer“ bezeichnet, zog dies aber am Dienstag zurück.

„Die Entscheidung zeigt Größe und nötigt mir größten Respekt ab. Ich bin angenehm überrascht und ziehe meinen Vorwurf, Köln sei ein schlechter Verlierer, komplett zurück“, sagte er zu t-online.de: „Der Vorwurf ist mir auch schwer gefallen, aber ich musste meiner Gefühlswelt nach dem Spiel einfach spontan Ausdruck verleihen.“

Der Vorwurf, angesichts des eindeutigen Resultats wolle der 1. FC Köln eine sportliche Niederlage nicht akzeptieren, gehe „insofern fehl, als in der Endabrechnung jedes einzelne Tor über Tabellenplätze entscheiden kann“, heißt es in der Kölner Mitteilung. „Davon abgesehen hat der FC nie in Zweifel gezogen, dass Borussia Dortmund das Spiel verdient gewonnen hat – dies gilt unabhängig von dem aus unserer Sicht regelwidrigen Tor.“ (dpa)

 

Eine Antwort auf “Köln verzichtet auf Protest, fordert DFB aber zu Stellungnahme auf”

  1. Ex-Eupener

    Der Video Beweis sollte abgeschafft werden . Abseits ist immer noch dann wenn der Schiedsrichter Pfeift und Tor wenn der Ball im Netz liegt . Die Nachspielzeiten müßten auch abgeschafft werden , dann bleiben die Spieler auch nicht mehr so lange auf dem Boden liegen . Wie hat schon eine Fußball Legende gesagt , “ Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten „

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