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Kelmis-Boss Sebastian hat sich mit dem Abstieg fast schon abgefunden: „Wäre nicht der erste Abstieg“

Der Präsident des RFCU Kelmis, Egide Sebastian. Foto: Grégoire Derouaux

In der 2. Division Amateure kommt der RFC Union Kelmis einfach nicht in die Gänge. Der Abstieg der Grün-Weißen in die 3. Division Amateure wird immer wahrscheinlicher. Trotzdem gibt sich Präsident Egide Sebastian relativ gelassen.

Mit gerade mal 4 Punkten aus 14 Spielen befindet sich die Union auf dem vorletzten Tabellenplatz, ist aber eigentlich Schlusslicht, weil der Letzte, White Star Brüssel, nicht mehr antritt.

In einem Interview mit der Tageszeitung „La Meuse“ sagte Egide Sebastian: „Es wäre nicht das erste Mal, dass wir absteigen.“ Der Boss der Union hat auch nicht vor, in der Winter-Transferperiode käftig zu investieren, um vielleicht das Blatt noch zum Guten wenden zu können.

Die Mannschaft des RFCU Kelmis vor dem Start in ihre zweite Saison in der 2. Division Amateure. Foto: rfcu.be

„Ich glaube nicht. Es würde eh nichts bringen, nur einen neuen Spieler zu verpflichten. Es wären schon mehrere Transfers nötig, und  selbst dann wäre nicht sicher, dass dies auch Früchte trägt“, sagte Sebastian.

Union-Trainer Luc Sluysmans hat trotzdem nichts zu befürchten, denn Sebastian hat in dem Interview mit der „Meuse“ bereits angekündigt, dass der Trainer in jedem Fall bis zum Ende der Saison bleibt – selbst im Fall eines Abstiegs.

Wohl aber hat der Präsident Co-Trainer Joaquin Infante bereits rausgeschmissen. Begründung: „In der letzten Zeit sagte er mir fast nie mehr guten Tag und zeigte mir gegenüber keinen Respekt mehr. Außerdem waren viele Spieler zuletzt mit seiner Arbeitsweise nicht mehr einverstanden.“

Nächste Saison Spieler-Co-Trainer?

Einen neuen Co-Trainer will der Boss nicht engagieren, man werde die Saison ohne einen Assistenten beenden. In der kommenden Saison könnte ein älterer und erfahrener Spieler als Co-Trainer fungieren und gleichzeitig noch Spieler sein.

Moussa Diallo (hier beim Traingsauftakt der AS Eupen im Sommer 2017), die Torgarantie der letzten Saison, wird in Kelmis sehr vermisst. Foto: Gerd Comouth

Es gebe in Kelmis im Moment trotz der vielen Schwierigkeiten 7 bis 8 Spieler, die sehr gut seien und die man halten wolle, so Sebastian. Ohnehin sehe er kaum noch andere Clubs, für die es sich lohnen würde, Kelmis auch im Fall eines Abstiegs zu verlassen. Selbst Sprimont sei nicht mehr bereit, wahnsinnig viel Geld zu zahlen. Und um einen Verein zu finden, der eine bessere Instrastruktur habe als Kelmis, müsse man schon weit gehen.

Auf die Frage, ob es sich vielleicht lohnen könnte, auf erfahrene Spieler der 2. Mannschaft in der 2. Provinzklasse zurückzugreifen wie Raphaël Pinckaers, Frédéric Thelen ou Gauthier André, sagte der Präsident: „Es gibt in der Mannschaft von Kelmis B in der Tat einige gute Spieler wie die drei genannten, aber es gibt einen großen Unterschied zwischen der 2. Division Amateure und der 2. Provinzklasse. Im Übrigen braucht die 2. Mannschaft diese Spieler, die eh ihre letzte Saison bestreiten, bevor sie ihre Fußballschuhe an den Nagel hängen.“ (cre)

9 Antworten auf “Kelmis-Boss Sebastian hat sich mit dem Abstieg fast schon abgefunden: „Wäre nicht der erste Abstieg“”

  1. Ich bin mal gespannt wie dann die 2. Mannschaft in Kelmis in der 2. Provinzklasse mit Kelmisser spielen will, wenn obengenannte Spieler aufhören. Dann wird das sicherlich schnell über Bord geworfen, was ja jetzt schon der Fall ist…

    • Es gibt Vereine die es besser machen und dies nicht so raustönen und dann im Grundsatz gar nicht umsetzen, so ist es ja in der 2. Mannschaft!. Ich kann natürlich sagen ich spiele nur mit Kelmiser, der Onkel des besten Freundes war ein Kemiser usw…

      Aber die Mannschaft besteht nun mal gar nicht nur aus kelmiser… wenn dann die 3 oben genannten auch noch aufhören, die zumindest Bezug hatten, dann frage ich mich wie man seinen Slogan, denn man vor 3 Jahren rausgehauen hat (nur mit kelmiser oder Bezug dazu) umsetzen will.

      • Ich denke, dass in der 2. Mannschaft von Kelmis fast nur Kelmiser spielen.. oder eben Spieler mit Bezug zu Kelmis.
        In der 1. Mannschaft von Kelmis spielt kein einziger Kelmiser.. aber das hat ja auch niemand behauptet.

  2. Propaganda

    Dieser Mann trifft klare Entscheidungen und das ist gut so.Der lässt sich nicht auf die Füße treten. Solche Männer bräuchten wir mehr in der Politk und sonst wo dann hätten wir weniger Probleme.

  3. Unparteiischer

    Leider vergisst Egide Sebastian bei allen seinen Interviews zu erwähnen, dass er selbst für die Zusammenstellung der Mannschaft verantwortlich ist. Er hat im Sommer vier Nieten geholt. Nur drei hatten in etwa das Niveau für die D2. Das vergisst er immer zu erwähnen. Bei ihm sind nur immer die Anderen schuld. Schöner Chef.

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