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Kattrin Jadin

Die ostbelgische Kammerabgeordnete Kattrin Jadin. Foto: Gerd Comouth

Die ostbelgische Abgeordnete Kattrin Jadin (PFF/MR) hat im Brüsseler Parlament Bedenken gegen die Einführung von offiziellen Registrierkassen ab dem Jahr 2014 angemeldet.

Staatssekretär John Crombez (SP.A) hält dies für eine wirksame Maßnahme zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und der Steuerhinterziehung. Indes bedauerte Jadin, dass die geplante Einführung von Registrierkassen nicht von konkreten Hilfestellungen für die Betroffenen begleitet werde.

Vor allem aus Sicht des Restaurant- und Gaststättengewerbes sei die Regelung mit hohen Kosten verbunden, so die Regionalpräsidentin der PFF. Jadin betonte die Bedeutung des Sektors als Arbeitgeber, vor allem in den touristischen Regionen des Landes. Die Branche leide ohnehin an den Folgen der Krise.

 

5 Antworten auf “Kattrin Jadin”

  1. Eastwind

    Das Gegenteil hätte mich auch gewundert: Wenn es den kleinen und großen Steuerhinterziehern an den Kragen gehen soll, dann sind die Liberalen prompt zur Stelle, um ihre Klientel zu schützen. Dass heißt es, wie und hilflos die armen Freiberufler und Selbständigen doch sind, vor allem die Hoteliers und Restaurantbetreiber, die am Hungertuch nagen… Immer nur für die Kunden kochen, aber sie selbst haben nichts zu essen… Und jetzt sollen auch noch offizielle Registrierkassen kommen, wie schrecklich!

  2. Wenn schon mal alle Restaurants ihre offiziellen Quittungen ausgestellt hätten, wie das Gesetz es vorsieht, bräuchten sie erst gar nicht die Investitionskosten für teure Computerregistriekassen und deren ebenso teure Wartung zu tragen. Hätten wir allerdings 3% Mwst wie in Luxemburg, würde es es sich kaum lohnen unkorrekt abzurechnen.

    Zweite Seite der Medaille: Ohne der Frau Jadin und ihrer Partei Klientellismus vorzuwerfen, bin auch ich überzeugt, dass bei der neuen Regelung tausende, wenn auch meist schlecht bezahlte Jobs verloren gehen. Wer bezahlt dann diese neuen Arbeitslosen.

    Ein Problem in Belgien ist m.E., das unser Land für die Superreichen als Steuerparadies gilt, nicht erst seit 2 Franzosen von sich reden machten, sondern schon seit Jahrzehnten. So bauen die reichsten Nierderländer schon seit den 90ern ihre Paläste in den Provinzen Antwerpen und Limburg.

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